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Nierenzellkrebs © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Nierenzellkrebs

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Nierenzellkrebs: Symptome, Diagnose und Behandlung

Letzte Aktualisierung: 07.12.2017

Die meisten Krebserkrankungen der Niere sind sogenannte Nierenzellkarzinome, früher auch als Hypernephrom bezeichnet. Auch der Begriff Nierenkarzinom wird  verwendet. Der folgende Text bietet Patienten, ihren Angehörigen und allen Interessierten einen Überblick über die wesentlichen Fakten zu Nierenzellkrebs. Genannt sind zudem Ansprechpartner sowie Links zu weiteren Informationsquellen.
Für Fragen, die über diesen allgemein gehaltenen Überblick hinaus gehen, steht der Krebsinformationsdienst auch am Telefon oder per E-Mail zur Verfügung. Wichtig für Patienten: Die hier vermittelten Informationen können eine persönliche Beratung durch die behandelnden Ärzte ergänzen, jedoch nicht ersetzen.

Als Nierenkrebs im engeren Sinn gelten die Nierenzellkarzinome, auch als Hypernephrom bezeichnet. 96 von 100 Patienten in Deutschland mit Nierenkrebs haben ein Nierenzellkarzinom.
Die Statistik zeigt, dass Nierenzellkarzinome im Vergleich zu anderen Tumorarten eher selten sind: Für 2020 erwarten die Experten der Krebsregister, dass etwa 9.700 Männer und 5.700 Frauen erstmals die Diagnose erhalten werden.
Bei Kindern kann Nierenkrebs ebenfalls auftreten, wenn auch noch deutlich seltener. Bei ihnen handelt sich es dann allerdings um eine andere Krebsart: einen Wilms-Tumor, auch Nephroblastom genannt. Wichtige Ansprechpartner für betroffene Eltern bietet ein eigener Text "Krebs bei Kindern".

Risikofaktoren: Was kann bei Erwachsenen ein Nierenzellkarzinom auslösen?

Bei vielen Patienten lässt sich im Nachhinein nicht klären, was bei ihnen ein Nierenzellkarzinom ausgelöst hat. Als vermeidbare Risikofaktoren gelten vor allem Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck. Eine chronische Nierenschädigung und Nierenversagen steigern das Risiko ebenfalls. Auch Menschen mit einigen sehr seltenen vererbbaren Erkrankungen sind gefährdet. Zudem scheint mangelnde körperliche Aktivität das Risiko zu erhöhen, an Nierenkrebs zu erkranken.

Typische Warnzeichen fehlen oft: Tumoren nicht selten ein Zufallsbefund

Gezielte Früherkennungsuntersuchungen, die sich für alle Gesunden eignen würden, gibt es bisher nicht. Bei mehr als der Hälfte der Patienten entdecken Ärzte das Nierenzellkarzinom per Zufall: Meist geschieht das im Rahmen einer bildgebenden Untersuchung wegen einer anderen Frage, etwa einer Ultraschalluntersuchung.

Wirklich typische Symptome und Warnzeichen treten nicht auf. Meist machen erst fortgeschrittene, größere Tumoren der Niere eindeutige Beschwerden: Schmerzen in der Nierengegend, die bis in den Rücken ausstrahlen können, oder Blut im Urin. Große Tumoren lassen sich unter Umständen tasten.

Steht der Verdacht eines Nierenkarzinoms im Raum? Dann klären die Ärzte ab, wie groß der Tumor ist, und ob er sich auf andere Organe und Gewebe ausgebreitet hat.

Operation: Individuelle Planung wichtig

Welche Behandlung kommt infrage? Das hängt vom Stadium der Erkrankung und auch dem persönlichen Allgemeinzustand ab. Auch die Gewebeuntersuchung gibt Aufschluss darüber, was bei einem Betroffenen am besten helfen würde. Sie zeigt, ob es sich tatsächlich um Nierenkrebs handelt, wie bei neun von zehn Betroffenen. Anders sieht es aus, wenn es ein Urothelkarzinom ist, wie es auch im Nierenbecken, in der Blase und den gesamten weiteren Harnwegen auftreten kann. Diese Tumoren werden insgesamt eher wie Blasenkrebs behandelt.   

Was können die Ärzte gegen Nierenkrebs tun?
Bei vielen Patienten wird der Tumor in einer Operation entfernt. Bei einigen, aber nicht allen Betroffenen können die Ärzte dabei sogar die Niere erhalten.

Nur Patienten mit einem kleinen Tumor in der Niere benötigen unter Umständen keine Operation: Wächst der Tumor sehr langsam, können manche Betroffen mit dem Tumor leben. Das ist vor allem bei Patienten sinnvoll, bei denen eine Operation ein großes gesundheitliches Risiko wäre. Wichtig ist für sie, dass die behandelnden Ärzte das Tumorwachstum regelmäßig kontrollieren.

Bei der Mehrzahl der Betroffenen mit Nierenkrebs lässt die Krankheit kein Abwarten zu. Steht eine Operation an, prüfen die Ärzte zunächst, ob die gesamte betroffene Niere entfernt werden muss, oder ob es gelingen könnte, nur den Tumor mit den angrenzenden Gewebeteilen herauszuschneiden.

Für manche Patienten mit einem kleinen Tumor besteht dann auch die Möglichkeit, die Geschwulst minimal-invasiv entfernen zu lassen. Das bedeutet, dass keine offene Operation notwendig ist. Für dieses Verfahren genügen kleine Hautschnitte. Eine weitere Alternative: Ebenfalls ohne offene Operation, nur über kleine Hautschnitte können die Ärzte ein Hitze- oder auch eine Kältequelle direkt in den Tumor platzieren. Dann wird das Tumorgewebe nicht herausgeschnitten, sondern durch Hitze zerstört oder vereist.

Bei größeren oder ungünstig gelegenen Nierenzellkarzinomen ist ein minimal-invasiver Eingriff jedoch nicht möglich: Viele Betroffene müssen damit rechnen, dass die Ärzte den Tumor nur in einer offenen Operation vollständig entfernen können, zusammen mit der betroffenen Niere.

Medikamente bei fortgeschrittener Erkrankung

Für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs, der bereits Metastasen in anderen Organen gebildet hat, kommt eine Operation eher selten infrage. Die Ärzte können zwar einen einzelnen Tumor in der Niere unter Umständen entfernen.
Liegen nur einzelne Metastasen vor, lassen sie sich eventuell ebenfalls entfernen. Damit wird die Zahl der Krebszellen im Körper zwar deutlich verringert. Um das Tumorwachstum aufzuhalten, reicht die Operation bei fortgeschrittenem Nierenkrebs aber nicht aus.

Für Betroffene stellt eine medikamentöse Therapie meist die bessere Behandlungsmöglichkeit dar. Sie kann das Tumor- und das Metastasenwachstum zumindest längere Zeit eindämmen.
Die medikamentöse Therapie setzt heute vor allem auf sogenannte zielgerichtete Medikamente. Studien konnten zeigen, dass sie die Überlebenszeit Betroffener mit fortgeschrittenem klarzelligen Nierenzellkarzinom verbessern. Einen weiteren Fortschritt stellen neue spezifische Medikamente zur Immuntherapie dar, die das Immunsystem bei der Bekämpfung von Tumorzellen unterstützen.

Zielgerichtete Medikamente haben weniger belastende Nebenwirkungen als die lange Zeit gängige, alleinige Immuntherapie mit Zytokinen. Ganz ohne Nebenwirkungen ist die Therapie jedoch nicht.

