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Schmerzmittel auf Auslandsreisen: Was sollten Krebspatienten beachten?

Krebspatienten, die auf betäubungsmittelhaltige Arzneimittel angewiesen sind, dürfen diese grundsätzlich auch auf Auslandsreisen mitnehmen. Erlaubt sind allerdings nur die Mengen, die für den persönlichen Bedarf innerhalb des Reisezeitraums notwendig sind. Damit es bei der Einreise oder am Urlaubsort jedoch nicht zu Problemen mit dem Zoll oder der Polizei kommt, müssen Patienten einige Regeln beachten. Auf Nummer sicher geht, wer eine beglaubigte Bescheinigung dabei hat, dass die Medikamente notwendig sind.

Die Bundesopiumstelle des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) rät:

  • "Betäubungsmittel, die nach der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung von einem Arzt verschrieben wurden, können in einer der Dauer der Reise angemessenen Menge als persönlicher Reisebedarf für 30 Tage mitgeführt werden.
  • Bei Reisen in Mitgliedstaaten des Schengener Abkommens ist eine Bescheinigung des Arztes erforderlich. Diese muss von der zuständigen Landesgesundheitsbehörde beglaubigt werden.
  • Bei Reisen in andere Länder sollten sich Patienten vom Arzt eine mehrsprachige Bescheinigung gemäß dem "Leitfaden für Reisende" des INCB (International Narcotics Control Board) ausstellen lassen. Diese soll Angaben zu Einzel- und Tagesdosierungen, Wirkstoffbezeichnung, Wirkstoffmenge und Dauer der Reise enthalten. Auch eine solche Bescheinigung muss beglaubigt werden.
  • Bereits während der Reisevorbereitung sollten Patienten sich zusätzlich bei der jeweils zuständigen diplomatischen Vertretung des Reiselandes in Deutschland nach den geltenden rechtlichen Bestimmungen erkundigen."