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Schutz vor Radon: Neue Richtlinie der EU zum Strahlenschutzrecht

In Wohnungen und am Arbeitsplatz sollen Menschen zukünftig besser vor radioaktivem Radon geschützt werden. Das ist ein wichtiger Teil der  Richtlinie zur Erneuerung des europäischen Strahlenschutzrechts. Diese hat der Rat der Europäischen Union gerade verabschiedet. Die Richtlinie soll von den EU-Staaten innerhalb von vier Jahren in nationales Recht umgesetzt werden.

Warum ist der Schutz vor Radon notwendig?


Radon ist ein natürlich vorkommendes Gas. Es entsteht als radioaktives Zerfallsprodukt in tieferen Erdschichten. Von dort kann es aufsteigen. Im Freien ist das harmlos: hier verteilt sich das Gas schnell. In geschlossenen Räumen dagegen kann sich Radon sammeln - zum Beispiel in Höhlen, Bergstollen, aber auch in Kellerräumen, Versorgungschächten und Treppenaufgängen. Das Gas gilt als Risikofaktor für Lungenkrebs: Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) schätzt, dass Radon für etwa fünf Prozent der Sterbefälle durch Lungenkrebs in Deutschland verantwortlich ist. Raucher sind durch Radon besonders gefährdet.

Doch nicht alle Gegenden in Deutschland sind gleichermaßen betroffen: In manchen Regionen wird relativ viel Radon aus dem Boden freigesetzt, in anderen nur sehr wenig. In einer Übersichtskarte des BfS erfahren Interessierte, welche Radonkonzentrationen in ihrer Region gemessen werden:  www.bfs.de/de/ion/radon/radon_boden/radonkarte.html.

Wie kann man sich vor zu hohen Radonkonzentrationen in Gebäuden schützen? Schon regelmäßiges Lüften hilft, das Gas wirksam zu entfernen. Zusätzlich sollten in besonders gefährdeten Gebäuden besondere Abdichtungsmaßnahmen vorgenommen werden. Bei Neubauten kann man von vorn herein Schutzmaßnahmen einplanen. Allerdings ist die Radonkonzentration von Haus zu Haus unterschiedlich hoch. Nur eine direkte Messung bietet Auskunft über die tatsächliche Belastung. In Risikogebieten kann diese Radonmessung sinnvoll sein.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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