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Mangelnde Beteiligung – große deutsche Prostatakrebs-Studie abgebrochen

Verantwortliche erklären PREFERE-Studie zum 31. Dezember 2016 für beendet

Die groß angelegte deutsche PREFERE-Studie zur Behandlung von Prostatakrebs im frühen Stadium läuft zum 31. Dezember 2016 aus. Das haben die Träger der Studie, die Deutsche Krebshilfe sowie die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, bekanntgegeben. Damit geht die Studie nach gerade einmal vier Jahren vorzeitig zu Ende.

Als Grund für den Abbruch nennen die Träger den Teilnehmermangel: Es sei nicht gelungen, die für eine statistisch belastbare Aussage benötigte Anzahl von Probanden für die Studie zu gewinnen. Den 343 Patienten, die sich bisher bereiterklärt hätten, an der Studie teilzunehmen, entstehe durch das Studienende kein Nachteil, so die Träger. Ihre langfristige medizinische Betreuung und Beobachtung werde sichergestellt.

Vier Behandlungsmethoden sollten verglichen werden

Lexikon

PREFERE = Präferenzbasierte randomisierte Studie zur Evaluation von vier Behandlungsmodalitäten bei Prostatakarzinom mit niedrigem und "frühem intermediären" Risiko

Gestartet war die Studie im Januar 2013. Sie war vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eingefordert worden, dem obersten Gremium, das in Deutschland über die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherungen entscheidet. Denn es ist offen, welche der möglichen Therapien bei kleinen, noch auf die Prostata begrenzten Tumoren betroffenen Männern am meisten nützt und gleichzeitig am wenigsten schadet.

Zu Beginn der Studie sah das Protokoll vor, innerhalb von vier bis fünf Jahren 7.600 Patienten mit Prostatakrebs im frühen Stadium in die Studie aufzunehmen. Diese hätten dann für mindestens 13 Jahre beobachtet werden sollen. Ziel war es, die vier infrage kommenden Behandlungsmethoden bei Prostatakrebs im frühen Stadium miteinander zu vergleichen – Operation, konventionelle Bestrahlung von außen, Brachytherapie als Bestrahlung von "innen" und aktive Überwachung. Geklärt werden sollte dadurch die Frage, ob einzelne Behandlungsmethoden im Hinblick auf Heilungschancen und Lebensqualität den anderen überlegen sind.



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