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Krebszellen im Rasterelektronenmikroskop, Foto: MedicalRF.com/Getty Images © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Nach der Diagnose: Leben mit der Erkrankung

Lebensqualität trotz Knochenmetastasen erhalten

Knochenmetastasen sind ein Hinweis auf eine fortgeschrittene Krebserkrankung. Eine vollständige Heilung ist meist nicht möglich. Trotzdem können die auftretenden Beschwerden gelindert werden. Ziel der Behandlung ist die Verbesserung der Lebensqualität. Oft lässt sich auch der Krankheitsverlauf hinauszögern oder zeitweilig stoppen.

Dieser Text informiert über Möglichkeiten der Krankheitsbewältigung und bietet Antworten auf alltagsbezogene Fragen. Er richtet sich an Betroffene, ihre Angehörigen sowie allgemein am Thema interessierte Leser. Weiterführende Fragen beantwortet der Krebsinformationsdienst auch am Telefon oder per E-Mail. Informationen aus dem Internet, einer E-Mail oder einem Telefongespräch können eine Beratung durch Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter oder andere Fachleute aber nicht ersetzen.

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Quellen und Links (Stand: 3/2016)

Links im folgenden Text führen zu vertiefenden Hintergrundinformationen. Dort sind auch die jeweils genutzten Quellen dokumentiert. Eine ausführliche Liste der zur Erarbeitung dieses Textes verwendeten Quellen findet sich im Text "Knochenmetastasen: Weiterführende Informationen und Quellen" unter dem Stichwort "Fachinformationen".

Ernährung: Patienten dürfen meist essen, was ihnen schmeckt

Eine besondere Diät, die allen Patienten mit Knochenmetastasen hilft, ist nicht bekannt und nach aktuellem Kenntnisstand auch nicht notwendig. Ausgewogene und leckere Mahlzeiten sind für die allgemeine Gesundheit und für die Lebensqualität wichtig. Haben Betroffene stark abgenommen, sollten sie sich beraten lassen: Möglicherweise benötigen sie Nahrungsmittel, die mehr Kalorien und Nährstoffe liefern ("Astronautenkost"). Wie die Zusammenstellung der täglichen Mahlzeiten während und nach einer Therapie aussehen kann, und wer bei Ernährungsfragen weiterhilft schildert der Krebsinformationsdienst in den Texten zur "Ernährung bei und nach Krebs".

Wird eine Hyperkalzämie, also ein erhöhter Kalziumspiegel im Blut, festgestellt, ist unter Umständen ein Verzicht auf kalziumhaltige Nahrungsmittel wie Milch und Milchprodukte geboten. Um das aus dem Knochen freigesetzte Kalzium möglichst gut über die Nieren auszuscheiden, müssen Patienten ausreichend trinken. Individuelle Ratschläge können allerdings nur von den behandelnden Ärzten kommen. Sie kennen die aktuellen Blutwerte und überwachen bei Verdacht auf Hyperkalzämie auch die Nierenfunktion.

Von Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminen und Mineralstoffen ohne Rücksprache mit dem Arzt raten die meisten internationalen und nationalen Fachgesellschaften ab. Zwar zielt die Werbung für solche Produkte oft direkt auf Krebspatienten. Warum Betroffene trotzdem Vorsicht walten lassen sollten, erläutert der Text "Nahrungsergänzungsmittel: Große Versprechen, k(l)eine Wirkung?".

Alternative Heilverfahren: Auf was Patienten bei komplementären Angebote achten sollten

Eine fortgeschrittene Krebserkrankung ist für viele Patienten ein Auslöser, sich mit alternativmedizinischen oder vermeintlich besonders exklusiven und neuen Verfahren zu befassen. Ein Motiv kann dabei sein, selbst aktiv werden zu wollen und nichts unversucht zu lassen. Unkritisch sollten Betroffene an diesen Bereich der Medizin trotzdem nicht herangehen. Patienten, die wissen möchten, wie sie sich bei alternativen Behandlungsmethoden entscheiden können, finden weitere Hinweise im Text "Alternative Methoden: Bei Krebs komplementär behandeln?".

