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Gebärmutterhalskrebs © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Gebärmutterhalskrebs

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Gebärmutterhalskrebs: Adressen, Broschüren, Fachliteratur

Letzte Aktualisierung: 10.11.2016

Für die Suche nach weiteren geeigneten Informationsquellen und Ansprechpartnern steht der Krebsinformationsdienst auch am Telefon oder per E-Mail zur Verfügung.

Wer informiert zum Thema Gebärmutterhalskrebs? Wie findet man gute Ansprechpartner? Wo gibt es Broschüren und weitere Informationsmaterialien? Der folgende Text bietet eine Auswahl an Linktipps und nennt Ansprechpartner für Gebärmutterhalskrebspatientinnen, Angehörige und Interessierte. Für Fachkreise hat der Krebsinformationsdienst Literaturhinweise und wissenschaftliche Quellen zusammengestellt, die bei der Erarbeitung der Texte zum Thema Gebärmutterhalskrebs genutzt wurden.

Wichtigste Ansprechpartner zur Abklärung eines Krebsverdachts und für Krebspatientinnen mit Fragen zu ihrer Erkrankung sind zunächst die Ärzte, die bisher die Betreuung übernommen haben. Sie können Tipps zu weiteren Informationsquellen geben und an zusätzliche Ansprechpartner verweisen. Ist ein Krankenhausaufenthalt notwendig, stellen sie die dafür notwendigen Bescheinigungen aus.

Auch die Krankenversicherung kann weiterhelfen: Sie bietet telefonische Auskünfte und hilft bei der Arzt- und Kliniksuche. Auf den Internetseiten aller gesetzlichen wie privaten Kassen finden sich entsprechende Informationen für Frauen mit Krebsvorstufen oder Gebärmutterhalskrebs. Viele Kassen bieten zudem eigene Broschüren zu Krebsthemen an.

Worauf kann man als Patientin noch achten? Woran erkennt man qualifizierte Ärzte oder Krankenhäuser, die sich auf die Krebsbehandlung spezialisiert haben?

Ärzte

Eine allgemeine Suche nach Frauenärzten und weiteren Fachärzten bietet ein Portal der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter www.arzt.de/page.asp?his=2.5511.

Der Berufsverband Niedergelassener Gynäkologischer Onkologen e.V. listet die Adressen seiner spezialisierten Mitglieder im Internet unter www.bngo.de/bngo/mitglieder/ auf. Doch Achtung: Es gibt weitere auf die Behandlung von Frauen mit einem Zervixkarzinom spezialisierte Ärzte, die nicht Mitglied in diesem Verband sind.

Krankenhäuser und Ambulanzen

Welche Qualitätskriterien gelten für Krankenhäuser? Seit einigen Jahren überprüft das OnkoZert-Institut im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) Krankenhäuser, in denen Krebspatienten behandelt werden. Zentren, die sich auf die ambulante und stationäre Behandlung von Krebserkrankungen spezialisiert haben, können sich begutachten und zertifizieren lassen. Voraussetzung für die Zertifizierung sind bestimmte Qualitätsmerkmale und fachliche Anforderungen. Wie OnkoZert arbeitet, wird auf der Seite www.onkozert.de offen gelegt. Zertifizierte Krebszentren, die auf die Behandlung gynäkologischer Tumoren und damit auch Gebärmutterhalskrebs spezialisiert sind, können unter www.oncomap.de gesucht werden.

In auf die Krebsbehandlung spezialisierten Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken erhält man in der Regel nicht nur eine qualifizierte medizinische Betreuung.

  • In der Regel gibt es auch Kliniksozialdienste: Dort beraten ausgebildete Mitarbeiter zum Beispiel zur Krankenversicherung, zur Beantragung von Rehabilitationsmaßnahmen oder zur Anerkennung einer Schwerbehinderung. Termine mit dem Kliniksozialdienst bekommen Patientinnen über die Stationsleitung oder die Ärzte und Pflegenden.
  • Psychoonkologisch geschulte Ansprechpartner helfen bei der Krankheitsbewältigung: entweder über die Kliniksozialdienste oder einen sogenannten Konsildienst, oder über Psychoonkologie-Sprechstunden.
  • In fast allen Kliniken gibt es darüber hinaus heute die Möglichkeit, sich zu weiteren Themen beraten zu lassen, etwa zu Ernährungsfragen oder zu Sport und Bewegung.

Dysplasiesprechstunden

Frauen mit Krebsvorstufen am Gebärmutterhals oder mit noch unklaren Befunden können sich bei Bedarf an sogenannte Dysplasiesprechstunden wenden: Unter www.dysplasieportal.de finden sich Zentren mit besonderer Spezialisierung auf die Untersuchung und Behandlung von Krebsvorstufen am Gebärmutterhals. In dieser Liste sind allerdings nur von der "Arbeitsgemeinschaft Zervixpathologie und Kolposkopie" zertifizierte Ansprechpartner aufgeführt – es kann also noch weitere gut qualifizierte Sprechstunden und Spezialisten geben.