Eine Chemotherapie, wie sie bei vielen anderen Tumorarten üblich ist, zeigt in der Behandlung bei Nierenzellkarzinom keinen Erfolg.

Nebenwirkung der medikamentösen Therapie

Auch wenn die neueren, zielgerichteten Medikamente im Vergleich zu früheren Therapien besser verträglich sind, ganz ohne Nebenwirkungen sind auch diese Behandlungsmöglichkeiten nicht. Viele Betroffene leiden zum Beispiel unter Haut- und Schleimhautproblemen oder Verdauungsbeschwerden. Auch Müdigkeit und Schwäche können typische Nebenwirkungen der medikamentösen Therapie bei fortgeschrittenem Nierenzellkrebs sein.

Unterstützung, Begleitung, Betreuung

Wichtigster Ansprechpartner für Patienten mit Nierenzellkarzinom sind ihre behandelnden Ärzte – entweder in der Facharztpraxis oder in den Ambulanzen spezialisierter Kliniken. Es gibt jedoch noch eine ganze Reihe weiterer Anlaufstellen, wenn es um die Bewältigung der Erkrankung und das Leben mit Krebs im Alltag geht: Dazu gehören Krebsberatungsstellen, Psychoonkologen, Fachleute für sozialrechtliche Fragen und weitere spezialisierte Angebote.



Im Jahr 2016 erkrankten in Deutschland etwa 5.360 Frauen und 9.280 Männer an einer bösartigen Neubildung der Niere. Bei 96 von 100 erwachsenen Patienten handelte es sich dabei um ein Nierenzellkarzinom, andere Krebsformen der Niere sind seltener. Für das Jahr 2020 rechnen die Ärzte mit einem Anstieg der Erkrankungsrate sowohl bei Frauen als auch bei den Männern. Rechnet man jedoch das Alter der Betroffenen mit ein, sind die Zahlen seit einigen Jahren vergleichsweise konstant.

Junge Menschen sind sehr selten von Nierenzellkarzinomen betroffen, die Erkrankung wird erst in der zweiten Lebenshälfte wahrscheinlicher: Frauen sind bei der Diagnose im Mittel etwa 72 Jahre, Männer 68 Jahre alt.

Diese Daten veröffentlichen die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister (www.gekid.de) und das Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut (www.krebsdaten.de) in der Broschüre "Krebs in Deutschland 2015/2016". Die vollständige Broschüre ist abrufbar unter www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/
Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_inhalt.html.

Niere © MediDesign Frank Geisler
Niere mit Nebenniere, im Ausschnitt ein Nephron © Medi Design Frank Geisler

Die Niere ist ein bohnenförmiges Organ, das auf der Rückseite des Körpers liegt, genauer: im hinteren Bauchraum unterhalb des zwölften Brustwirbels. Gesunde Menschen besitzen praktisch immer zwei Nieren, eine in der linken und eine in der rechten Körperhälfte.

Die Hauptaufgabe der Niere ist es, das Blut zu reinigen und den Urin zu bilden. Die Niere kann anhand ihrer Struktur unterteilt werden: in das Nierengewebe und das Nierenbecken. Die eigentliche Aufgabe der Niere übernehmen innerhalb des Nierengewebes die sogenannten Nephrone. In diesen röhrenförmigen Untereinheiten werden Stoffwechselprodukte, Giftstoffe und überflüssiges Wasser aus dem Blut gefiltert. Der so gebildete Urin sammelt sich im Nierenbecken. Von dort gelangt er durch den Harnleiter zur Blase und kann über die Harnröhre ausgeschieden werden.

Bei den meisten Patienten finden sich Tumoren im Nierengewebe. Diese Tumoren werden als Nierenzellkarzinome bezeichnet. Auch sie lassen sich noch weiter unterteilen: Das häufigste Nierenzellkarzinom ist das sogenannte klarzellige Nierenkarzinom, von dem 80 bis 90 Prozent der Patienten mit Nierenzellkarzinom betroffen sind.

Tumoren des Nierenbeckens und der Harnleiter, sogenannte Urothelkarzinome, sind seltener. Fachleute zählen sie zu den Krebserkrankungen der Harnwege, sie werden auch so behandelt. Auch Sarkome oder Lymphome können in der Niere entstehen, sie werden ebenfalls anders behandelt als die Nierenzellkarzinome.

Bei Kindern sind Nierentumoren ebenfalls möglich, aber sehr selten. Dabei handelt es sich nicht um Nierenzellkarzinome, sondern häufig um den sogenannten Wilms-Tumor. Ausführliche Informationen für die Eltern und Familienangehörigen betroffener Kinder bietet das Kompetenznetz pädiatrische und hämatologische Onkologie unter www.kinderkrebsinfo.de/e9031/e10591/e77090/e64030/index_ger.html. Einen allgemeinen Überblick über Tumorerkrankungen bei Minderjährigen liefert der Text "Krebs bei Kindern und Jugendlichen".

Bei vielen Betroffenen lässt sich im Nachhinein nicht klären, warum sie erkrankt sind. Man kennt aus Studien jedoch einige Risikofaktoren: Sie steigern rein statistisch die Wahrscheinlichkeit, an einem Nierenzellkarzinom zu erkranken. Dazu gehören das Rauchen, Übergewicht und Bluthochdruck.

Lebensstil als Risiko

Ein vermeidbares Risiko für Nierenzellkrebs ist Rauchen. Nicht als gesichert gilt, ob Passivrauchen das Risiko für ein Nierenzellkarzinom erhöht. Einige Studien deuten jedoch darauf hin.

Ein Einfluss der Ernährungsweise auf das Risiko, an Nierenzellkrebs zu erkranken, ist nicht geklärt.

Der Zusammenhang zwischen Übergewicht und dem Auftreten von Nierenzellkrebs lässt sich vor allem an einem erhöhten Body-Mass-Index (BMI) festmachen. Einige Studien deuten aber auch darauf hin, dass vor allem ein übermäßiger Bauchumfang ein Risikofaktor sein könnte. Das bedeutet: Die Körperform spielt vielleicht eine wichtigere Rolle als das Übergewicht an sich. Doch noch sind dazu Fragen offen.

Durch körperliche Aktivität scheint sich das Risiko für Nierenkrebs zu reduzieren, darauf weisen einige Studienergenisse hin.

Vorerkrankungen

Ein erhöhter Blutdruck steigert das Risiko, an Nierenzellkrebs zu erkranken, zumindest wenn er nicht rechtzeitig und ausreichend behandelt wird. Bei Patienten, deren Blutdruck mit Medikamenten gut eingestellt ist, sinkt das Risiko wieder.

Eine chronische Niereninsuffizienz, also eine dauerhafte schwere Nierenschädigung, begünstigt Tumoren der Niere. Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, was genau die Nierenschädigung verursacht hat: Bei einem Teil der Betroffenen findet sich in der Vorgeschichte Kontakt zu nierenschädigenden chemischen Substanzen, meist am Arbeitsplatz.
Auch einige Arzneimittel können das Organ belasten und damit langfristig zu einem Nierenkarzinom beitragen. Bekanntestes Beispiel sind einige heute nicht mehr erhältliche Schmerzmittel, wie etwa Phenacetin.
Patienten nach einer Nierentransplantation haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko, ein Nierenzellkarzinom zu entwickeln.

Vererbung – Krebs in der Familie?

