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Mann und Frau beim Kochen, Foto: STOCK4B Creative/Getty Images © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Mehr wissen zu Ernährung bei Krebs: Links, Adressen, Fachinformationen

Wo findet man Ansprechpartner für die Ernährungsberatung?

Wo findet man als Krebspatient weiterführende Informationen zum Thema Ernährung bei Krebs? Wer ist Ansprechpartner für eine professionelle Ernährungsberatung? Gibt es Leitlinien oder Empfehlungen, an denen sich Ärzte und Pflegefachleute orientieren können?
In diesem Text hat der Krebsinformationsdienst eine Auswahl von Adressen und Links zum Thema "Ernährung bei Krebs" zusammengestellt. Aufgelistet sind Ansprechpartner für Betroffene und ihre Angehörigen. Darüber hinaus finden sich Hinweise auf Informationsmaterial und Tipps, wo man sich praktische Unterstützung im Alltag holen kann. Für Interessierte und Fachkreise sind Hinweise auf wissenschaftliche Literatur und Leitlinien beigefügt. Sie dienten dem Krebsinformationsdienst als Quellen für die Texte zum Thema. 

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Broschüren: Wo findet man gutes Informationsmaterial?

In Deutschland gibt es viel kostenloses Informationsmaterial, dazu eine Fülle von Büchern zum Thema Ernährung bei Krebs. Welche Publikationen sind nützlich? Welche informieren neutral? Welche enthalten dagegen eher Produktwerbung?

  • Der Krebsinformationsdienst bietet eine Auflistung kostenlos erhältlicher Broschüren und Faltblätter, die ausgewogen zum Thema informieren. Aufgeführt sind jeweils Titel, Erscheinungsdatum und Bezugsadressen. Wo möglich, werden auch Links zum Download der jeweiligen Broschüre genannt.
  • Krankenkassen, regionale Selbsthilfegruppen oder Krebsberatungsstellen empfehlen ebenfalls weitere Broschüren und Bücher zur Ernährung.

Linktipps: Wer bietet Wissen zu gesundem Essen, zu Schadstoffen oder anderen Risiken?

  • Informationen für Gesunde wie für Patienten, für Interessierte wie für Fachleute bieten die Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) unter www.dge.de.
  • Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) informiert allgemein zum Thema Ernährung und zum Umgang mit Lebensmitteln unter www.bmel.de.
  • Welche Schadstoffe belasten Lebensmittel? Wie sieht es mit der Vitamin- und Mineralstoffversorgung in Deutschland aus? Viele Hintergrundinformationen und Stellungnahmen bietet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) unter www.bfr.bund.de
  • Zur Lebensmittelsicherheit informiert das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Unter www.bvl.bund.de finden Verbraucher beim Stichwort Lebensmittel zum Beispiel Informationen dazu, wie die Lebensmittelkennzeichnung in der EU geregelt ist. Sie erfahren dort ebenfalls, warum Nahrungsergänzungsmittel "echte" Arzneimittel niemals ersetzen können. 
  • Das Portal "In Form – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) getragen und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie dem Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Partner sind unter anderem auch die Verbraucherzentralen. Die Internetadresse lautet www.in-form.de. Hier findet man allgemeine Informationen zu vielen Themen rund ums Essen und Trinken, vom Kochrezept bis hin zu Broschüren. 
  • Das Portal www.was-wir-essen.de wird ebenfalls vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Hier kann man aktuelle Informationen rund um Lebensmittel, ihren Nutzen und mögliche Risiken abfragen, in den Diskussionsforen "stöbern" oder selbst Fragen an Ernährungsexperten stellen.

Ernährungsberatung: Wo findet man Ansprechpartner?