In vielen Städten und Gemeinden gibt es psychosoziale Krebsberatungsstellen. Dort sind Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen tätig, die Erfahrung in der Beratung von Krebspatienten haben. Sie helfen Betroffenen und ihren Angehörigen, sich mit ihrer neuen Lebenssituation auseinanderzusetzen. Sie bieten aber auch Informationen zu praktischen Fragen, nennen weitere Ansprechpartner und beraten zu sozialrechtlichen Themen.

Eine Krebserkrankung stellt für viele Betroffene eine große Herausforderung dar, die auch psychisch verarbeitet werden muss. Wer längerfristige Unterstützung bei der Bewältigung dieser schwierigen Situation braucht, kann sich an Ärzte, Psychologen und weitere Fachleute wenden, die sich auf die psychologische Begleitung und Behandlung von Krebspatienten spezialisiert haben. Diese Psychoonkologen bieten Beratung und Hilfe für Patienten, aber auch für Angehörige.

  • Für die Suche nach einem wohnortnahen Angebot bietet der Krebsinformationsdienst eine Adresssuche.

Eine deutschlandweite Selbsthilfeorganisation für Gebärmutterhalskrebspatientinnen ist dem Krebsinformationsdienst im Herbst 2016 nicht bekannt. Es existieren aber regionale Selbsthilfeangebote in einzelnen Bundesländern oder Städten. Über solche regionalen Gruppen informiert der Krebsinformationsdienst am Telefon oder per E-Mail, auch die örtlichen zentralen Selbsthilfebüros und die Krebsberatungsstellen können weiterhelfen.

Viele Selbsthilfegruppen sind nicht jedoch auf eine Tumorart festgelegt. Dies trifft vor allem für Gruppen zu, die sich hauptsächlich über das Internet organisieren. Eine Liste von bundesweit tätigen Patientenorganisationen und Verbänden hat der Krebsinformationsdienst in der Rubrik "Wegweiser" unter dem Stichwort "Selbsthilfe" zusammengestellt. Unter der Überschrift "Krebs allgemein" finden sich weitere Ansprechpartner, an die sich auch Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs wenden können, darunter beispielsweise die Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V., eine der größten Selbsthilfeorganisationen in Deutschland. Sie informiert im Internet unter www.frauenselbsthilfe.de. Mit dem Projekt "NetzwerkStatt Krebs" möchte die Organisation vor allem junge Krebsbetroffene ansprechen, mehr Informationen unter www.netzwerkstattkrebs.de. 

Eine weitere Suchmöglichkeit bietet NAKOS, die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen. Datenbanken und ein Infotelefon sind unter www.nakos.de zu finden.
Ein besonderes Angebot hält NAKOS außerdem für Frauen vor, die  bei der Diagnose noch sehr jung sind, mehr unter www.schon-mal-an-selbsthilfegruppen-gedacht.de und im sozialen Netzwerk Facebook unter www.facebook.com/jungeselbsthilfe.

Krankenkassen

Wer klären möchte, welche Kosten für welche Leistungen übernommen werden, sollte sich direkt an seine Krankenkasse wenden. Sie beantwortet Fragen zum Beispiel zu Arzt- und Klinikkosten, zu Medikamenten, Hilfsmitteln oder zur häuslichen Krankenpflege. Die gesetzlichen Krankenkassen sind auch erste Ansprechpartner für die gesetzliche Pflegeversicherung und bei Fragen zur medizinischen Rehabilitation, sie stimmen das weitere Vorgehen mit den jeweiligen Leistungsträgern ab.

Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist Ansprechpartner in vielen Rehabilitationsfragen, nicht nur, wenn es um Reha-Maßnahmen, sondern auch, wenn es um die Rückkehr ins Arbeitsleben oder um Rentenfragen geht. Die deutsche Rentenversicherung ist unter der zentralen kostenlosen Telefonnummer 0800 - 1 000 48 00 erreichbar, im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de. Detaillierte Infos zur Reha nach Krebs gibt es unter www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/02_Rehabilitation/02_leistungen/03_reha_nach_krebs/reha_nach_krebs_node.html.

Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD)

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet Ratsuchenden im gesetzlichen Auftrag Beratung zum Umgang mit einer Erkrankung und ihren Folgen. Im Internet ist die UPD unter www.patientenberatung.de zu finden. Telefonisch kann man sich auf Deutsch, Türkisch, Russisch oder Arabisch beraten lassen, sowie per E-Mail oder über eine Online-Plattform. Mehr über die Angebote der UPD finden Interessierte unter www.patientenberatung.de/de/uber-uns/angebot.

Unter "Unsere Broschüren" bietet der Krebsinformationsdienst einen Überblick über seine schriftlichen Materialien zum Thema Krebs. Beispiele sind eine Broschüre zum Thema Sexualität nach Krebs sowie ein Informationsblatt zur Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung.
Weitere kurz gefasste Informationsblätter bieten Hintergründe zu Themen, die für viele Betroffene allgemein wichtig sind.

In der Rubrik "Wegweiser" bietet der Krebsinformationsdienst außerdem eine Auflistung kostenlos erhältlicher und werbefreier Broschüren anderer Anbieter.

