© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Diese Seiten sind Ausdrucke aus www.krebsinformationsdienst.de, den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum. Mehr über den Krebsinformationsdienst und seine Angebote lesen Sie auf unseren Internetseiten. Am Telefon stehen wir Ihnen täglich von 8.00 bis 20.00 für Fragen zur Verfügung, unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 – 420 30 40. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Bitte beachten Sie: Internet-Informationen sind nicht dazu geeignet, die persönliche Beratung mit behandelnden Ärzten oder gegebenenfalls weiteren Fachleuten zu ersetzen, wenn es um die Diagnose oder Therapie einer Krebserkrankung geht. Die vorliegenden Informationen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte, unabhängig von Form, Zeit oder Medium bedarf der schriftlichen Zustimmung des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum.

Ursprüngliche Adresse dieses Ausdrucks: https://www.krebsinformationsdienst.de


Aktuelles

Linktipp: Geoportal des Bundesamtes für Strahlenschutz

Strahlenschutzdaten für ganz Deutschland auf einer interaktiven Karte

Wie hoch ist die Strahlenbelastung in meinem Trinkwasser? Sind Lebensmittel wie bespielsweise Pilze aus dem naheliegenden Wald mit radioaktiven Substanzen belastet? Muss ich mir um die Radonbelastung in meinem Haus Sorgen machen? Wer solche Fragen hat, kann das Geoportal des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) nutzen. Auf einer interaktiven Karte können Nutzer deutschlandweit Daten aus ihrer Region abrufen: www.imis.bfs.de/geoportal/.
Verschiedenste Messdaten können angezeigt werden: Sowohl von natürlichen Strahlenquellen wie dem radioaktiven Gas Radon, als auch von "menschengemachten" wie bespielsweise Substanzen, die noch vom Reaktorunfall in Tschernobyl stammen.

Woher kommen diese Daten?

Das BfS und weitere Behörden überwachen kontinuierlich die Umweltradioaktivität. Dafür gibt es verschiedene Messnetze, die flächendeckend über ganz Deutschland verteilt sind. Sie messen zum Beispiel die Hintergrundstrahlung, der man an einem bestimmten Ort ausgesetzt ist. Außerdem werden regelmäßig Proben aus Böden, Trinkwasser und verschiedenen Nahrungsmitteln untersucht.

Anwendung: Ist die Belastung in meiner Region besonders hoch und muss ich etwas beachten?

Geoportal des Bundesamtes für Strahlenschutz © Bundesamt für Strahlenschutz

Ionisierende Strahlung natürlichen und künstlichen Ursprungs gilt als Krebsrisikofaktor. Das tatsächliche Risiko hängt stark davon ab, welcher Strahlendosis man ausgesetzt war. Gegen viele natürliche Strahlenquellen kann und muss man nichts unternehmen: Sie gehören zur Umwelt, in der wir leben.

Es gibt allerdings Ausnahmen: Bespielsweise ist die Belastung mit dem radioaktiven Gas Radon in manchen Regionen Deutschlands höher als in anderen. In diesen Regionen kann es sinnvoll sein, die tatsächliche Belastung in Wohnräumen zu testen. Sie hängt unter anderem von baulichen Voraussetzungen ab. Und man kann durch Sanierungsmaßnahmen oder häufiges intensives Lüften Abhilfe schaffen.

Ein anderes Beispiel ist die Belastung von Wildbret und Pilzen mit radioaktiven Substanzen, die durch den Reaktorunfall in Tschernobyl in die Umwelt gelangt sind. Auch hier unterscheidet sich die Belastung von Region zu Region in Deutschland deutlich, besonders betroffen sind Südbayern und der Bayerische Wald. Das BfS rät: Wer seine persönliche Belastung verringern möchte, sollte in den höher belasteten Gebieten auf den Genuss selbst erlegten Wildes und selbst gesammelter Pilze verzichten.

Hintergrund: Welcher Strahlenbelastung ist man normalerweise ausgesetzt?

Die Strahlenbelastung, der ein Mensch ausgesetzt ist, wird von seinem Wohnort, sowie von Ernährungs- und Lebensgewohnheiten bestimmt. Einen wichtigen Anteil trägt das radioaktive Gas Radon bei, das über die Atemluft in den Körper gelangt. Außerdem nimmt man mit der Nahrung kleinste Mengen radioaktiver Substanzen auf. Eine weitere Komponente ist die kosmische Strahlung, die uns aus dem Weltraum erreicht. Hinzu kommt die Strahlung aus Gesteinen und Böden und den daraus hergestellten Baumaterialien.

Zur persönlichen Strahlenbelastung beitragen können außerdem medizinische Anwendungen, zum Beispiel Röntgenuntersuchungen oder Strahlentherapien.