© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Diese Seiten sind Ausdrucke aus www.krebsinformationsdienst.de, den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum. Mehr über den Krebsinformationsdienst und seine Angebote lesen Sie auf unseren Internetseiten. Am Telefon stehen wir Ihnen täglich von 8.00 bis 20.00 für Fragen zur Verfügung, unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 – 420 30 40. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Bitte beachten Sie: Internet-Informationen sind nicht dazu geeignet, die persönliche Beratung mit behandelnden Ärzten oder gegebenenfalls weiteren Fachleuten zu ersetzen, wenn es um die Diagnose oder Therapie einer Krebserkrankung geht. Die vorliegenden Informationen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte, unabhängig von Form, Zeit oder Medium bedarf der schriftlichen Zustimmung des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum.

Ursprüngliche Adresse dieses Ausdrucks: https://www.krebsinformationsdienst.de


Aktuelles

ThemenCheck Medizin: Fragen an die Wissenschaft

Beim IQWiG können Interessierte noch bis Ende Juli Vorschläge für künftig zu bewertende Verfahren einreichen

Was bringt eine bestimmte Untersuchung wirklich? Welche Vor- und Nachteile hat eine neue Behandlungsmethode? Für diese Fragen ist in Deutschland das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Medizin zuständig, das IQWiG. Doch welche der vielen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sollen wissenschaftlich bewertet werden? Welche dringenden Fragen sind bisher auch aus medizinisch-wissenschaftlich Sicht offen? Interessierte können noch bis Ende Juli Vorschläge beim "ThemenCheck Medizin" (www.themencheck-medizin.iqwig.de) einreichen. Das IQWiG wählt dann bis zu fünf Themen aus, die in der nächsten Zeit bearbeitet werden.

HTA-Berichte: Grundlage für Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung

Für die Bearbeitung der offenen Fragen werden wissenschaftliche Teams ausgewählt, die das verfügbare Wissen zum jeweiligen Thema zusammentragen sollen: Ist ein neues Verfahren besser als das bisherige? Was sind seine Vor- und Nachteile? Eine Rolle spielt auch, wie sicher und wirtschaftlich es ist. Auch ethische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte sollen berücksichtigt werden.

Am Ende steht ein sogenannter HTA-Bericht. HTA steht für "Health Technology Assessment", zu Deutsch die wissenschaftliche Bewertung von Gesundheitstechnologien. Solche HTA-Berichte dienen als Grundlage für Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung. Zusätzlich zu diesem umfassenden Bericht soll es eine leicht verständliche Kurzfassung geben.

Welche Verfahren werden bewertet? Grundsätzlich sind alle Themen geeignet, die die Gesundheitsversorgung betreffen: von Vorsorgemaßnahmen und Früherkennung über Diagnostik, medizinischer Behandlung bis hin zur Rehabilitation.

Was kann nicht berücksichtigt werden? Fragen zur persönlichen Krankheitsgeschichte können in einem HTA-Bericht nicht beantwortet werden. Ebenso geht es nicht um die Bewertung des Nutzens oder der Risiken von Arzneimitteln, dafür gibt es andere Bewertungsverfahren.

Wo kann man seine Vorschläge einreichen? Dafür hat das IQWIG die Plattform "ThemenCheck Medizin" geschaffen: Über ein Internet-Formular kann man seinen Vorschlag senden. Dafür muss man einen Zugang anfordern, mehr dazu unter www.themencheck-medizin.iqwig.de/de/das-verfahren/vorschlaege-machen.68.html.

Diese fünf Themen werden schon bearbeitet

Bereits letztes Jahr gab es die erste Runde für Vorschläge. Ausgewählt wurden Fragestellungen zur Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, zu Depression und Angsstörungen sowie zur Wirbelsäulenverkrümmung. Auch ein Thema aus dem Bereich Krebsbehandlung wird bereits bearbeitet: Dabei geht es um die Frage, ob eine begleitende Musiktherapie bei Krebspatienten zu besseren Behandlungsergebnissen führt, und ob sie einen Einfluss auf die Lebensqualität Betroffner und die Begleitsymptome einer Krebserkrankung und -therapie hat.

Die HTA-Berichte zu diesen ersten fünf Themen sollen ab 2018 veröffentlicht werden.