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Darmkrebs: Erkrankungszahlen sinken

Immer weniger Menschen erkranken an Darmkrebs. Auch die Zahl der Menschen, die an der Erkrankung verstirbt, ist in den letzten Jahren gesunken. Auf diesen Trend weist das Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert-Koch-Institut anlässlich des Darmkrebsmonats März hin.

Das Bemerkenswerte an dieser Entwicklung ist: In Deutschland steigt die Lebenserwartung - und da das Krebsrisiko mit dem Alter immer weiter zunimmt, würde man auch eine Steigerung der absoluten Krebszahlen erwarten. Bei vielen anderen Tumorarten ist dies auch der Fall. Bei Darmkrebs allerdings hat sich der Trend in den letzten Jahren umgekehrt.

Was ist der Grund für diesen positiven Trend? Wahrscheinlich spielen mehrere Faktoren eine Rolle, so die Experten:

  • Sie machen beispielsweise Fortschritte bei der Therapie von Darmkrebs und bei der Versorgung von Patienten dafür verantwortlich, dass weniger Menschen an ihrer Erkrankung sterben.
  • Änderungen im Gesundheitsverhalten wiederum können bewirken, dass weniger Menschen überhaupt erst an Darmkrebs erkranken. Als gesicherte Risikofaktoren für Darmkrebs gelten zum Beispiel Übergewicht und Bewegungsmangel.
  • Aber auch Früherkennungsmaßnahmen spielen vermutlich eine Rolle. Seit einigen Jahren haben gesetzlich Krankenversicherte Anspruch auf regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen: Ab dem Alter von 50 Jahren gehört ein Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl dazu, ab 55 die Darmspiegelung. Vor allem die Koloskopie hat das Potenzial, eine Krebserkrankung tatsächlich zu verhindern: Bei der endoskopischen Untersuchung des Darms können Krebsvorstufen gleich entfernt werden. Dies erklärt das Absinken der Erkrankungsrate möglicherweise ebenfalls - ein Trend, der sich auf lange Sicht sogar noch verstärken könnte.