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Zum Welt-AIDS-Tag: HIV-Infektionen und Krebsrisiko

Am Samstag, den 1. Dezember, ist Welt-AIDS-Tag. Laut aktueller Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) sind in Deutschland etwa 78.000 Menschen mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) infiziert. Etwa 3.400 von ihnen haben sich in diesem Jahr neu mit HIV angesteckt. Und etwa 14.000 Betroffene wissen vermutlich noch nichts von ihrer Infektion. Was kann Jahre nach der Entdeckung der HI-Viren auf Betroffene zukommen? Stimmt es, dass AIDS-Patienten oft auch an Krebs erkranken?

HIV-Infektion erhöht Krebsrisiko

Eine HIV-Infektion beeinträchtigt das Immunsystem. Sie kann zur Erkrankung AIDS führen (Aquired Immune Deficiency Syndrom, erworbenes Immunschwäche-Syndrom). Was die meisten Menschen heute wissen: AIDS-Patienten sind anfälliger für Infektionen mit Keimen, die Gesunden in der Regel keine Probleme bereiten. Weniger bekannt ist: Auch das Krebsrisiko steigt, zumindest das für einige Tumorarten.
Es gibt jedoch auch eine gute Nachricht: Die moderne antiretrovirale Therapie senkt auch das Risiko, an solchen AIDS-typischen Tumoren zu erkranken, wie etwa Kaposi-Sarkomen. Etwa 50.000 HIV-Infizierte in Deutschland erhalten derzeit eine solche Therapie, so das RKI. Mit der verbesserten Behandlung ist es seit den 1990er Jahren in den westlichen Industrieländern gelungen, die Lebenserwartung von HIV-infizierten Menschen zu steigern. Die Weltgesundheitsorganisation WHO weist nun allerdings darauf hin, dass mit der gestiegenen Lebenserwartung von HIV-Infizierten inzwischen ihr Risiko steigt, auch an anderen Krebsarten zu erkranken. Dazu gehören Krebsarten, von denen vorwiegend ältere Menschen betroffen sind. HIV-Infizierte sollten deshalb mit ihrem Arzt Rücksprache halten, welche Krebsfrüherkennungsmaßnahmen für sie sinnvoll sind.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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