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Knochenmetastasen © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Knochenmetastasen

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Knochenmetastasen: Weiterführende Informationen und Quellen

Mehr wissen über Krebs

Letzte Aktualisierung: 23.03.2016

Zum Thema Knochenmetastasen gibt es vergleichsweise wenige Broschüren oder Bücher, aber viel Fachinformation. Der Krebsinformationsdienst hat in diesem Text auch Ansprechpartner aufgelistet, bei denen Betroffene und Interessierte sich weiter informieren können. Für Fachkreise und Interessierte ist eine Auswahl von Quellen aufgeführt.
Bei weiteren Fragen zur Diagnose und Behandlung von Knochenmetastasen steht der Krebsinformationsdienst am Telefon oder per E-Mail zur Verfügung.

Wichtigster Ansprechpartner für Betroffene bleibt aber ihr behandelnder Arzt!

Knochenmetastasen und ihre Folgen beeinflussen verschiedene Lebensbereiche. Patienten sind mit dem Fortschreiten der eigenen Erkrankung konfrontiert. Tumorbedingte Beschwerden beeinträchtigen die Lebensqualität. Ist die Beweglichkeit eingeschränkt, kann dies auch den Kontakt zu Verwandten und Freunden und die Teilnahme an den gewohnten Alltagsaktivitäten einschränken. Zwar kommen viele Tumorpatienten mit der Erkrankung auch ohne fremde Hilfe zurecht. Andere dagegen fühlen sich mit der Situation überfordert.

Für Patienten, ihre Familien und Freunde, hat der Krebsinformationsdienst Texte zum Thema "Krankheitsverarbeitung" zusammengestellt. Sie bieten Informationen zum Umgang mit der Situation und zu Möglichkeiten der Unterstützung.

  • Als Ansprechpartner für Betroffene wie für Angehörige sind Krebsberatungsstellen eine erste Anlaufstelle. Deren Mitarbeiter helfen bei Fragen, die sich aus der veränderten Lebenssituation durch die Erkrankung ergeben und die über rein medizinische Inhalte hinausgehen. Auch wenn es aufgrund der Erkrankung Probleme in der Bewältigung von Alltagsaufgaben oder finanzieller Art gibt, können sie weiterhelfen oder Ansprechpartner nennen.
    Hier bietet der Krebsinformationsdienst eine Adressliste
  • Ein Adressverzeichnis psychotherapeutisch arbeitender Psychoonkologen mit zertifizierter Weiterbildung in Deutschland hält der Krebsinformationsdienst hier bereit. Sie können eine längerfristige Begleitung bei der Auseinandersetzung mit der Erkrankung bieten.
  • In Selbsthilfegruppen haben Betroffene die Möglichkeit, sich mit anderen Krebspatienten in gleicher Situation auszutauschen und zu erfahren, wie diese mit der Diagnose Knochenmetastasen umgehen. Viele Verbände bieten inzwischen auch regionale Gruppen oder Online-Foren zum Austausch für Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung an.
    Der Krebsinformationsdienst hat eine Liste der deutschen Dachverbände unter der Überschrift "Selbsthilfegruppen und Patientenverbände: Erfahrungen austauschen, aktiv werden" zusammengestellt.

Für Patienten verändert die Diagnose von Knochenmetastasen oft auch die soziale Situation: Wer bisher berufstätig war, muss die Arbeit möglicherweise einschränken oder aufgeben. Im Alltag kann mehr Unterstützung als bisher notwendig werden.
Ansprechpartner bei sozialrechtlichen Fragen sind zunächst die behandelnden Ärzte: Sie können Rehabilitationsmaßnahmen einleiten, sie können auch klären, ob Pflegebedarf besteht und welche kurz- oder längerfristige Hilfe für zuhause möglich ist.

Weitere Ansprechpartner zu Fragen der Rehabilitation, zu Themen wie Rente, Schwerbehinderung oder Unterstützungsmöglichkeiten hat der Krebsinformationsdienst in einem Informationsblatt und seinem Text zur häuslichen Krankenpflege zusammengestellt.

Kostenlos erhältlichen Broschüren zum Thema Krebs gibt es von verschiedenen Anbietern. Eine Liste hat der Krebsinformationsdienst im allgemeinen Broschürenverzeichnis zusammengestellt.

Der Krebsinformationsdienst bietet zu ausgewählten Fragestellungen eigene kurz gefasste Informationsblätter sowie Broschüren an. Diese können als PDF-Datei geladen und ausgedruckt werden:



Quellen zum Weiterlesen (Auswahl)

Hinweise zur Quellennutzung
Allgemeine Angaben hat der Krebsinformationsdienst Lehrbüchern zu Anatomie, Physiologie, Untersuchungsverfahren und Tumorbehandlung entnommen. Detaillierte Quellenangaben finden sich zudem in den einzelnen Teilkapiteln des Themas "Knochenmetastasen".

