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Brustkrebs: Deutschland hat nicht die höchste Sterberate

Das Robert-Koch-Institut nimmt Stellung zu Medienberichten, die Deutschland im EU-weiten Vergleich bei der Brustkrebssterblichkeit an der Spitze sehen. Grundlage für diese Berichte war ein Artikel einer Forschergruppe um Matteo Malvezzi in der Fachzeitschrift "Annals of Oncology". Darin prognostizieren die Wissenschaftler die Krebssterblichkeitsraten in Europa für das Jahr 2012. Als Basis für ihre Schätzung dienen dabei Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zu Todesursachen in der Bevölkerung innerhalb der letzten Jahre. Seit 1999 nimmt die Zahl der Menschen ab, die an Krebs sterben, berücksichtigt man bei der Berechnung den Einfluss der steigenden Lebenserwartung. Die Forscher führen dies auf bessere Vorbeugungs-, Behandlungs- und Früherkennungsmöglichkeiten zurück. Allerdings ist nach ihrer Schätzung im Vergleich zu anderen europäischen Ländern die Brustkrebs-Sterberate in Deutschland am höchsten. 

Das Robert-Koch-Institut merkt an, die Untersuchung vergleiche lediglich Ergebnisse aus sechs Ländern. Außerdem seien die Daten aus Deutschland älter als die aus den anderen Ländern. Der Rückgang der Brustkrebssterblichkeit habe sich aber – auch in Deutschland – deutlich positiver entwickelt, wie neuere Zahlen belegen. Somit liege die Sterberate bei Brustkrebs in Deutschland nur leicht über dem europäischen Durchschnitt und damit im Mittelfeld. Höhere Raten werden zum Beispiel für Dänemark, Großbritannien, Frankreich und Belgien prognostiziert. Insgesamt sei aber in allen Ländern für die Zukunft ein weiterer Abwärtstrend zu erwarten.



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