Angehörige von Patienten mit Nierenzellkrebs haben rein statistisch ein höheres Risiko, selbst zu erkranken. Dafür können sowohl die gemeinsamen Lebensumstände verantwortlich sein, wie auch vererbbare Risikogene. Solche Risikogene finden sich jedoch nur bei vergleichsweise wenigen Patienten. Genetisch bedingte Nierenzellkarzinome treten bei vielen Betroffenen schon in einem jüngeren Lebensalter auf als Nierenkrebserkrankungen bei Betroffenen ohne genetische Veranlagung. Als Ursache für die Erkrankung kommen unter anderem Genveränderungen infrage, die insgesamt das Krebsrisiko steigern, etwa das sehr seltene Von-Hippel-Lindau-Syndrom.

Wer befürchtet, von einer solchen familiär vererbbaren Genveränderung betroffen zu sein, sollte sich zunächst mit dem Hausarzt oder behandelnden Facharzt besprechen und bei Bedarf um die Überweisung zu einer genetischen Beratung bitten.

Keine Früherkennung für alle

In Deutschland wird aktuell keine systematische "Krebsvorsorge"-Untersuchung für das Nierenzellkarzinom angeboten. Der Grund: Die Erkrankung ist vergleichsweise selten, und die regelmäßige Untersuchung aller Gesunden wäre enorm aufwändig und für die meisten auch ohne langfristigen Nutzen. Anders sieht es für Menschen aus, bei denen die Ärzte von einem hohen Risiko ausgehen: bei chronischen Nierenschäden oder bei Verdacht auf ein erbliches Risiko.

Ultraschall © kreativwerden - Fotolia.com
Zufallsbefund: Der Ultraschall macht Nierenveränderungen sichtbar. Für die Früherkennung bei allen Gesunden eignet sich die Untersuchung jedoch nicht. © kreativwerden - Fotolia.com

Häufige Beschwerden und Warnsignale bei Nierenkrebs – auf diese Symptome sollte man achten:

  • Nierenkrebs macht oft lange keine typischen Beschwerden.
  • Fortgeschrittene Tumoren können Betroffenen allredings Beschwerden machen.
  • Als typische Anzeichen für eine Tumorerkrankung der Niere gelten Schmerzen in der Nierengegend und der Seite, die bis in den Rücken ausstrahlen können, sogenannter Flankenschmerz.
  • Ein weiteres Warnzeichen ist Blut im Urin.
  • Größere Tumoren lassen sich unter Umständen sogar tasten.

Diese Symptome können bei Nierenkrebspatienten auftreten, müssen es aber nicht.

Mehr als die Hälfte der Nierenzellkarzinome entdecken Ärzte per Zufall. Das heißt, die Betroffenen kommen aus einem anderen Grund zum Arzt, oder weil sie sich ganz allgemein nicht gut fühlen. Dieser stellt dann während der Untersuchung den Tumor in der Niere fest: Sichtbar werden Nierenveränderungen im Ultraschall, in einer Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) sowie bei anderen Untersuchungen, bei denen der Arzt auf Veränderungen im Bauchraum achtet. Obwohl es keine systematische Früherkennung gibt, wird der Tumor bei den meisten Betroffenen in einem vergleichsweise frühen Stadium entdeckt.

Grundsätzlich gilt: Beschwerden sollten man mit dem Hausarzt besprechen. Dieser kann gegebenenfalls die Überweisung zu einem Facharzt veranlassen. Ist der Verdacht auf eine Krebserkrankung sehr stark, können sich Betroffene auch direkt an die Ambulanz einer spezialisierten Klinik überweisen lassen. Infrage kommen Krankenhäuser, die viel Erfahrung mit Nierenzellkrebs haben.

Wie man gute Ansprechpartner findet, ist in den Texten "Arztsuche" und "Kliniksuche" aufgeführt. Zum Laden und Ausdrucken steht auch das gleichnamige Informationsblatt als PDF zur Verfügung.

Welche Untersuchungen sind wichtig?

Steht der Verdacht eines Nierenzellkarzinoms im Raum, sind mehrere Untersuchungen notwendig. Dazu gehören Fragen nach dem allgemeinen Gesundheitszustand und eine körperliche Untersuchung mit Abtasten der Nieren. Die Funktion der Niere und auch der Leber wird anhand von Blut- und Urinproben kontrolliert. Außerdem muss man sich bildgebenden Untersuchungen unterziehen. Dazu gehört insbesondere eine Computertomographie (CT). Lässt sich so nicht klären, ob der Tumor bereits in die Blutgefäße eingewachsen ist, kommt noch eine Magnetresonanztomographie (MRT) hinzu. Diese Untersuchungen sollen helfen, das Tumorstadium genauer zu erfassen, damit die Ärzte die Behandlung möglichst gut auf die persönliche Situation anpassen können.

Eine Biopsie, also die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Tumor, ist nicht bei allen Patienten notwendig. Ist relativ sicher, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt und dieser operativ entfernt werden soll, kann bei vielen Betroffenen darauf verzichtet werden. Die Ärzte werden eine Biopsie aber dann vorschlagen, wenn eine Operation vermieden werden soll, oder wenn Metastasen auftreten und bisher keine genaueren Informationen über die Eigenschaften des Krebsgewebes vorliegen.

Die wichtigste Therapie bei Nierenkrebs ist die Operation: Lässt sich das Tumorgewebe vollständig entfernen, können Patienten mit einer langen krankheitsfreien Zeit und unter Umständen sogar mit vollständiger Heilung rechnen.

Was tun, wenn eine Operation nicht infrage kommt oder nicht alles Tumorgewebe entfernt werden kann? Zur Behandlung bei Nierenkrebs stehen heute viele Medikamente zur Verfügung, mit denen sich das Krebswachstum aufhalten lässt.
Die herkömmliche Chemotherapie spielt für Patienten mit Nierenzellkarzinom hingegen keine Rolle. Patienten, deren Tumor bereits Metastasen gebildet hat, nutzt unter Umständen eine gezielte Bestrahlung einzelner Metastasen. Sie kann das Wachstum insbesondere in den Knochen und im Gehirn bremsen.

In der Krebsbehandlung gibt es immer wieder Fortschritte. Vielen Betroffenen mit Nierenkrebs wird daher auch die Teilnahme an einer klinischen Studie angeboten. In solchen Studien können Patienten mit neueren Arzneimitteln behandelt werden. Es gibt für Betroffene mit einem Nierenzellkarzinom aber auch Studien, in denen die bisherige Behandlung verbessert werden soll, zum Beispiel durch eine andere Abfolge der gängigen Medikamente.

Die Diagnose einer Krebserkrankung ist für viele Menschen zunächst ein Schock. Gleichzeitig muss viel organisiert werden, und für viele Entscheidungen bleibt wenig Zeit. Was hilft in den ersten Tagen weiter? Worauf muss man als Betroffener achten? Welche Ansprechpartner kommen infrage? Eine Übersicht hat der Krebsinformationsdienst im Text "Diagnose Krebs: Checkliste für die ersten Tage" und im gleichnamigen Informationsblatt (PDF) zusammengestellt.

Operation: Organerhaltender oder radikaler Eingriff? Offene OP oder Schlüssellochoperation?

Die Operation spielt eine wichtige Rolle in der Behandlung des Nierenzellkarzinoms. Kann der Tumor vollständig entfernt werden, und gibt es keine Hinweise auf Metastasen, ist eine Heilung möglich. Noch vor wenigen Jahren wurde bei den meisten Patienten die betroffene Niere ganz entfernt. Heute weiß man, dass sich das betroffene Organ bei kleinen Tumoren unter Umständen erhalten lässt: Auch wenn nur der Tumor herausoperiert wird, verschlechtern sich die Erfolgsaussichten betroffener Patienten nicht.

