© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Diese Seiten sind Ausdrucke aus www.krebsinformationsdienst.de, den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum. Mehr über den Krebsinformationsdienst und seine Angebote lesen Sie auf unseren Internetseiten. Am Telefon stehen wir Ihnen täglich von 8.00 bis 20.00 für Fragen zur Verfügung, unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 – 420 30 40. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Bitte beachten Sie: Internet-Informationen sind nicht dazu geeignet, die persönliche Beratung mit behandelnden Ärzten oder gegebenenfalls weiteren Fachleuten zu ersetzen, wenn es um die Diagnose oder Therapie einer Krebserkrankung geht. Die vorliegenden Informationen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte, unabhängig von Form, Zeit oder Medium bedarf der schriftlichen Zustimmung des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum.

Ursprüngliche Adresse dieses Ausdrucks: https://www.krebsinformationsdienst.de


Aktuelles

Individuelle Gesundheitsleistungen: Selbst zahlen beim Arzt?

Was Sie über IGeL in der Krebsmedizin wissen sollten

Vielen Menschen sind von ihren Ärzten schon mal Gesundheitsleistungen angeboten worden, für die sie selbst zahlen sollten. Die wichtigste Frage ist dann: Soll ich das machen? Ist das sinnvoll?

Prinzipiell gilt: Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) sind nicht zwingend medizinisch notwendig, sondern "Extras". Das ist auch der Grund dafür, dass die gesetzliche Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt.
Wie es mit der Kostenübernahme durch private Krankenversicherungen aussieht, müssen Sie erfragen: Dort gilt der jeweilige Vertrag, den Sie mit der Kasse abgeschlossen haben.

Beispiele für IGeL in der Krebsmedizin sind:

  • der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs
  • der vaginale Ultraschall zur Früherkennung von Eierstock- und Gebärmutterkörperkrebs
  • viele komplementäre und alternative Therapien für Krebspatienten

Fragen Sie nach!

Frau bekommt vom Arzt ihren Befund erklärt © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Ihr Arzt sollte Sie über Nutzen und Risiken der IGeL aufklären. © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, ob Sie eine solche Untersuchung oder Behandlung durchführen lassen sollen, dann informieren Sie sich gut:

  • Arzt oder Ärztin sind verpflichtet, Sie ausführlich über Nutzen und Risiken des Verfahrens aufzuklären.
  • Zu den Kosten sollten Sie eine schriftliche Information erhalten.
  • Nutzen Sie weitere Informationsquellen: Fragen Sie zum Beispiel bei Ihrer Krankenkasse nach, warum das Verfahren nicht bezahlt wird. Eine Bewertung häufig angebotener IGeL bietet auch der IGeL-Monitor des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (www.igel-monitor.de).

Wenn Sie sich als gesetzlich Versicherter für eine IGeL entscheiden, dann müssen Sie Ihre Einwilligung schriftlich geben: Ihr Arzt ist verpflichtet, einen Vertrag mit Ihnen abzuschließen. Nach der Untersuchung sollten Sie eine nachvollziehbare Rechnung erhalten.

Wichtig ist: Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidung! IGeL sind normalerweise nicht dringend – Sie haben ausreichend Bedenkzeit.