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Darmkrebs: Erkrankungszahlen sinken auch in anderen Ländern

Nicht nur in Deutschland erkranken seit einigen Jahren immer weniger Menschen an Darmkrebs. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt: Auch dort sinken die Erkrankungszahlen und die Sterblichkeit. Wissenschaftler der Amerikanischen Krebsgesellschaft werteten Daten verschiedener Register aus, darunter auch  Zahlen des Programms "Surveillance, Epidemiology and End Results (SEER)" des US-amerikanischen Krebsforschungszentrums National Cancer Institute.

Interessant ist der Blick auf die Details: Die Erkrankungsrate sank in den USA nämlich nicht in allen Altersgruppen, sondern nur bei den über 50-Jährigen. Bei den unter 50-Jährigen stieg die Erkrankungsrate in den letzten zehn Jahren sogar leicht an. Außerdem zeigten sich Unterschiede, wenn man die ethnische Herkunft näher betrachtete. Besonders auffällig: Am häufigsten erkrankten US-Bürger afroamerikanischer Abstammung.

Wie kommen diese und weitere Unterschiede zustande? Die Autoren der Studie führen die unterschiedlichen Entwicklungen vor allem auf den unterschiedlichen Zugang zu Darmkrebs-Screening-Programmen und Behandlungsmöglichkeiten zurück. Bei Darmkrebs spielen außerdem Ernährungsgewohnheiten und weitere sozioökonomische Faktoren eine Rolle, die in den USA mehr oder weniger stark mit der ethnischen Herkunft verknüpft sind.

Der Anteil der US-Bürger, die an einer Früherkennungsuntersuchung teilgenommen hatten, stieg in den letzten Jahren: Im Jahr 2000 unterzogen sich 19 von 100 der 50-bis 75-Jährigen einer Koloskopie. 2010 waren es bereits 55 von 100. US-Bürger afroamerikanischer Abstammung nehmen im Mittel seltener an Vorsorge-Untersuchungen teil als andere Bevölkerungsgruppen. Sie haben auch nach wie vor einen schlechteren Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten. Der Vergleich einzelner Bundesstaaten zeigte: In Bundesstaaten mit organisiertem Darmkrebs- Screening und besserem Zugang zu Therapien starben weniger Menschen an Darmkrebs.