Die Ärzte haben mehrere Möglichkeiten, den Tumor aus der Niere zu entfernen: Der chirurgische Eingriff kann als offene Operation erfolgen. Lassen es Lage und Größe des Tumors zu,  ist auch die minimal-invasive Entfernung als "Schlüssellochoperation" möglich. Die Entscheidung hängt von der individuellen Erkrankungssituation und der Erfahrung der Chirurgen ab.
Der Krankenhausaufenthalt nach der Operation kann zwischen wenigen Tagen und über einer Woche variieren. Nach der Operation braucht der Körper Zeit: Bis die Wunden abheilen, die durch den Eingriff entstanden sind, dauert es etwas länger. Patienten, die minimal-invasiv operiert werden, benötigen etwas weniger Zeit zur Erholung als Patienten nach einem offenen Eingriff. Sie kommen nicht selten auch mit weniger Schmerzmitteln aus. Komplikationen treten bei beiden Verfahren eher selten auf. Wie nach allen Operationen besteht ein gewisses Risiko von Wundinfektionen, Schwellungen oder Nachblutungen. Einen allgemeinen Überblick bietet der Text "Operationen bei Krebs". 

Hintergründe zum Thema Infektionen, wie sie beispielweise durch eine Wundinfektion auftreten können, fasst der Text "Fieber, Entzündungen, Infektionen bei Krebs" zusammen.

Reicht die Operation als Behandlung allein aus?

Inwiefern eine medikamentöse Therapie vor oder auch nach der Operation den Behandlungserfolg bei Nierenkrebs verbessert, ist Teil klinischer Studien. Außerhalb dieser klinischen Prüfungen haben die sogenannte neoadjuvante Therapie vor der Operation und die sogenannte adjuvante Therapie nach der Operation keinen Stellenwert in der Behandlung.

Operation bei fortgeschrittener Erkrankung

Ist eine Operation auch sinnvoll, wenn die Erkrankung fortgeschritten ist? Die Antwort der Experten lautet ja, wenn auch nicht bei jedem. Viele Betroffene haben Vorteile davon, wenn die Tumormasse durch Entfernung der Tumoren in der Niere zumindest verringert wird, oder wenn einzelne Metastasen durch Operation entfernt werden. Eine Heilung ist so zwar nur bei sehr wenigen Betroffenen möglich. Je nach Situation können die Ärzte durch diese sogenannte "zytoreduktive Therapie" aber eine Lebensverlängerung erreichen. Dagegen muss allerdings das Risiko des Eingriffs abgewogen werden. Falls die Ärzte nicht das gesamte Tumorgewebe entfernen können, benötigen Patienten unter Umständen nach der Operation Medikamente, um das Wachstum der verbliebenen Tumormasse in Schach zu halten.

Alternativen zur OP: Nicht für jeden geeignet

Eine Behandlungsoption bei kleinen Tumoren der Niere stellen die Kryoablation und die Radiofrequenzablation dar. Beide Verfahren sind minimal-invasiv: Das bedeutet, dass keine offenen Operation für den Eingriff nötig ist. Bei dem Eingriff platzieren die Ärzte über einen kleinen Hautschnitt eine oder mehrere Sonden im Tumor. Anschließend zerstören sie das Tumorgewebe entweder durch Kälte bei der Kryoablation oder durch Hitze bei der Radiofrequenzablation. Wann setzen die Ärzte diese Verfahren ein? Die Anwendung kann dann eine Option sein, wenn der Tumor klein ist und eine Operation wegen einer schweren Begleiterkrankung des Patienten nicht möglich ist.

Abwarten statt sofort zu operieren: Nicht jeder muss seinen Tumor entfernen lassen

Einigen Patienten raten die Ärzte auch, den Tumor lediglich überwachen zu lassen. Das bedeutet, dass die Ärzte den Tumor nicht entfernen, sein Wachstum aber regelmäßig kontrollieren. Für dieses Vorgehen kommen vor allem Patienten mit einem sehr kleinen Tumor infrage. Zweite Voraussetzung: Für sie würde eine Operation ein unnötig hohes Risiko darstellen, oder sie lehnen diese aus anderen Gründen ab.
Um sicher zu gehen, dass es sich nicht um einen aggressiven, schnell wachsenden Tumor handelt, entnehmen die Ärzte zu Beginn der Überwachung eine Gewebeprobe aus dem Tumor.

Die Entscheidung, den Tumor nicht zu operieren, birgt jedoch ein gewisses Risiko: Trotz sorgfältiger Überwachung kann der beste Zeitpunkt für eine chirurgische Entfernung verpasst werden, falls der Tumor – entgegen der Erwartung – doch Metastasen bildet.

Zielgerichtete Arzneimittel: Therapie der Wahl bei fortgeschrittenem Nierenzellkrebs

Reicht die Operation nicht aus, um mit großer Wahrscheinlichkeit alles Tumorgewebe zu entfernen? Dann  können Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkrebs mit zielgerichteten Medikamenten behandelt werden.

Zielgerichtete Medikamente greifen direkt in den Stoffwechsel der Tumorzellen ein und bremsen so ihre Ausbreitung und ihr Wachstum. Dabei wirken die verschiedenen Medikamente an unterschiedlicher Stelle: Sogenannte Angiogenesehemmer bremsen zum Beispiel das Einwachsen von Blutgefäßen in den Tumor. Dazu zählen auch Antikörper, die Rezeptoren an der Oberfläche der Blutgefäßzellen blockieren. Andere Medikamente unterbinden gezielt Wachstumssignale in den Tumorzellen, indem sie wichtige Enzyme hemmen, zum Beispiel die sogenannten Tyrosinkinasen. Diese und weitere Arzneimittel gehören zu den sogenannten zielgerichteten Therapien. Weitere neue Verfahren werden im Rahmen klinischer Studien geprüft.

Auch wenn sich moderne Arzneimittel gegen besondere Eigenschaften der Tumorzellen richten, so haben sie doch trotzdem Nebenwirkungen. Vor allem sind dies Haut- und Schleimhautprobleme und Verdauungsbeschwerden, die vergleichsweise viele Patienten betreffen. Je nach Präparat können noch weitere Nebenwirkungen die Lebensqualität Betroffener beeinträchtigen.

Wie belastend sind die Nebenwirkungen tatsächlich? Für Patienten mit einem metastasierten Nierenzellkarzinom kommt zu dieser Frage noch ein Punkt hinzu: Die Medikamente werden bei den meisten Betroffenen nicht nur für einige Zeit gegeben und dann abgesetzt. Meist muss man sie so lange einnehmen, bis sie nicht mehr wirken. Wie lassen sich die Nebenwirkungen lindern? Und wie lange halten sie voraussichtlich an? Diese Fragen sind daher ein wichtiges Thema für das Arztgespräch.

Immuntherapie: Moderne Ansätze zeigen Wirkung

Die Immuntherapie spielt beim Nierenzellkarzinom schon länger eine wichtige Rolle. Bisher wurde sie vor allem mit Botenstoffen des Immunsystems durchgeführt, den Zytokinen. Mit dem Aufkommen der zielgerichteten Therapien haben diese eher unspezifischen Wirkstoffe jedoch an Bedeutung verloren. Experten empfehlen mittlerweile, die Immuntherapie mit Zytokinen bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom nicht mehr als alleinige Behandlung einzusetzen.