Wer sich Informationen lieber anhört oder Informationsfilme zum Thema Gebärmutterhalskrebs sucht, findet ausgewählte Linktipps und Suchstrategien beim Krebsinformationsdienst unter "Bilder, Audiodateien, Filme".



Quellen zum Weiterlesen (Auswahl)

Leitlinien, Fachempfehlungen, Fachgesellschaften
Der Krebsinformationsdienst hat zur Erstellung des Textes im Wesentlichen zurückgegriffen auf die S3-Leitlinie "Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientin mit Zervixkarzinom", Version 1.0, September 2014, AWMF-Registernummer 032/033OL, abrufbar unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-033OL.html. Sie wurde herausgegeben im Leitlinienprogramm Onkologie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und der Deutschen Krebshilfe e.V. (DKH).
Federführende Fachgesellschaften waren die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) sowie die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e. V. (AGO). Neben der Fachleitlinie ist auch eine Leitlinie für Patientinnen abrufbar.

Die S3-Leitlinie "Zervixkarzinom: Prävention", AWMF- Registernummer 015 - 027OL, ist derzeit in Bearbeitung. Sie wird für Ende 2016 erwartet: www.awmf.org/leitlinien/detail/anmeldung/1/ll/015-027OL.html.

Die AGO (www.ago-online.de) hält als selbständige Gruppierung innerhalb der DGGG und der DKG zudem weitere Empfehlungen zum Thema Gebärmutterhalskrebs vor, unter www.ago-online.de/de/infothek-fuer-aerzte/leitlinienempfehlungen/uterus/. Mehr zur Struktur und Finanzierung legt die AGO unter www.ago-online.de/de/impressum/ offen.

Weiter wurde zurückgegriffen auf die S2e-Leitlinie "Supportive Maßnahmen in der Radioonkologie", Version 1.2, Februar 2015, AWMF-Registernummer 052/014, herausgegeben von der der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO), abrufbar unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/052-014.html.

Die S3-Leitlinie "Hormontherapie (HT) in der Peri- und Postmenopause" ist 2014 abgelaufen und wird derzeit aktualisiert. Die neue Fassung wird für Ende 2016 erwartet: www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/015-062.html.

Die "Münchner Nomenklatur III für die gynäkologische Zytodiagnostik der Zervix ab 1. Juli 2014" ist das für die gynäkologische Zytodiagnostik gebräuchliche Schema einer einheitlichen Befundwiedergabe. Sie wurde unter dem Dach der Koordinationskonferenz Zytologie (KoKoZyt) von an der zytologischen Diagnostik beteiligten Fachgesellschaften und Berufsverbänden erarbeitet. Abrufbar ist die "Münchner Nomenklatur III" zum Beispiel auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Zytologie e. V. (DGZ) unter www.zytologie.org/media/data/Broschuere-Muenchner-Nomenklatur-III-fuer-die-gynaeko.pdf.

Die Internationale Vereinigung für Gynäkologie und Geburtshilfe (International Federation of Gynecology and Obstetrics, FIGO) informiert unter www.figo.org.

Informationen der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) finden sich unter www.uicc.org.

Die WHO-Klassifikation von 2014 "Pathology and Genetics – Tumours of the Breast and Female Genital Organs" ist abrufbar auf den Seiten der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) unter www.iarc.fr/en/publications/pdfs-online/pat-gen/bb4/index.php. Die Monographien der IARC sind in englischer Sprache abrufbar unter http://monographs.iarc.fr/ENG/Monographs/PDFs/index.php.

Arzneimittel: Herstellerinformationen, Zulassungen, Nutzenbewertungen
Als Quelle für Aussagen zu Medikamenten hat der Krebsinformationsdienst aktuelle Fachinformationen der Hersteller herangezogen (zum Beispiel über www.fachinfo.de für Fachkreise zugänglich). Frei zugänglich sind Arzneimittelinformationen in deutschen Datenbanken (vor allem www.pharmnet.bund.de). Aktuelle Hinweise des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte gibt es unter www.bfarm.de, die Informationen der EU-Arzneimittelbehörde EMA unter www.ema.europa.eu/ema.
Zu neueren Arzneimitteln können als Quelle auch Nutzenbewertungen gemäß § 35a des SGB V herangezogen werden. Die bisher vorliegenden Berichte sind abrufbar beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Medizin unter www.iqwig.de, Stichwort "Projekte & Ergebnisse", dann "Publikationen".
Auch der Gemeinsame Bundessausschuss (G-BA) als Auftraggeber der Nutzenbewertung bietet Informationen zu aktuellen Änderungen. In der Regel handelt es sich dabei um Anpassungen der Arzneimittel-Richtlinie. Eine Übersicht bietet der G-BA unter www.g-ba.de/institution/themenschwerpunkte/arzneimittel/.

Inzidenz, Prävalenz, Mortalität
Aktuelle Zahlen zum Thema Gebärmutterhalskrebs sind der Broschüre "Krebs in Deutschland 2015/2016" entnommen. Sie ist eine gemeinsame Veröffentlichung des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut (www.krebsdaten.de) und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID, www.gekid.de). Sie ist im Internet abrufbar unter www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_node.html.

Erstellt: 01.06.2015

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