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Schwarzer Hautkrebs: Warum Rothaarige häufiger erkranken

Das weiß man schon lange: Menschen mit roten Haaren und heller Haut haben ein höheres Risiko als Dunkelhaarige, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken. Eine aktuelle Studie liefert nun Hinweise, warum das so ist: Die Wissenschaftler zeigen auf, welche molekularen Mechanismen an der Hautkrebsentstehung beteiligt sein könnten.
Verantwortlich für die Pigmentierung der Haut und der Haare sind Besonderheiten in einem bestimmten Eiweiß, dem sogenannten Melanocortin-1-Rezeptor (MC1R). Diese Eigenschaften führen dazu, dass bei Rothaarigen die Haut schlechter oder gar nicht bräunt.

MC1R wird hauptsächlich in den Pigmentzellen der Haut, den Melanozyten, gebildet. Dort wird es durch ultraviolette Strahlung (UV-B) aktiviert. Das Eiweiß bremst einen Signalweg, der die Zellteilung fördert. Die veränderte Variante bei Rothaarigen kann diese Aufgabe nicht ausreichend übernehmen. Die Zellteilung ist dadurch beschleunigt und die Wahrscheinlichkeit, dass Krebs entsteht, steigt.

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um Grundlagenforschung an Zellproben oder mit Mäusen. Welche Konsequenzen sich für die Vorbeugung oder Behandlung von schwarzem Hautkrebs ergeben können, ist noch nicht absehbar. Die Wissenschaftler betonen, dass weitere Studien nötig sind.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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