© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Diese Seiten sind Ausdrucke aus www.krebsinformationsdienst.de, den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum. Mehr über den Krebsinformationsdienst und seine Angebote lesen Sie auf unseren Internetseiten. Am Telefon stehen wir Ihnen täglich von 8.00 bis 20.00 für Fragen zur Verfügung, unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 – 420 30 40. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Bitte beachten Sie: Internet-Informationen sind nicht dazu geeignet, die persönliche Beratung mit behandelnden Ärzten oder gegebenenfalls weiteren Fachleuten zu ersetzen, wenn es um die Diagnose oder Therapie einer Krebserkrankung geht. Die vorliegenden Informationen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte, unabhängig von Form, Zeit oder Medium bedarf der schriftlichen Zustimmung des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum.

Ursprüngliche Adresse dieses Ausdrucks: https://www.krebsinformationsdienst.de


Archiv

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht das Deutsche Krebsforschungszentrum

 "50 Jahre DKFZ sind 50 Jahre Spitzenforschung. Ich habe nicht erst anlässlich meines heutigen Besuchs von dieser Einrichtung gehört und freue mich, nun zum ersten Mal hier zu sein", begrüßte Bundeskanzlerin Angela Merkel Mitarbeiter und Ehrengäste des Deutschen Krebsforschungszentrums.
Anlass für den Besuch der Bundeskanzlerin im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) war das 50-jährige Jubiläum der Institution. „Ihr Besuch ist ein wunderbares Geburtstagsgeschenk für uns, ein glänzender Auftakt für unser Jubiläumsjahr“, begrüßte Otmar Wiestler, der Vorstandsvorsitzende des DKFZ, die Bundeskanzlerin. Neben beiden DKFZ-Vorständen Otmar Wiestler und Josef Puchta hieß auch der ehemalige Vorstand und Nobelpreisträger Harald zur Hausen die Kanzlerin willkommen und begleitete sie bei ihrer Visite.

Bundeskanzlerin Angela Merkel flankiert von den DKFZ-Vorständen Josef Puchta (li.) und Otmar Wiestler (re.). Außen li.: Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, außen re.: Harald zur Hausen. Foto: Tobias Schwerdt © dkfz.de
Bundeskanzlerin Angela Merkel flankiert von den DKFZ-Vorständen Josef Puchta (li.) und Otmar Wiestler (re.). Außen li.: Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, außen re.: Harald zur Hausen © dkfz.de

Nach ihrem Eintrag im Gästebuch besuchte Angela Merkel zunächst zwei Labore im DKFZ: In der Abteilung „Molekulare Stoffwechselkontrolle“ ließ sie sich erläutern, wie Lebensstil und Fehlernährung zu Stoffwechselentgleisungen und schließlich sogar zu Krebs führen können. In der Abteilung „Stammzellen und Krebs“ demonstrierten Forscher der Kanzlerin, wie sich mithilfe eines Analysegeräts aus einem Gemisch von Krebszellen diejenigen mit Stammzell-Eigenschaften isolieren lassen. Diese Tumor-Stammzellen gelten als Keimzelle vieler Krebserkrankungen und deren Metastasen.

Anschließend diskutierte Angela Merkel mit acht jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Die Doktoranden und Nachwuchsforscher, unter anderem aus den USA, Kanada und Japan, berichteten der Bundeskanzlerin, warum das DKFZ für talentierte Nachwuchskräfte aus aller Welt ein attraktiver Arbeitgeber ist: Mit herausragenden Forscherpersönlichkeiten und einer hervorragenden Infrastruktur zählt das Zentrum zum internationalen Spitzenfeld der Krebsforschung. Das halbstündige Gespräch drehte sich außerdem um Chancengerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Wissenschaftssystem. Angela Merkel zeigte sich nach dem Gespräch beeindruckt: „Was man mit Händen greifen kann, ist, dass Sie die Nachwuchsförderung ernst nehmen und dass hier auch Frauen eine Chance haben. Mein Besuch hat mir gezeigt, dass ich mir um den Nachwuchs hier keine Sorgen machen muss.“

Höhepunkt und Abschluss des Besuchs war die Rede der Bundeskanzlerin vor über tausend geladenen Gästen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DKFZ. Zuvor bedankte sich DKFZ-Vorstand Otmar Wiestler ausdrücklich für die jahrzehntelange Finanzierung des Krebsforschungszentrums durch die Bundesregierung. „Das Geld war gut angelegt: Fünf Jahrzehnte Forschung im DKFZ haben viel für die Menschen bewirkt – unsere Ergebnisse haben dazu beigetragen, Tausende von Krebserkrankungen zu vermeiden und Krebs in vielen Fällen besser zu behandeln und früher zu entdecken. Und außerdem: Investition in die Forschung ist Investition in Deutschlands Zukunft“, so der DKFZ-Vorstand.

Zum Abschied versprach die Bundeskanzlerin: „Die internationale Ausrichtung wird hier gelebt und bürgt für die wissenschaftliche Exzellenz. Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen stimmen.“