Neuerer Forschungsansätze beruhen darauf, das körpereigene Abwehrsystem gezielt auf die Tumorzellen anzusetzen. Einige dieser Verfahren befinden sich noch in der Entwicklung, wie etwa eine Form der "Krebs-Impfung", bei der dem Immunsystem spezifische Merkmale der Tumorzellen präsentiert werden – ähnlich wie es bei normalen Schutzimpfungen mit Bruchstücken von Krankheitserregern gemacht wird. Patienten können solche Impfungen bisher allenfalls im Rahmen von klinischen Studien erhalten – ihr langfristiger Nutzen steht noch nicht fest.

Zielgerichtete Immuntherapie?

Infusion © Katarzyna Bialasiewicz photographee.eu – Thinkstock Images
Einige der zielgerichteten Medikamente erhalten Betroffene als Infusion, andere als Tabletten oder Kapseln. © Katarzyna Bialasiewicz photographee.eu – Thinkstock Images

Andere Wirkstoffe wie die sogenannten Immun-Checkpoint-Inhibitoren haben ihren Nutzen für Betroffene dagegen schon gezeigt. Einzelne Präparate sind bereits für die Behandlung von Nierenkrebspatienten zugelassen, weitere werden ebenfalls in Studien geprüft. Immun-Checkpoint-Inhibitoren können eine der Verteidigungsstrategien der Tumorzellen außer Kraft setzen. Diese entgehen der körpereigenen Abwehr, weil sie sich als gesunde Zellen "tarnen". Die Wirkung der Immun-Checkpoint-Inhibitoren: Sie schalten natürliche Regulationsmechanismen von Immunzellen aus und aktivieren diese, so dass sie die Tumorzellen als schädlich erkennen und bekämpfen.

Die Wirksamkeit und insbesondere die Sicherheit der Anwendung von Immuntherapien müssen noch besser erforscht werden. Eine starke Aktivierung des Immunsystems birgt die Gefahr, dass sich die Immunzellen auch gegen den eigenen Körper richten. Mögliche Nebenwirkungen einer Immuntherapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren sind deshalb beispielsweise Autoimmunreaktionen wie Hautausschlag, aber auch unterschiedlich stark ausgeprägte Entzündungen der Schilddrüse, der Leber, der Lunge oder des Darms. Experten empfehlen daher, (noch) nicht zugelassene Immuntherapeutika nur unter kontrollierten Bedingungen im Rahmen von klinischen Studien einzusetzen.

Chemotherapie und Bestrahlung: Kaum Bedeutung bei Nierenkrebs

Eine Bestrahlung ist bei Nierenkrebs mit Metastasen zur Linderung krankheitsbedingter Beschwerden wichtig, vor allem wenn eine Operation nicht möglich ist. Sie richtet sich vor allem gegen Metastasen in Knochen oder Gehirn. Heilen lässt sich ein Nierenzellkarzinom durch eine Strahlentherapie allerdings nicht.
Nur einen vergleichsweise geringen Stellenwert bei der Behandlung des Nierenkarzinoms hat die Chemotherapie.

Behandlung in klinischen Studien: Neue Verfahren, Therapieoptimierung

Klinische Studien dienen dazu, neue Therapieansätze an einer größeren Zahl von Patienten zu testen, bevor ein neues Verfahren zum Standard wird oder neue Medikamente für die Behandlung bei einer Erkrankung zugelassen werden. Die Ziele: die Wirksamkeit der Therapie bei der jeweiligen Erkrankung nachzuweisen und Nebenwirkungen der Therapie frühzeitig und unter möglichst sicheren Bedingungen zu erkennen. In solchen Studien werden Patienten sehr intensiv betreut und engmaschig überwacht.

Es gibt jedoch noch eine andere Form von klinischen Studien, die  nicht der Zulassung einer neuen Therapie gilt.  Ziel dieser sogenannten Therapieoptimierungsstudien ist es, die bestehende Therapie weiter zu verbessern, etwa durch Veränderungen bei der zeitlichen Reihenfolge der Medikamentengabe. Auch die Verträglichkeit einer Therapie in Kombination mit anderen Verfahren kann Inhalt klinischer Studien sein.

Für Krebspatienten bietet die Teilnahme an einer klinischen Studie die Möglichkeit, von modernen Therapieverfahren zu profitieren. Allerdings gibt es für die Teilnahme an den einzelnen Studien genaue Vorgaben, nicht jeder Patient kann teilnehmen: Entscheidend können zum Beispiel das Alter, das Krankheitsstadium, Begleiterkrankungen oder die vorangegangene Therapie sein. Die Teilnahme an klinischen Studien ist außerdem mit Risiken verbunden: Noch ist nicht alles bekannt, was auf Patienten zukommen könnte.

Hilfe bei der Entscheidung, ob die Teilnahme an einer klinischen Studie sinnvoll ist, und wie man eine passende Studie findet, bietet der Text "Klinische Studien für Krebspatienten – wie entscheiden?".

Die Rehabilitation, kurz Reha genannt, hat viele Ziele: Sie soll helfen, den Erholungsprozess nach der Behandlung zu fördern und Langzeitfolgen der Erkrankung wie der Therapie vorzubeugen. Einen Anspruch auf Rehabilitationsleistungen haben fast alle Krebspatienten. Für gesetzlich Versicherte übernimmt die Rentenversicherung oder je nach Situation die Krankenkasse die Kosten. Vergleichbare Regelungen existieren für Beihilfeberechtigte. Für Privatversicherte gilt der jeweilige Versicherungsvertrag.

Reha-Leistungen kann man stationär in einer spezialisierten Klinik erhalten, meist über einen Zeitraum von etwa drei Wochen. Für viele Krebspatienten schließt sich ein solcher Aufenthalt als "Anschlussrehabilitation" direkt an die eigentliche Behandlung an. Eine Alternative ist die ambulante Reha-Behandlung, sofern geeignete Reha-Zentren vom Wohnort aus gut erreichbar sind.
Ältere Menschen oder Patienten, die durch die Erkrankung und ihre Folgen noch nicht wieder alleine zurechtkommen, benötigen ein ganz auf ihre Situation zugeschnittenes Reha-Angebot: Dazu gehören zum Beispiel Physiotherapie und ähnliche Maßnahmen, bei Bedarf aber auch häusliche Krankenpflege und weitere Unterstützung im Alltag. Gerade für ältere und/oder alleinlebende Menschen ist die Prüfung des konkreten Bedarfs besonders wichtig, noch bevor die Behandlung im Krankenhaus beendet ist, mehr dazu im Text "Checkliste Entlassmanagement".

An diese medizinische Rehabilitation im engeren Sinn können sich weitere Leistungen anschließen: Berufstätige, die wieder arbeiten wollen, haben Anspruch auf weitere Unterstützung, wie zum Beispiel Leistungen zur Wiedereingliederung am Arbeitsplatz.

Ob eine Rehabilitation sinnvoll ist, welche Ansprüche bestehen und wo es geeignete Einrichtungen gibt, kann man meist schon während des Klinikaufenthaltes klären. Wichtige Ansprechpartner sind die behandelnden Ärzte. Im Gespräch mit ihnen lassen sich Vor- und Nachteile der verschiedenen Formen von Rehabilitation besprechen. Die Mitarbeiter der Kliniksozialdienste klären konkrete Fragen zur Reha, und sie unterstützen bei der Antragsstellung.

Wer eine Rehabilitation machen möchte, aber nur ambulant behandelt wird, kann sich mit seinen Fragen außer an die zuständigen Ärzte auch an den eigenen Reha-Versicherungsträger wenden, also die Renten- oder Krankenversicherung.

