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DEGS-Studie: Die Mehrzahl der Deutschen fühlt sich gesund

Es gibt positive Signale, aber auch Warnzeichen - so fasst das Robert-Koch-Institut aktuelle Ergebnisse der deutschen "Studie zur Gesundheit Erwachsener – DEGS1" zusammen.

Für DEGS hatten sich seit 2008 über 7.200 Teilnehmer untersuchen lassen und auch Fragen beantwortet: ob sie sich gesund fühlen und wie sie ihre Lebensqualität einschätzen, welche Medikamente sie zur Vorbeugung oder gegen Erkrankungen verwenden. Auch die Teilnahme an Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung wurde erfasst.
Das Fazit der nun im "Bundesgesundheitsblatt" veröffentlichten Auswertungen: Die Mehrzahl der Deutschen fühlt sich gesund. Die eigene Einschätzung der Gesundheit hat sich insbesondere in den höheren Altersgruppen verbessert. Im Alltag eingeschränkt ist nur eine Minderheit der befragten Senioren. Ein Viertel der Erwachsenen gibt an, regelmäßig mindestens zwei Stunden pro Woche Sport zu treiben.

Die DEGS-Daten liefern neben Hinweisen auf positive Entwicklungen jedoch auch Warnzeichen. Zwei Beispiele: Die Zahl der Diabetiker ist in Deutschland im Vergleich zu früheren Untersuchungen angestiegen. Bei fast zwei Drittel der Deutschen liegt der Cholesterinwert über den empfohlenen Grenzwerten, bei einem Fünftel ist der Gesamtwert sogar deutlich zu hoch.

Krebsvorsorge: Teilnahmeraten steigen

Die Angebote zur Krebsfrüherkennung kennen 88,5 Prozent und damit etwa neun von zehn Frauen. Bei den Männern sind es 75,5 Prozent, also drei von vier. Ein insgesamt geringerer Anteil der Befragten in der Studie nutzte die Untersuchungen regelmäßig, nämlich 67,2 Prozent der Frauen und nur 40 Prozent der Männer.
Die DEGS-Untersuchung belegt im Vergleich zu früheren Studien aber einen Aufwärtstrend: Mit dem Alter steigen die Teilnahmeraten an und Männer holen auf.

Ob jemand über die "Krebsvorsorge" Bescheid weiß und eine informierte Entscheidung treffen kann, hängt allerdings auch von der jeweiligen sozioökonomischen Situation ab: Insbesondere besser gebildete Frauen mit höherem Einkommen wissen mehr über die Untersuchungen. Sie gehen auch häufiger zur Früherkennung als Frauen in schlechterer sozialer Lage.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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