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Weniger Krebserkrankungen bei AIDS – aber keine Entwarnung

Trotz hochwirksamer Therapien beeinträchtigen auch heute noch zahlreiche gesundheitliche Probleme das Leben von HIV-Infizierten. Zumindest bei einer gesundheitlichen Frage gibt es jedoch gute Nachrichten. Die für eine AIDS-Erkrankung charakteristischen Krebserkrankungen sind seltener geworden, allen voran das Kaposi-Sarkom der Haut.

Welt-AIDS-Tag 2016 © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
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Grund ist vermutlich die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) und in der Folge eine verbesserte Immunfunktion trotz der Infektion mit dem Immunschwäche-Virus HIV. Seit den 1990er Jahren ist es so gelungen, Lebenserwartung und Lebensqualität von HIV-Infizierten extrem zu verbessern. Doch trotz dieses großen Erfolgs treten nach wie vor einige Krebsarten bei Infizierten und insbesondere bei Patienten, bei denen die Krankheit (AIDS) voll ausgebrochen ist, überdurchschnittlich häufig auf. Gerade weil die Lebenserwartung von HIV-Infizierten gestiegen ist, steigt auch ihr Krebsrisiko mit dem Alter, genau wie bei Nichtinfizierten.

Erkrankt ein HIV-positiver Patient an Krebs, kann zudem seine Behandlung erschwert sein – insbesondere dann, wenn sich die Krebstherapie auf das Immunsystem auswirkt. Auch Wechselwirkungen zwischen der weiter notwendigen HAART und einzelnen Krebsmedikamenten sind nicht ausgeschlossen.

Maßnahmen zur Vorbeugung und Früherkennung sind deshalb für HIV-Positive besonders wichtig. Schutz vor einzelnen Krebserkrankungen bieten etwa Impfungen gegen Hepatitisviren, die an der Entstehung von Leberkrebs beteiligt sind, und gegen Humane Papillomviren (HPV). Diese Viren können bei Frauen Gebärmutterhalskrebs und bei Frauen wie Männern weitere Krebsarten an Schleimhäuten auslösen. Je nach Immunstatus und allgemeiner gesundheitlicher Situation kann es sich auch lohnen, gemeinsam mit den behandelnden Ärzten über individuelle angepasste Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung zu sprechen.