Arzneimittel
Als Quelle für Aussagen zu Medikamenten hat der Krebsinformationsdienst aktuelle Fachinformationen der Hersteller herangezogen (über www.fachinfo.de für Fachkreise zugänglich), weiter Arzneimittelinformationen in deutschen Datenbanken (vor allem www.pharmnet.bund.de), aktuelle Hinweise des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte unter www.bfarm.de sowie die Informationen der EU-Arzneimittelbehörde EMA unter www.ema.europa.eu/ema/. Auch die Nutzenbewertungen neuer Arzneimittel nach AMNOG sind eine wichtige Quelle, mehr unter www.iqwig.de/de/projekte-ergebnisse/projekte.1057.html.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist auch eine Quelle für aktuelle Warnhinweise, etwa aufgrund neu bekannt gewordener Nebenwirkungen, mehr unter www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/_node.html.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKDÄ) berichtet ebenfalls über Neuzulassungen, aber auch über bekannt gewordene neue oder schwere Nebenwirkungen wie etwa Kiefernekrosen durch Bisphosphonate und Antikörper usw., mehr unter www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/index.html.  
 
Leitlinien
Einen allgemeinen Überblick sowie Zugang zu den Texten bietet unter anderem die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) unter www.awmf.org/leitlinien.
Für die Betreuung von Patienten mit Knochenmetastasen sind außer den eigentlichen, tumorbezogenen Leitlinien unter anderem folgende Empfehlungen relevant:

S1-Leitlinie Radionuklidtherapie von Knochenmetastasen mittels Radium-223 (2015), www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/031-053.html

S3-Leitlinie Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrosen: Grötz KA, Piesold JU, Al-Nawas B (2012). www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/007-091.html

S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung (2015), http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/128-001OL.html

S3-Leitlinie Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung von erwachsenen Krebspatienten (2014), www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-051OL.html

Methodische Leitlinien zur Strahlentherapie, die nicht den Anspruch der S3-Leitlinien verfolgen, sondern diese ergänzen sollen, bietet die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V. unter www.degro.org, Stichwort Leitlinien.

Weitere Quellen (Auswahl)

Coleman RE, Body JJ, Aapro M, Hadji P, Herrstedt J, on behalf of the ESMO Guidelines Working Group (2014): Bone health in cancer patients: ESMO Clinical Practice Guidelines. Ann Oncol. 25 Suppl 3:iii124-37. doi:10.1093/annonc/mdu103

Coleman RE (2006). Clinical Features of Metastatic Bone Disease and Risk of Skeletal Morbidity. Clinical Cancer Research 12: 6243s-6249s, doi: 10.1158/1078-0432.CCR-06-0931

Diel IJ, Kurth AA, Seegenschmiedt H, Souchon R (2010). Knochenmetastasen: Pathophysiologie, Diagnostik und aktuelle Therapiekonzepte. Best Practice Onkologie 5: 4-16, doi 10.1007/s11654-101-0242-0.

Heidenreich A et al. (2010). Imaging Studies in Metastatic Urogenital Cancer Patients Undergoing Systemic Therapy: Recommendations of a Multidisciplinary Consensus Meeting of the Association of Urological Oncology of the German Cancer Society. Urologia Internationalis 85: 1-10, doi: 10.1159/000318985

Houssami N, Costelloe CM (2011). Imaging bone metastases in breast cancer: evidence on comparative test accuracy. Annals of Oncology, online vor Print, doi: 10.1093/annonc/mdr397.

Lutz S et al. (2011). Palliative radiotherapy for bone metastases: an ASTRO evidence-based guideline. International Journal of Radiation Oncology, Biology, Physics 79: 965-76, doi: 10.1016/j.ijrobp.2010.11.026.

McQuay HJ, Collins SL, Carroll D, Moore RA, Derry S. Radiotherapy for the palliation of painful bone metastases. Cochrane Database of Systematic Reviews 2013, Issue 11. Art. No.: CD001793. DOI: 10.1002/14651858.CD001793.pub2.

Roqué I Figuls M, Martinez-Zapata MJ, Scott-Brown M, Alonso-Coello P (2011). Radioisotopes for metastatic bone pain. Cochrane Database of Systematic Reviews, Issue 7. doi: 10.1002/14651858.CD003347.pub2.

Shelley M, Harrison C, Coles B, Stafforth J, Wilt T, Mason M (2006). Chemotherapy for hormone-refractory prostate cancer. Cochrane Database of Systematic Reviews, Issue 4. doi: 10.1002/14651858.CD005247.pub2.

Suva LJ, Washam C, Nicholas RW, Griffin RJ (2011). Bone metastasis: mechanisms and therapeutic opportunities. Nature Reviews Endocrinology 7: 208-218, doi: 10.1038/nrendo.2010.227

Weilbaecher KN, Guise TA, McCauley LK (2011). Cancer to bone: a fatal attraction. Nature Reviews Cancer 11: 411-425, doi: 10.1038/nrc3055. 

Wong MHF, Stockler MR, Pavlakis N (2012). Bisphosphonates and other bone agents for breast cancer. Cochrane Database of Systematic Reviews 2012, Issue 2. doi: 10.1002/14651858.CD003474.pub3.

Erstellt: 15.03.2016

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