Als Tumornachsorge bezeichnet man die regelmäßigen Untersuchungen, die im Anschluss an die eigentliche Behandlung stattfinden. Sie dienen dazu, eine Rückkehr des Tumors oder Metastasen frühzeitig zu erkennen. Die Nachsorge bietet jedoch noch mehr, als die eigentlichen gesundheitlichen "Checks": Man kann im Arzt-Gespräch Probleme und Beschwerden ansprechen. Fachleute empfehlen Krebspatienten, das Angebot zur Nachsorge wahrzunehmen.

Es bietet sich an, bereits vor dem Ende der eigentlichen Therapie mit den behandelnden Ärzten über die Nachsorge zu sprechen. So lässt sich rechtzeitig klären, welcher Arzt der Ansprechpartner für die Nachsorge ist und wo sie stattfinden soll. Grundsätzlich kann die Versorgung bei einem niedergelassen Facharzt erfolgen. Auch die spezialisierten Ambulanzen größerer Krebszentren können die Betreuung übernehmen. Wohnt man nicht in der Nähe eines solchen Zentrums, sollte man dann aber auch klären, wer vor Ort Ansprechpartner für allgemeine gesundheitliche Fragen oder in Notfällen ist.

Beim Nachsorgetermin erkundigt sich der Arzt nach dem persönlichen Befinden: Sind Beschwerden seit dem Abschluss der Therapie aufgetreten? Weitere Bestandteile des Nachsorgetermins können eine körperliche Untersuchung sowie gegebenenfalls Blut-, Urin-, sowie Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen sein. Dabei kontrolliert der Arzt insbesondere die Funktion der Niere(n): Nach einer organerhaltenden Operation kann die Funktion der betroffenen Niere eingeschränkt sein. Für Menschen, denen eine Niere komplett entfernt wurde, ist es besonders wichtig, dass die verbleibende Niere möglichst gesund ist. Anzeichen für eine Schädigung ist zum Beispiel ein erhöhter Blutdruck, auch durch Blut- und Urinuntersuchungen lassen sich Nierenschädigungen oder eine nicht ausreichende Funktion erkennen.

Welche Untersuchungen im Einzelfall sinnvoll sind, hängt stark von der individuellen Situation ab, von der notwendigen Nachbehandlung, aber auch dem persönlichen Risiko für einen Rückfall. Im Gespräch mit den behandelnden Ärzten lässt sich klären, welche Kontrollen wann notwendig sind.

  • Wichtig: Treten zwischen den Nachsorgeuntersuchungen Beschwerden auf, sollte man nicht bis zum nächsten Termin warten, sondern gleich zum Arzt gehen.

Seelische und soziale Beschwerden ansprechen

Neben dem körperlichen Befinden sollte man beim Nachsorgetermin auch seelische Beschwerden ansprechen – dies muss niemand peinlich sein, und es gibt Hilfe zur Krankheitsbewältigung. Der betreuende Arzt kann Beratungsstellen, Psychotherapeuten oder weitere Anlaufstellen nennen, die auf die Unterstützung von Krebspatienten spezialisiert sind.

Auch Probleme im Alltag, in der Familie oder gegebenenfalls im Beruf sollte man ansprechen. Denn auch zu sozialrechtlichen und beruflichen Fragen gibt es Ansprechpartner, die konkrete Hilfe vermitteln oder Lösungsansätze aufzeigen können.

Eine Krebserkrankung ist ein belastender Einschnitt im Leben, der für die meisten Menschen mit Veränderungen und Herausforderungen verbunden ist. Viele Patienten und auch ihre Angehörigen fragen sich im Lauf der Erkrankung, was sie selbst tun können, um die Behandlung zu unterstützen. Pauschal lassen sich diese Fragen selten beantworten: Viele Menschen wünschen sich Hilfe bei der psychischen Bewältigung der Erkrankung. Je nach Situation ist die Linderung von Nebenwirkungen der Therapie ein wichtiges Thema. Und fast alle Krebspatienten treibt die Frage um, wie sie möglichst gezielt einem Rückfall vorbeugen können. Auch alternative Behandlungsmethoden oder Nahrungsergänzungsmittel spielen für manche Betroffene eine Rolle.

Was wem nützt und was unter Umständen vielleicht schadet, hängt sehr von der persönlichen Situation ab. Wer selbst etwas tun möchte, sollte dies aber für alle Fälle vorher mit seinem Arzt absprechen. So schützt man sich vor ungewollten Wechselwirkungen mit der Krebsbehandlung oder ähnlichen Risiken.

Kurz- und langfristige Nebenwirkungen: Beschwerden nach der Therapie

Insbesondere die zielgerichteten Therapien bei Nierenzellkrebs sind mit unterschiedlichen Nebenwirkungen behaftet. Gerade weil viele Patienten diese Medikamente über längere Zeit einnehmen, können die möglichen Folgen der Behandlung die Lebensqualität beeinträchtigen. Wie lange die Nebenwirkungen anhalten und wie sie sich gegebenenfalls lindern lassen, können Betroffene im Gespräch mit den behandelnden Ärzten abklären. Diese sollten sie auch darüber informieren, wenn Beschwerden im Laufe der Behandlung oder danach neu hinzukommen.

Ernährung während und nach der Behandlung

Schon bei der Diagnosestellung achten die behandelnden Ärzte auch auf den Ernährungszustand: Gibt es Anzeichen für eine Mangelversorgung? Insbesondere dann, wenn eine anstrengende Therapie geplant ist, kann eine Ernährungsberatung und bei Bedarf auch eine unterstützende Ernährungstherapie sinnvoll sein.

Eine spezielle Ernährung ist bei Nierenkrebs in der Regel aber nicht notwendig. Wer allerdings an einer Niereninsuffizienz, also an einer Funktionsschwäche der Nieren leidet, muss langfristig unter Umständen darauf achten, sich nicht zu proteinreich zu ernähren: Die Ausscheidung der Abbauprodukte von Eiweißen ist für das Organ besonders belastend. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Niereninsuffizienz bereits vor der Krebserkrankung bestand, oder sich erst als Folge der Behandlung entwickelt hat.

Was kann man selbst tun? Eine Krebserkrankung ist ganz allgemein ein Anlass, die bisherigen Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen: Zwar steht bisher nicht fest, dass sich ein Rückfall durch gesunde Ernährung verhindern lässt. Doch wer sich gesund und ausgewogen ernährt, verbessert seine allgemeine Gesundheit und steigert seine Lebensqualität. Auch die Krebstherapie lässt sich so besser verkraften.
Welche Angebote zur Ernährungsberatung bestehen und wer die Ansprechpartner sind, lässt sich im Gespräch mit den behandelnden Ärzten klären, auch dann, wenn man nicht stationär im Krankenhaus, sondern ambulant betreut wird. Auch die Krankenkassen können Anlaufstellen nennen.

Sich im Alltag bewegen, Sport machen

Sport und Bewegung haben einen positiven Einfluss auf die körperliche und psychische Leistungsfähigkeit und steigern die Lebensqualität. Patienten mit Nierenzellkrebs können meist schon in der Klinik mit einer Physiotherapie und einem Bewegungsprogramm beginnen. Während der Rehabilitation und im Alltag kann man das Programm dann fortsetzen.

Wer nicht alleine trainieren möchte, kann sich an Krebssportgruppen wenden. Eine Liste bietet der Deutsche Olympische Sportbund unter www.sportprogesundheit.de an. Auch die regionalen Krebsberatungsstellen helfen bei der Suche nach passenden Angeboten. Die Kosten für das Training übernimmt die Krankenkasse im Rahmen der ambulanten Rehabilitation meist zumindest teilweise, wenn der Arzt ein Rezept für "Reha-Sport" ausstellt.

