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Immuntherapie gegen Krebs: Wundermittel oder Hype?

Was können Betroffene davon erwarten?

Immuntherapien gegen Krebs: Immer mehr Medienberichte machen Hoffnung, auch vielen bisher als unheilbar geltenden Krebspatienten. Im Jahr 2013 wurde die Immuntherapie vom Fachmagazin "Science" sogar als "Durchbruch des Jahres" gefeiert. Kann man mit Immuntherapien tatsächlich Krebs heilen? Werden sie in Zukunft Chemotherapie und Co. ersetzen? Und ist eine Immuntherapie im Vergleich die "sanftere Therapie"? Der Krebsinformationsdienst hat die wichtigsten Fakten in einem neuen Text auf seinen Internetseiten zusammengestellt.

Neuartige Wirkstoffe sind vielversprechend

Lymphozyten greifen Krebszelle an © Juan Gärtner/fotolia
Immunzellen greifen eine Krebszelle an © Juan Gärtner/fotolia

Tatsächlich gab es in den vergangenen Jahren mehrere neue Immuntherapie-Medikamente, die zur Krebsbehandlung zugelassen wurden. Die meisten davon sind sogenannte Checkpoint-Inhibitoren: Diese Medikamente richten sich gegen Bremsen im Immunsystem. Dadurch greift die körpereigene Abwehr den Tumor verstärkt an. Die Ergebnisse, die mit diesen Medikamenten erreicht wurden, machen Hoffnung: Manche Betroffenen mit einer weit fortgeschrittenen Krebserkrankung leben auch nach mehreren Jahren noch – was ohne die neuen Therapien rein statistisch eher nicht zu erwarten gewesen war.

Allerdings kommen Checkpoint-Hemmer bei Weitem nicht für jeden Patienten infrage: Sie sind bis jetzt nur zur Behandlung weniger Tumorarten zugelassen, zum Beispiel Hautkrebs, Lungenkrebs und Nierenzellkrebs. Und auch Betroffene, die mit einem Checkpoint-Inhibitor behandelt werden können, haben keine Garantie: Die Medikamente wirken nur bei einem Teil der Patienten. Warum das so ist, weiß man bisher nicht in allen Details. Unklar ist bisher auch, ob Checkpoint-Inhibitoren Krebspatienten mit anderen Tumorarten helfen können.

Noch sind viele Fragen offen

Für viele weitere Ansätze aus dem Bereich der Immuntherapie gilt Ähnliches: Noch sind viele Fragen nicht vollständig geklärt. In manchen Bereichen gibt es vielversprechende erste Ergebnisse. Bei anderen Ansätzen fehlen noch klinische Studien, mit denen erste Erfolge im Reagenzglas auch auf ihre Tauglichkeit für die Therapie im Alltag geprüft werden. Und manche vielversprechenden Wirkstoffe haben die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllt.

Welche Ansätze erforscht werden, welche Medikamente zugelassen sind und für wen sie infrage kommen, darum geht es auch in einem aktuellen Text auf unseren Internetseiten. Fragen zum Thema beantwortet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums auch am Telefon oder per E-Mail.