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30 Jahre Krebsinformationsdienst

Wichtiger als je zuvor!

Jedes Jahr erkranken mehr Menschen an Krebs, 2015 waren es rund 490 000 neu Betroffene allein in Deutschland. So ist es nicht überraschend, dass auch der Bedarf nach zuverlässiger Information kontinuierlich steigt: Der Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums beantwortete im vergangenen Jahr rund 34.000 individuelle Anfragen aus ganz Deutschland – so viele wie nie zuvor! Jeden Monat informierten sich außerdem zwischen 450.000 und 635.000 Ratsuchende auf den Internetseiten www.krebsinformationsdienst.de. Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten und psychosoziale Berater nutzen und schätzen den Fachkreise-Service krebsinformationsdienst.med seit dem Jahr 2014.

Was Patienten fragen

Diagramm: Was Patienten fragen © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum, 2016
Was Patienten fragen: Brustkrebs- und Prostatakrebs weit vorne.

Dabei haben sich die Fragen seit 1986 kaum verändert: Die meisten Betroffenen und Angehörigen fragen nach aktuellen Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs und suchen nach konkreten Therapie- und Unterstützungsangeboten. Vor allem die häufigsten Krebsarten stehen im Fokus: Bei Frauen Brustkrebs, bei Männern Prostatakrebs. Auch wie der Alltag mit Krebs oder der Umgang mit Nebenwirkungen gelingen kann, oder wie sicher und wirksam alternative Methoden sind, fragen Betroffene am Hörer oder per E-Mail. Knapp 70 Ärzte und Ärztinnen sowie wissenschaftliche Mitarbeiter arbeiten beim KID. Um sicherzustellen, dass alle Anfragen evidenzbasiert beantwortet werden, recherchieren, bewerten und dokumentieren KID-Mitarbeiter die aktuellen medizinischen Standards und die neuesten wissenschaftlichen Daten. Über 30 Jahre hat der KID damit eine einmalige Wissensdatenbank aufgebaut. Sie ist der Garant für verlässliche Auskünfte nach dem neuesten Stand der medizinischen Erkenntnisse.

Deutschlandweit bekannt

Zunächst vor allem im Westen und Süden Deutschlands bekannt, nutzen den Krebsinformationsdienst zunehmend Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet. Dazu trägt auch die Zweigstelle des Krebsinformationsdienstes bei, die seit 2010 am UniversitätsKrebsCentrum in Dresden angesiedelt ist. "Im Norden und Osten Deutschlands haben wir unser Angebot im Jahr 2015 außerdem erfolgreich durch gezielte Außenwerbung bekannt gemacht", erläutert Dr. Susanne Weg-Remers, die Leiterin des Krebsinformationsdienstes. "Es ist uns wichtig, dass alle Ratsuchenden wissen, an wen sie sich jederzeit wenden können, um unabhängige und verlässliche Informationen zu erhalten."

Der KID im Internet

Noch vor 30 Jahren ein reiner Telefondienst, sind heute die Internetseiten fester und stark genutzter Bestandteil des KID-Angebots. Damit bedient der KID das aktuelle Bedürfnis, sich gerade bei Gesundheitsthemen zunächst im Internet zu informieren – und das auf konstant hohem Niveau. Auch die Nutzerzahlen der Internetseite www.krebsinformationsdienst.de steigen seit Jahren kontinuierlich an. Hier informieren sich die Ratsuchenden vor allem zu den Risiken und der Vorbeugung von Krebs, aber auch über das alltägliche Leben mit einer Erkrankung.

15 Jahre E-Mail-Service

Nachdem immer mehr schriftliche Anfragen den KID erreichten, richtete der Krebsinformationsdienst 2001 den E-Mail-Service ein – anfänglich mit nur zwei Ärztinnen. Seitdem hat das inzwischen neunköpfige E-Mail-Team rund 70.000 Anfragen beantwortet. Ratsuchende erhalten innerhalb von zwei Werktagen eine ausführliche und individuell erstellte schriftliche Antwort. Patientinnen und Patienten wie auch ihre Angehörigen schätzen den Service vor allem, um sich auf ein Arztgespräch vorzubereiten oder über eine Therapie zu entscheiden. Auch Fachkreise nutzen bevorzugt diesen Informationskanal, den sie rund um die Uhr erreichen können.

Speziell für Fachkreise

Eingerichtet im Jahr 2014 hat sich inzwischen auch der Fachkreise-Service krebsinformationsdienst.med bewährt: Ärzte, Pflegefachkräfte, Psychotherapeuten und psychosoziale Berater nutzten die spezielle Servicenummer 0800 – 430 40 50 oder die E-Mail-Adresse kid.med@dkfz.de rund 1.800 Mal im Jahr 2015. "Häufig fragen die Ärzte nach zusätzlichen Unterstützungsangeboten für ihre onkologischen Patienten, um diese besser versorgen zu können", so Dr. Weg-Remers. "Auch in diesem Bereich sind wir eine echte Hilfe, so jedenfalls die einhellige Rückmeldung der Nutzer des Fachkreise-Service."

 



 

 



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