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Hormone in Fleisch und Milch: BfR gibt Antworten auf häufige Fragen

Stellen Hormone in Fleisch und Milch ein Gesundheitsrisiko dar? Erhöht sich durch den Verzehr dieser Lebensmittel das Risiko für hormonabhängige Krankheiten, etwa Brust- oder Prostatakrebs? In welchen Lebensmitteln kommen Hormone hauptsächlich vor? Wirken natürlich vorkommende Hormone anders als künstlich hergestellte Hormone? Antworten auf diese und weitere Fragen fasst das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) aktuell in einer Frage-Antwort-Liste auf seinen Internetseiten zusammen.

Hormone sind chemische Botenstoffe. In Fleisch und Milch kommen sie ganz natürlich vor: In Milch handelt es sich dabei zum Beispiel um weibliche Geschlechtshormone wie Östrogen oder Progesteron. Viele Verbraucher machen sich jedoch auch Sorgen um synthetische Hormone, die legal oder illegal durch Tierfutter, Tierarzneimittel oder unerlaubte Masthilfen in Fleisch und Milch gelangen könnten.

Glas mit Milch © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Steigt durch den Verzehr dieser Lebensmittel das Risiko für hormonabhängige Krebsarten, etwa Brust- oder Prostatakrebs? Wer Milch oder Milchprodukte in normalen Mengen zu sich nimmt, muss keine gesundheitlichen Risiken fürchten, so das BfR. Die vorliegenden wissenschaftlichen Daten geben gegenwärtig keinen Anlass für die Annahme eines relevanten Gesundheitsrisikos. Aufgrund strenger Gesetze und Kontrollen der Lebensmittelsicherheit in Deutschland und der EU ist in der Regel auch nicht davon auszugehen, dass Fleisch mit Hormonen belastet ist. Künstliche Hormone in der Tiermast anzuwenden, ist in der Europäischen Union verboten.