© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Diese Seiten sind Ausdrucke aus www.krebsinformationsdienst.de, den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum. Mehr über den Krebsinformationsdienst und seine Angebote lesen Sie auf unseren Internetseiten. Am Telefon stehen wir Ihnen täglich von 8.00 bis 20.00 für Fragen zur Verfügung, unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 – 420 30 40. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Bitte beachten Sie: Internet-Informationen sind nicht dazu geeignet, die persönliche Beratung mit behandelnden Ärzten oder gegebenenfalls weiteren Fachleuten zu ersetzen, wenn es um die Diagnose oder Therapie einer Krebserkrankung geht. Die vorliegenden Informationen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte, unabhängig von Form, Zeit oder Medium bedarf der schriftlichen Zustimmung des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum.

Ursprüngliche Adresse dieses Ausdrucks: https://www.krebsinformationsdienst.de


Archiv

Hodenkrebs – Urologen raten jungen Männern zur Selbstuntersuchung

Aufklärungswoche der deutschen Fachgesellschaft und des Berufsverbands

Eine ganze Woche lang wollen Deutschlands Urologen über Hodenkrebs aufklären: Vom 27. bis zum 31. März 2017 soll die Themenwoche der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) zusammen mit dem Berufsverband Deutscher Urologen (BDU) dauern.
Los geht es am Montag mit dem Launch der Internetseite www.hodencheck.de (online ab 27.03.2017). In den Tagen darauf soll ein Video-Clip auf YouTube erscheinen und eine Graffiti-Aktion im Internet stattfinden. Experten stehen in Interviews und einem Chat Rede und Antwort unter www.urologenportal.de.

Letzte ärztliche Untersuchung mit knapp 14 Jahren

Urologische Themenwoche Hodenkrebs © Deutsche Gesellschaft für Urologie
Urologische Themenwoche Hodenkrebs © Deutsche Gesellschaft für Urologie

Die diesjährige urologische Themenwoche widmet unter anderem den Risiken, die zu einer Hodenkrebs-Erkrankung führen können. Vor allem aber wollen die Ärzte und Ärztinnen alle Jungen und Männer zwischen 14 und 45 Jahren dazu aufrufen, sich regelmäßige selbst auf Veränderungen am Hoden hin zu untersuchen. Denn wenn Hodenkrebs in einem frühen Stadium erkannt wird, ist er fast immer heilbar. Doch das Thema Hodenkrebs hätten viele noch gar nicht "auf dem Schirm", so die Begründung für die Themenwoche.

Hodenkrebs gehört in Deutschland zwar zu den seltenen Tumorarten. Jedes Jahr erkranken etwa 4.000 Männer neu daran – im Vergleich zu Krebsarten wie Prostatakrebs oder Lungenkrebs sind das nicht viele. Aber im Alter zwischen 25 und 45 Jahren ist Hodenkrebs damit der häufigste bösartige Tumor bei Männern.

Die letzte ärztliche Untersuchung der Hoden steht Jungen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren zu. Sie findet im Rahmen der Jugendgesundheitsuntersuchung statt, der J1. Danach haben Männer erst wieder ab dem 45. Lebensjahr Anspruch auf eine Kontrolle, bei der gesetzlichen Krebsfrüherkennung. In der Zeit dazwischen empfiehlt die DGU die Selbstuntersuchung.

So geht die Selbstuntersuchung

Und das raten die Urologen Männern zwischen dem 14. und 45. Lebensjahr zur Früherkennung von Hodenkrebs:

Abtasten und Betrachten

  • Jungen und Männer sollen ihren Hoden einmal im Monat selbst untersuchen.
  • Dazu betastet man den Hodensack und die Hoden in der geöffneten Handfläche von unten und bewegt sie leicht auf und ab.
  • Dann rollt man die Hoden einzeln zwischen Daumen sowie Zeige- und Mittelfinger hin und her.
  • Im Anschluss erfolgt noch der Blick auf den Hodensack im Spiegel.

Auffällige Veränderungen

  • Veränderungen können eine einseitig schmerzlose Vergrößerung oder eine Verhärtung des Hodens sein.
  • Auch kleine, harte schmerzlose Knoten auf dem Hoden sind verdächtig.
  • Des Weiteren kann ein Schweregefühl oder ein Ziehen im Hodenbereich vorkommen.
  • Auch eine Schwellung des Hodensacks ist möglich.
  • Die Nebenhoden können leicht mit Auffälligkeiten verwechselt werden. Sie liegen wie eine Mütze oben auf den Hoden und an der Außenseite.

Wer Veränderungen an den Hoden feststellt, sollt diese von einem Urologen abklären lassen.