Erste Ansprechpartner für eine Ernährungsberatung sind die behandelnden Ärzte:

  • Niedergelassene Ärzte informieren und betreuen Krebspatienten entweder selbst oder sie nennen geeignete Adressen. Sie stellen eine entsprechende Verordnung für eine Ernährungsberatung aus. Diese Verordnung ist wichtig, wenn die Krankenkasse die Kosten übernehmen soll.
  • In großen Krebszentren gehört die qualifizierte Ernährungsberatung ebenfalls zum Versorgungskonzept. Wer sich für eine Ernährungsberatung interessiert und ambulant oder stationär im Krankenhaus behandelt wird, sollte nach entsprechenden Angeboten fragen.
  • In den letzten Jahren haben zudem die Krankenversicherungen begonnen, für Krebspatienten individuelle Beratungen, Kurse und Schulungen selbst zu vermitteln und zu organisieren. Da die Krankenkassen für viele Angebote die Kosten entweder ganz oder anteilig übernehmen, sind sie außer den behandelnden Ärzten die wichtigsten Ansprechpartner für Krebspatienten. Patienten erfahren dort mehr zu den Rahmenbedingungen der Kostenübernahme und können gegebenenfalls nach weiteren Ansprechpartnern fragen.

Wer sich selbst auf die Suche nach einem Ernährungsberater machen möchte, für den sind die folgenden Adressen hilfreich.

  • Ob die Krankenkassen die Kosten für eine Ernährungsberatung übernimmt, sollte man gezielt hinterfragen.
  • Wichtig zu wissen: Der Begriff "Ernährungsberater" ist in Deutschland nicht geschützt, rein theoretisch kann sich jeder so nennen.

Verschiedene Fachgesellschaften bieten aber Fortbildungen und Zertifizierungen an. Darunter sind die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), der Berufsverband der Oecotrophologen e.V. (VDOe), der Verband für Ernährung und Diätetik e.V. (VFED) und die Deutsche Gesellschaft der qualifizierten Ernährungstherapeuten und Ernährungsberater (QUETHEB e.V.). Auf ihren Internetseiten können Interessierte die Vorgaben für die Zertifizierungen nachlesen. Bei Bedarf kann man dort nach Adressen von qualifizierten Ernährungsberatern suchen:

  • Berufsverband der Oecotrophologen (VDOe): www.vdoe.de/expertenpool.html – Nach Ernährungsberatern, die sich auf das Gebiet "Onkologie" spezialisiert haben, kann hier gesucht werden. Dazu das Feld "Weitere Suchkriterien" anklicken, unter "Tätigkeitsbereich" "Ernährungstherapie" auswählen. Danach bei "Schwerpunkte" "Krebserkrankungen, Onkologie" wählen. Unter dem Stichwort "Bundesland" lässt sich die Auswahl eingrenzen.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE): www.dge.de/modules.php?name=adress – Hier ist eine Ernährungsberater-Suche nach Postleitzahlen möglich, aber nicht nach dem Stichwort "Krebs". Welcher Ernährungsberater sich womit gut auskennt, erfährt man direkt bei der einzelnen Fachkraft.
  • Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e.V. (BDEM): www.bdem.de/index.php?page=18 – Der Verband bietet eine Adressübersicht von Schwerpunktpraxen. Wer wissen möchte, ob ein Arzt einen ernährungsmedizinischen Schwerpunkt hat, muss auf "mehr" hinter den jeweiligen Links klicken.
  • Deutsche Gesellschaft der qualifizierten Ernährungstherapeuten und Ernährungsberater (QUETHEB e. V.): www.quetheb.de/verbr-experten_quetheb.htm - Die Gesellschaft bietet eine Fachkräfte-Suche über Ort oder Postleitzahlen. Spezialgebiete sind oft nicht ausgewiesen. Ernährungsberater mit dem Schwerpunkt "Krebs" auszuwählen, ist nicht möglich.
  • Verband der Diätassistenten - Deutscher Bundesverband e.V. (VDD): www.vdd.de/diaetassistenten/umkreissuche – Betroffene können hier nach Diätassistenten in ihrer Nähe mit dem Schwerpunkt "Krebs/Ernährung bei onkologischen Erkrankungen" suchen, einfach Ort, Postleitzahl und Umkreis eingeben.
  • Verband für Ernährung und Diätetik e.V. (VFED): www.vfed.de/de/plz_00000__09999_82c76 – Auch hier ist die Suche nur nach Postleitzahlen, nicht nach dem Stichwort "Krebs" möglich. Schwerpunkte der Ernährungsberater werden dann angezeigt.