Komplementäre oder alternativen Behandlungsmethoden – wirklich eine Alternative?

Was genau zur alternativen Medizin gehört, darüber sind sich selbst Fachleute nicht einig. Die Beispiele reichen von der chinesischen Medizin, fernöstlichen Heilweisen wie Ayurveda und mehr über die klassische europäische Naturheilkunde bis hin zu Krebsdiäten oder psychologischen Verfahren. Manche Anbieter alternativer Methoden raten dazu, ihre Verfahren anstelle der "Schulmedizin" einzusetzen, andere verstehen sie eher als Ergänzung. Das Problem bei vielen dieser Angebote: Es ist nicht gesichert, ob sie wirklich etwas nutzen und nicht schaden. Und hinter manchen vermeintlichen Wundermitteln steckt bloße Geschäftemacherei.

Wer auf alternative Behandlungsmethoden zurückgreifen möchte, zum Beispiel um Nebenwirkungen der eigentlichen Krebstherapie zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern, sollte dies auf jeden Fall mit den behandelnden Ärzten besprechen. Diese können darüber aufklären, welcher Nutzen bekannt ist und ob man etwas über Nebenwirkungen oder mögliche Risiken weiß.

Unterstützung und Informationen einholen: Nicht allein sein

Zum Weiterlesen

Krebspatienten müssen ihre Erkrankung nicht alleine bewältigen. Hilfestellung gibt es zum Beispiel bei der Krankheitsverarbeitung: Die Psychoonkologie befasst sich mit den seelischen und sozialen Auswirkungen einer Krebserkrankung. Ihre Aufgabe ist es, Krebspatienten und ihre Angehörigen bei der Bewältigung des Erlebten zu unterstützen und bei den kommenden Herausforderungen zu helfen. Auch in sozialrechtlichen Fragen können sich Krebspatienten Rat suchen. Darüber hinaus kann der Austausch mit anderen Betroffenen helfen, mit der Erkrankung besser umzugehen. Wo Patienten mit Nierenkrebs Hilfe finden und wer die Ansprechpartner sind, fasst der nächste Abschnitt "Mehr Wissen zum Thema" zusammen.

Arztsuche

Drei Kontakt-Icons
In der schwierigen Situation einer Krebserkrankung müssen Patienten Bescheid wissen, an wen sie sich wenden können. © Tumisu, Pixabay

Ansprechpartner für Patientinnen und Patienten mit Beschwerden im Bereich der Niere sind:

  • Hausärzte: Nach einer ersten Untersuchung überweist der Hausarzt betroffene Patienten zur Abklärung an einen Facharzt, etwa einen Nephrologen als Spezialist für Nierenerkrankungen. Oder zu einem Radiologen, der eine bildgebende Untersuchung durchführen kann, zum Beispiel eine Kernspin- oder eine Computertomographie.
  • Fachärzte: Erhärtet sich der Verdacht auf eine Krebserkrankung, sollte man einen Facharzt zurate ziehen, der auf die Behandlung von Nierenzellkarzinomen spezialisiert ist. Diese Spezialisten können in der Ambulanz einer Klinik, aber auch in einer Schwerpunktpraxis tätig sein.

Kliniksuche

Logo Deutsche Krebsgesellschaft Nierenkrebszentrum
Kliniken mit diesem Siegel sind zertifizierte Zentren für Nierenkrebserkrankungen. © Deutsche Krebsgesellschaft

Krankenhäuser, in denen bei der Behandlung von Patienten mit Nierenzellkrebs besonders viel Erfahrung vorliegt, können sich dies seit 2019 durch eine "Zertifizierung" bestätigen lassen. Dazu müssen die Krankenhäuser folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Klinik muss eine Mindestanzahl von Patienten mit Nierenkrebs pro Jahr behandeln.
  • Es müssen verschiedene ärztliche Fachdisziplinen vorhanden sein, die zusammenarbeiten.
  • In solchen Zentren müssen auch Psychoonkologen zur Verfügung stehen.

Die Einrichtung von Nierenkrebszentren soll die Versorgungsqualität von Nierenkrebspatienten verbessern. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) legt die Kriterien für eine Zertifizierung fest und ein unabhängiges Institut (OnkoZert) kontrolliert die Einhaltung der Qualitätsanforderungen.

Die Adressen von zertifizierten Zentren finden Sie über die Suchmaschine OncoMap (www.oncomap.de/centers). Wenn Sie auf dieser Internetseite eine Klinik nach bestimmten Kriterien aussuchen möchten, können Sie folgende Auswahl treffen:

  • Tumororgan "Niere"
  • Land "Deutschland", gewünschtes Bundesland
  • Postleitzahl oder Ort
  • Umkreis in Kilometern

Generell ist zu beachten, dass auch Zentren ohne Zertifizierung sehr viel Erfahrung bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Nierenzellkrebs haben, etwa große Krankenhäuser oder Universitätskliniken mit nephrologischen Abteilungen. Sie haben nur den Prozess der Zertifizierung (noch) nicht durchlaufen.

Linktipps Arzt- und Kliniksuche: Allgemeine Tipps für die Arzt- oder Kliniksuche hat der Krebsinformationsdienst zusammengestellt:

Einen kurz gefassten Überblick zur Arzt- und Kliniksuche bietet das gleichnamige Informationsblatt (PDF).

Psychoonkologie: Hilfe bei der Krankheitsverarbeitung

Beratung in der Nähe

Verzeichnis der Anlaufstellen: Psychosoziale Krebsberatungsstellen

Verzeichnis der Psychoonkologen: Ambulant psychotherapeutisch tätige Psychoonkologen

Psychoonkologische Angebote finden sich in Kliniken, onkologischen Schwerpunktpraxen, Krebsberatungsstellen und Psychotherapiepraxen. Das Gespräch mit erfahrenen Fachleuten bietet Zeit und Raum, offen über aktuelle Fragen, Sorgen und Gefühle zu sprechen. Dabei muss es nicht ausschließlich um die Erkrankung selbst gehen.

Psychotherapien können unter Umständen weiterhelfen, wenn die seelische Belastung durch die Erkrankung besonders ausgeprägt ist oder sehr lange andauert. Sie gehen über das Beratungsangebot der Psychoonkologie hinaus und werden hauptsächlich bei niedergelassenen Psychotherapeuten angeboten.

Kosten für die Beratung fallen für Patienten und ihre Angehörigen in den meisten psychosozialen Krebsberatungsstellen und Kliniken nicht an oder sind in den allgemeinen Behandlungskosten enthalten. Die Kosten für eine ambulante Psychotherapie kann unter Umständen die Krankenkasse übernehmen. Im Psychoonkologen-Verzeichnis des Krebsinformationsdienstes (siehe Kasten) finden sich bei jeder Adresse Angaben zur Kostenübernahme.

Sozialrechtliche Beratung: Hilfe bei der Klärung von Ansprüchen und Unterstützungsmöglichkeiten

Sozialrecht Schild mit Justizia mit roter Augenbinde
Das Sozialrecht regelt unter anderem, welche Ansprüche Patienten bei Erkrankungen haben. © Robert Kneschke, Shutterstock

Kliniksozialdienste im Krankenhaus helfen bei sozialrechtlichen Fragen weiter. Wenn beispielsweise Probleme mit der Krankenversicherung, Beantragung einer Rehabilitation oder Anerkennung einer Schwerbehinderung auftreten. Auch Fragen zur finanziellen und beruflichen Situation können bei der Beratung geklärt werden. Im Krankenhaus helfen Pflegende oder der Stationsarzt, Termine beim Kliniksozialdienst auszumachen.