Sport und Bewegung: Klären, was möglich ist

Knochenmetastasen beeinträchtigen die Festigkeit von Knochen. Im fortgeschrittenen Stadium werden - ohne Behandlung - die Knochen mitunter schon durch alltägliche Belastungen geschädigt, etwa dem Heben einer Getränkekiste. Schmerzen können die Bewegungsfreiheit ebenfalls einschränken. Ein Leben völlig ohne Bewegungen hätte jedoch ebenfalls Auswirkungen. Dazu gehören zum Beispiel negative Auswirkungen auf die Stimmung, Appetitlosigkeit, Muskelabbau oder auch Herz- Kreislauf- und Atembeschwerden. Ob und in welchem Umfang es möglich ist, sich im Alltag wie gewohnt zu bewegen, welche Hilfe eine gezielte Physiotherapie bietet oder ob Sport möglich ist, sollten Betroffene daher gemeinsam mit dem behandelnden Arzt abklären. Allgemeine Informationen finden sich im Text "Sport und Bewegung: Unterstützung für Krebspatienten".

Schmerzen: Die passende Behandlung finden

Schmerzen treten nicht bei jedem Patienten mit Knochenmetastasen auf. Trotzdem gehören sie zu den häufigsten Folgen der Erkrankung: Hier ist vor allem die Selbstwahrnehmung gefragt. Patienten, die Knochenschmerzen bemerken, sollten nicht zögern, mit ihrem Arzt zu sprechen, auch außerhalb von fest vereinbarten Terminen. Schmerzen müssen nicht ausgehalten werden: Es stehen Therapien zur Verfügung, die die Krebszellen im gesamten Körper oder in den Knochen angreifen. So lässt sich für viele Betroffene eine deutliche Linderung oder gar völlige Schmerzfreiheit erreichen. Ergänzend können mit Schmerzmedikamenten gute Erfolge erzielt werden.

Eine wichtige Voraussetzung für die angemessene Schmerztherapie ist die genaue Beschreibung der Schmerzen: Sind sie stechend oder brennend? Handelt es sich um einen dumpfen Dauerschmerz oder "schießt" der Schmerz plötzlich ein? Solche Beschreibungen können dem behandelnden Arzt wertvolle Hinweise für die Wahl geeigneter Medikamente und anderer Methoden bieten. Im Text "Schmerztherapie bei Krebspatienten" wird erläutert, wie Betroffene Schmerzen am besten beschreiben können.

Krankheitsverarbeitung: Welche Unterstützungsmöglichkeiten es für Patienten und Angehörige gibt

Knochenmetastasen können als existenzielle Bedrohung empfunden werden und die Angst vieler Krebspatienten vor der Zukunft verstärken. Diese Angst teilen Angehörige und Freunde, vor allem wenn sie wenig Information über die Behandlungs- und Linderungsmöglichkeiten haben. Knochenmetastasen haben zudem nicht selten Einfluss auf verschiedene Bereiche des gewohnten Alltags: Ist die Beweglichkeit eingeschränkt, fällt die Teilnahme an den gewohnten Aktivitäten schwer, vom Besuch bei Verwandten und Freunden bis hin zu lieb gewordenen Hobbys oder Urlauben. Insgesamt kommen viele Tumorpatienten mit der Erkrankung trotzdem zurecht, ohne fremde Hilfe anzunehmen. Andere dagegen fühlen sich mit der Situation überfordert und sind durch die Symptome der Metastasierung auf weit mehr Unterstützung angewiesen, als sie es bisher waren.

Was Krebspatienten und ihren Angehörigen in einer solchen Situation helfen kann, ihre Lebensqualität zu erhalten oder gar zu verbessern, hat der Krebsinformationsdienst in den Texten der Rubrik "Krankheitsverarbeitung" zusammengestellt. Welche Unterstützungsmöglichkeiten sieht das Sozialrecht vor? Im Informationsblatt "Sozialrechtliche Ansprechpartner" hat der Krebsinformationsdienst Adressen aufgeführt, die Beratung und weitere Information bieten.