Rehabilitation: Beratung und Schulung zu Ernährungsfragen

Eine Rehabilitation nach Krebs umfasst auch Informationen und Beratung zu Alltagsfragen. Bei diesen Themen spielt die Ernährung eine besonders wichtige Rolle. So bieten Rehabilitationskliniken in der Regel nicht nur eine Ernährungsberatung, sondern oft praktische Schulungen bis hin zu spezialisierten Kochkursen an.
Mit Auskünften zur Rehabilitation sowie zu weiteren Beratungs- und Schulungsangeboten helfen noch im Krankenhaus die Kliniksozialdienste weiter.
Für bereits entlassene Patienten kann der Hausarzt geeignete Rehabilitationsmaßnahmen empfehlen. Ansprechpartner für bereits entlassene Patienten sind außerdem die Krankenkassen und bei Rehafragen die sogenannten Servicestellen REHA. Sie werden von den Versicherungsträgern unterhalten. Eine Liste der regionalen Stellen findet sich unter www.reha-servicestellen.de. Auch die Krebsberatungsstellen vermitteln bei Bedarf Ansprechpartner vor Ort.

Selbsthilfe: Wer kann praktische Tipps geben?

Wer sich gerne mit anderen Betroffenen über Ernährungsprobleme austauschen möchte, für den sind Selbsthilfegruppen die richtigen Ansprechpartner. In Selbsthilfegruppen kann man oft wertvolle Informationen und Zugang zu weiteren Informationsquellen erhalten. Mitglieder von Selbsthilfegruppen verfügen darüber hinaus über individuelles Erfahrungswissen, wie man im Alltag mit Einschränkungen umgehen kann. Unterscheiden sollten Betroffene aber zwischen

  • persönlich gefärbten Tipps, die nicht auf jeden Patienten übertragbar sind, und
  • den meist von den Bundesverbänden der Selbsthilfe zentral verantworteten Broschüren und Empfehlungen.

Häusliche Pflege: Wo findet man Unterstützung?

Viele Patienten wünschen sich keinen allzu langen Klinikaufenthalt. Sie möchten nach Hause, sobald die Ärzte darin kein unmittelbares Risiko mehr sehen. Hinzu kommt, dass Krebspatienten heutzutage für eine Chemotherapie oder eine Strahlentherapie von vornherein nur noch selten stationär ins Krankenhaus müssen.

Nicht jeder Patient ist in dieser Situation in der Lage, alltägliche Aufgaben wie etwa Einkaufen, Kochen, Essen und Trinken selbst zu bewältigen. Wer Unterstützung benötigt, kann sich in dieser Situation an ambulante Pflegedienste wenden. Sie übernehmen nicht nur die medizinische Pflege. Je nach Verordnung durch den Arzt, unterstützen sie zudem bei hauswirtschaftlichen Aufgaben wie etwa einkaufen. Weiterführende Informationen hat der Krebsinformationsdienst im Text "So wird häusliche Krankenpflege organisiert: Ansprechpartner" zusammengestellt.

Psychosoziale Unterstützung: An wen kann man sich wenden?

Nach der Diagnose Krebs setzen sich fast alle Betroffenen mit einer Vielzahl von bedrückenden Gefühlen auseinander. Jeder Patient geht anders damit um. Bei manchen kann sich diese emotionale Ausnahmesituation jedoch auf den Appetit auswirken und damit auf Gewicht und Nährstoffversorgung. Umgekehrt empfinden es Patienten wie auch ihre Angehörige als enorm belastend, wenn es nicht gelingt, Probleme bei der Ernährung und eine Mangelversorgung aufzufangen. Wie und wo Betroffene Hilfe finden, wie sie mit psychischen Belastungen am besten umgehen, hat der Krebsinformationsdienst in seinen Texten zur "Krankheitsverarbeitung: Umgang mit einer Krebserkrankung" zusammengestellt. Dort erhalten Patientinnen wie auch ihre Angehörigen und Freunde Hintergrundinformationen. Der Krebsinformationsdienst bietet außerdem Adressen regionaler psychosozialer Krebsberatungsstellen und ambulant psychotherapeutisch arbeitender Psychoonkologen.

Krebsinformationsdienst: Fragen zu Krebs? Wir sind für Sie da.

Fachliteratur: Quellen und Linktipps für Interessierte und Fachleute (Auswahl, Stand Februar 2015)