Erste Anlaufstellen bei sozialrechtlichen Fragen finden Sie in unserem Informationsblatt (PDF).

Psychosoziale Krebsberatungsstellen helfen in vielen Städten und Gemeinden den Betroffenen, sich mit ihrer neuen Lebenssituation auseinanderzusetzen. Sie bieten auch Informationen zu praktischen Fragen, nennen weitere Ansprechpartner und beraten zu sozialrechtlichen Problemen. Der Krebsinformationsdienst bietet hier eine Suche nach Adressen.

Die gesetzlichen Krankenkassen klären ab, welche Kosten für welche Leistungen übernommen werden. Themen, die man mit der Krankenkasse klären kann, sind beispielsweise:

  • Zuzahlungen zu Arzt- und Klinikkosten
  • Zuzahlungen zu Medikamenten und Hilfsmitteln
  • Kostenübernahme bei häuslicher Krankenpflege
  • Kostenübernahme für Unterstützung im Alltag

Die Krankenkassen sind auch Ansprechpartner zur gesetzlichen Pflegeversicherung und bei Fragen zur medizinischen Rehabilitation.

Die gesetzliche Rentenversicherung ist für viele Rehabilitationsfragen zuständig, etwa wenn es um die Rückkehr ins Arbeitsleben oder um Rentenfragen geht. Die deutsche Rentenversicherung ist unter der zentralen kostenlosen Telefonnummer 0800 – 1 000 48 00 erreichbar, im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de.

Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen

Selbsthilfe Verkehrsschild
Der Austausch mit Menschen, die in der gleichen Situation sind, kann sehr hilfreich sein. © Thomas Reimer, Fotolia

Selbsthilfegruppen haben das Ziel, dass Betroffene gemeinsam die Anstrengungen und Herausforderungen ihrer Erkrankung verarbeiten. Adressen der entsprechenden Bundesverbände, die Auskunft über regionale Angebote und Ansprechpartner geben, sind unter Selbsthilfegruppen und Patientenverbände verzeichnet.

Ein Angebot, das sich speziell an Menschen mit Nierenkrebs richtet, bietet die Selbsthilfe-Organisation "Das Lebenshaus e.V." unter www.lh-nierenkrebs.org. Für Patienten, bei denen das Nierenzellkarzinom möglicherweise durch eine seltene vererbbare Genveränderung ausgelöst wurde, gibt es weitere Selbsthilfe-Organisationen: Ein Beispiel ist der "Verein VHL (von Hippel-Lindau) betroffener Familien e.V." unter www.hippel-lindau.de.

Weitere Anlaufstellen lassen sich über eine Datenbank deutscher Selbsthilfeangebote finden, mehr unter www.nakos.de. Ärzte, Kliniken oder regionale Krebsberatungsstellen können gegebenenfalls aktive Patientengruppen vor Ort nennen.

Bücher, Broschüren, Infoblätter zum Weiterlesen

Unter dem Stichwort "Unsere Broschüren" finden Sie beim Krebsinformationsdienst zum Herunterladen oder Bestellen. Zum Laden und Ausdrucken stehen außerdem kurz gefasste Informationsblätter als PDF zur Verfügung. Themen sind zum Beispiel:

Auch viele weitere Anbieter geben Broschüren heraus. Die Bestellmöglichkeiten für Informationsmaterial, das innerhalb Deutschlands kostenlos erhältlich ist, hat der Krebsinformationsdienst in einer eigenen Liste zusammengestellt.



Quellen zum Weiterlesen (Auswahl)

Epidemiologie
Aktuelle statistische Daten bietet das Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert-Koch-Institut unter www.krebsdaten.de. Die Broschüre "Krebs in Deutschland" erscheint regelmäßig alle zwei Jahre, herausgegeben vom Zentrum für Krebsregisterdaten und der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister. Sie ist abrufbar unter www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/
Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_inhalt.html
.

Leitlinien
Die S3-Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms" ist abrufbar bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/043-017OL.html. Sie steht sowohl in einer Kurzfassung wie einer Langfassung zur Verfügung.
Die Federführung  lag bei der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU), herausgegeben wurde die Leitlinie im "Leitlinienprogramm Onkologie" der AWMF, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe, mehr unter www.leitlinienprogramm-onkologie.de.
Allgemeinverständliche Informationen zu Nierenkrebs finden Patienten, Angehörige und alle Interessierten in den Patientenleitlinien des Leitlinienprogramms Onkologie, im Internet unter http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Nierenkrebs.97.0.html.

Weitere als Quellen genutzte Leitlinien sind bei der AWMF abrufbar:

Die S3-Leitlinie "Klinische Ernährung in der Onkologie" von 2015 unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/073-006.html wurde herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) in Kooperation mit weiteren Fachgesellschaften.

Für die Versorgung Betroffener ebenfalls relevant sind die S3-Leitlinie "Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung von erwachsenen Krebspatienten" von 2014, abrufbar unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-051OL.html, sowie gegebenenfalls die S3-Leitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung" von 2015, unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/128-001OL.html.

Fachgesellschaften, Studieninformationen
Die Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie e.V. (AUO) in der Deutschen Krebsgesellschaft bietet für Fachleute umfangreiche Hintergrundinformationen. Ein Beispiel sind aktivierte und bereits abgeschlossene Studien zum Nierenzellkarzinom sowie eine Übersicht der Mitglieder, mehr unter www.auo-online.de.

Die European Association of Urology (EAU) bietet auf ihren Internetseiten Leitlinien und weitere Empfehlungen in englischer Sprache, mehr unter www.uroweb.org.

Weitere Links zu Studienregistern und vergleichbaren Recherchemöglichkeiten bietet der Krebsinformationsdienst unter dem Stichwort "Krebsforschung, Fachinformationen, wissenschaftliche Literatur".

Arzneimittelinformationen
Als Quelle für Aussagen zu Medikamenten hat der Krebsinformationsdienst aktuelle Fachinformationen der Hersteller herangezogen (über www.fachinfo.de für Fachkreise zugänglich). Frei zugänglich sind Arzneimittelinformationen in deutschen Datenbanken (vor allem www.pharmnet.bund.de), aktuelle Hinweise des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte unter www.bfarm.de sowie die Informationen der EU-Arzneimittelbehörde EMA unter www.ema.europa.eu/ema/. Zum Stellenwert neuer Arzneimittel bietet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen evidenzbasierte Berichte ("Frühe Nutzenbewertung nach AMNOG bzw. §35a, SGB V), mehr unter www.iqwig.de/de/projekte-ergebnisse/publikationen/iqwig-berichte.1071.html.

Weitere Fachliteratur (Auswahl)
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Cacciamani GE, Medina LG, Gill T, Abreu A, Sotelo R, Artibani W, Gill IS. Impact of Surgical Factors on Robotic Partial Nephrectomy Outcomes: Comprehensive Systematic Review and Meta-Analysis. J Urol. 2018 Mar 24. pii: S0022-5347(18)42791-7. doi: 10.1016/j.juro.2017.12.086

Capitanio U, Montorsi F. Renal Cancer. Lancet 2016; 387 (10021): 894-906. Epub 2015 Aug 25. doi: 10.1016/S0140-6736(15)00046-X

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Erstellt: 20.06.2016

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