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Mundtrockenheit bei Krebs: Vorbeugen und Lindern

Was lässt sich gegen Xerostomie während einer Krebsbehandlung tun?

Trockener Mund? Das kennt fast jeder: Bei Lampenfieber oder Stress, seelischer Erschütterung und Aufregung bleibt einem manchmal "die Spucke weg". Für Krebspatienten kann länger anhaltende Mundtrockenheit aber zur echten Belastung werden, etwa wenn diese sogenannte Xerostomie als Nebenwirkung mancher Medikamente auftritt, oder wenn die Speicheldrüsen dauerhaft geschädigt sind. Möglich ist das beispielsweise nach einer Strahlenbehandlung oder einer Operation von Krebs in Mund oder Rachen. Auch Menschen mit einer fortgeschrittenen Erkrankung leiden oft unter anhaltender Mundtrockenheit. Dies gilt insbesondere dann, wenn Essen und Trinken problematisch sind, wenn Betroffene hohe Dosen an Schmerzmitteln benötigen, oder auch, wenn das Atmen schwerfällt.

Was kann man selbst tun? Was tun die Ärzte?

Mann trinkt Wasser; Foto: Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Mundtrockenheit: Regelmäßig kleine Schlucke Wasser zu trinken, sorgt für ein besseres Gefühl im Mund. Mit anderen Getränken sollte man zum Schutz der Zähne vorsichtig sein. Foto: Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Wenn ein trockener Mund während der Krebstherapie Probleme bereitet, sollte man sich nicht auf Hausmittel verlassen oder schweigend leiden. Besser ist die Rücksprache mit den behandelnden Ärzten. Sie können prüfen, welche Ursachen zugrunde liegen, und was sich dagegen tun lässt. Für alle Formen von Mundtrockenheit gilt: Man sollte genügend trinken, am besten Wasser, und den Mund immer ausreichend befeuchten. Wichtig ist außerdem eine gute Mund- und Zahnpflege. Fachleute empfehlen außerdem, regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen.

Hält die Mundtrockenheit länger an, etwa weil die Speicheldrüsen durch eine Strahlentherapie oder eine Operation geschädigt wurden? Solange noch ein Rest an Funktion vorhanden ist, kommen stimulierende Maßnahmen in Betracht, vom Kauen von zuckerfreiem Kaugummi bis hin zu Medikamenten.
Klappt das gar nicht und bleibt der Mund trocken, hilft "künstlicher Speichel": Die behandelnden Ärzte können beraten, welche Produkte als Arzneimittel oder Medizinprodukte geeignet sind. Weitere Behandlungsverfahren sind bislang eher experimentell, oder sie konnten ihre Wirksamkeit in klinischen Studien noch nicht belegen.

Bei Schwerkranken ist vor allem eine gute pflegerische Versorgung wichtig: Hilfe beim Trinken und bei der Mundpflege, und bei Bedarf ebenfalls das regelmäßige Befeuchten des Mundes oder künstlicher Speichel.