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Aszites und Alltag: Ernährung, Pflege, Lebensqualität

Was Krebspatienten weiterhelfen kann

Krebspatienten und ihre Angehörigen haben oft das Bedürfnis, neben der ärztlichen Versorgung selbst etwas gegen die Erkrankung oder die belastende Symptome zu unternehmen. Da bis heute keine ausreichenden Maßnahmen existieren, um Aszites auf Dauer zu heilen, sind auch die Möglichkeiten Betroffener entsprechend eingeschränkt. Nichtsdestoweniger können die durch Aszites hervorgerufenen Beschwerden gelindert und so die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessert werden. Je nachdem, in welchem Ausmaß Aszites auftritt und welche Nebenwirkungen die entsprechenden Therapien  hervorrufen, können Patienten oder ihre Angehörigen auch in die Behandlung und die Pflege miteinbezogen werden.

Der folgende Text zeigt auf, was Patienten, Angehörige und Freunde tun können und wo sie Unterstützung finden. Wichtig ist auf jeden Fall die Rücksprache mit den behandelnden Ärzten und Pflegefachleuten: Sie können für die individuelle Situation meist gut einschätzen, was hilft und welche Ratschläge Patienten eher nicht befolgen sollten.

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Pflege zu Hause

Für viele Behandlungsverfahren in der Krebstherapie ist heute kein stationärer Aufenthalt in einem Krankenhaus mehr erforderlich. Auch Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen müssen nicht immer in die Klinik, um Beschwerden zu lindern. So gibt es für einige krankheits- oder auch therapiebedingte Beschwerden durch Aszites Pflegemaßnahmen, die zu Hause vom Patienten selbst oder dessen Angehörigen durchführbar sind. Ein paar Beispiele: Ist die Bauchhaut aufgrund eines ausgeprägten Aszites gespannt, kann eine intensive Hautpflege etwa mit einer fettreichen Creme das Spannungsgefühl vermindern.
Bei Mundtrockenheit kann zum Beispiel das Lutschen von gefrorenen Obst- und Joghurtstückchen Abhilfe verschaffen.
Sind wiederholte Aszitespunktionen notwendig, können Patienten und Angehörige unter Umständen angelernt werden, über einen dauerhaften Katheter die Bauchflüssigkeit selbstständig abzuleiten. Die Patienten müssten dann nur noch zum Wechsel der Punktionsnadel in die Klinik. Generell ist bei einem dauerhaften Katheter darauf zu achten, dass die Punktionsstelle steril bleibt, um möglichen Infektionen vorzubeugen.

Einen allgemeinen Überblick über die Möglichkeiten der häuslichen Pflege bietet der Text "Pflegetipps – Häusliche Krankenpflege für Krebspatienten". Welche Unterstützung für schwer kranke Betroffene und ihre Angehörigen zur Verfügung steht, darüber informiert zudem das Informationsblatt "Fortgeschrittene Krebserkrankung" (PDF).

Ernährung

Da die Ursachen eines Aszites vielfältig sein können, gibt es keine allgemeinen  Ratschläge, wie sich Patienten ernähren sollten, um der Flüssigkeitsansammlung entgegenzuwirken und einen körperlichen Abbau durch Eiweiß- und Flüssigkeitsverlust zu verhindern. Die Absprache mit dem Arzt und die individuelle Beratung sind auf jeden Fall notwendig. Da Aszites in der Regel Anzeichen einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung ist, müssen Ernährungsmaßnahmen auch unter diesem Aspekt geplant werden. Viele Patienten leiden aufgrund des Druckes im Bauchraum zudem unter Appetitlosigkeit und einem ständigem Sättigungsgefühl, was ihnen die normale Nahrungsaufnahme oft erschwert. Eine Zusammenstellung möglicher Vorgehensweisen bietet der Krebsinformationsdienst im Text "Ernährung für Krebspatienten".

Unterstützung

Schon die Diagnose Krebs ist für viele Menschen zunächst ein Schock. Plötzlich ist alles bisher Selbstverständliche in Frage gestellt, nicht selten fühlen sich Betroffene existentiell bedroht.  Im Verlauf der Erkrankung und der medizinischen Behandlung sehen sich Patienten immer wieder neuen Veränderungen ausgesetzt, die auch psychisch verarbeitet werden müssen. Belastende und sichtbare Symptome wie Aszites, die das Zeichen einer fortgeschrittenen Krebserkrankung sein können, erschweren es häufig zusätzlich, sich mit der Situation auseinanderzusetzen. Wie Krebspatienten mit Belastungen umgehen können und so ihre Lebensqualität erhalten oder gar verbessern können, hat der Krebsinformationsdienst in dem Beitrag "Krankheitsverarbeitung" zusammengestellt.

Viele Tumorpatienten kommen häufig mit den Veränderungen, die sich durch die Erkrankung in ihrem Leben einstellen, auf lange Sicht auch ohne fremde Hilfe zurecht. Andere dagegen fühlen sich mit der Situation völlig überfordert. Für Patienten, die sich Unterstützung im Umgang mit ihrer Krankheitssituation wünschen, hat der Krebsinformationsdienst den gesonderten Text "Psychologische Hilfen – belastende Situationen leichter bewältigen" zusammen gestellt.

Auch für Angehörige kann die Tumorerkrankung eines engen Verwandten oder Freundes sehr belastend sein, vor allem dann, wenn sie bei der konkreten Pflege eines Patienten mit Aszites gefordert sind. Unter dem Titel "Angehörige und Freunde – Helfen und helfen lassen" finden Angehörige Hilfestellungen im Umgang mit nahe stehenden Krebspatienten.
Aszites tritt am häufigsten in fortgeschrittenen Erkrankungsstadien auf. Geht es einem Krebspatienten sehr schlecht, gelingt die Versorgung oft nur mithilfe von Angehörigen, aber auch professionellen Pflegediensten oder anderen Angeboten der Unterstützung. Wie die häusliche Pflege Kranker organisiert werden kann, darüber informiert der Krebsinformationsdienst in zwei Texten:

- "Krankenpflege zu Hause - Ansprechpartner"  
- Informationsblatt "Versorgung in der letzten Lebensphase" (PDF)
- Informationsblatt "Psychoonkologie" (PDF)