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Bluttest zur Erkennung von Darmpolypen: Experten raten ab

Schon lange suchen Ärzte und Wissenschaftler nach vergleichsweise einfachen Bluttests zur Krebsfrüherkennung. In den letzten Monaten galt vor allem ein Test als vielversprechend und wurde in den Medien und im Internet beworben: Er sollte Darmpolypen mit sehr hoher Genauigkeit entdecken. Die Technik dahinter: Blutproben werden hocherhitzt und auf sogenannte Polypenspezifische Polymere hin untersucht. Die Leistungsfähigkeit des sogenannten PSP-Tests wurde Ende vergangenen Jahres sogar in einer Studie bestätigt. Dennoch raten Experten jetzt ganz klar vom Einsatz des Tests ab. Warum?

Ob der Test die Erkennung von Darmpolypen – also Vorstufen von Darmkrebs – wirklich ermöglicht, sei bisher nicht gut genug untersucht, so Fachleute von der Universität Leipzig in einer Stellungnahme. Sie zweifeln sogar daran, ob das Verfahren grundsätzlich als Diagnosemethode infrage kommt. Auch die Qualität der vor kurzem veröffentlichten Studie genüge nicht den wissenschaftlichen Anforderungen. Sie halten es daher nicht für vertretbar, dass dieser Test zur medizinischen Diagnostik herangezogen wird.

Anerkannte Untersuchungsverfahren

Worauf kann man sich dann verlassen, welche Methoden sind heute zur Früherkennung von Darmkrebs und seinen Vorstufen anerkannt? Was wird von der Krankenkasse bezahlt? Welche weiteren neuen Ansätze gibt es?
Der Krebsinformationsdienst hat Informationen zur Darmkrebs-Früherkennung zusammengestellt: Im Text "Darmkrebs: Früherkennung mit Stuhltest und Koloskopie" und im Informationsblatt "Wissenswertes zur Darmkrebs-Früherkennung" als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken. Warum es "den" Krebstest anhand einer Blutprobe auch in Zukunft nicht geben wird, erläutert der Text "Krebsmarker, Gentests, Tumormarker".