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Studie zur Kindergesundheit: HPV-Impfung auf gutem Weg – aber noch nicht am Ziel

Etwa die Hälfte der Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren ist in Deutschland bereits mindestens einmal gegen Humane Papillomviren (HPV) geimpft worden. Vier von zehn haben sogar alle drei für die vollständige Immunisierung notwendigen Impfungen bekommen. Das ist eines der Ergebnisse der bundesweiten Studie zu Kindergesundheit (KiGGS), die vom Robert-Koch-Institut durchgeführt wird. Fachleute sehen Deutschland damit auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel: Wünschenswert wäre, dass mindestens acht von zehn Mädchen sich immunisieren lassen. Damit könne man die Verbreitung der wichtigsten krebserregenden HPV-Typen einschränken. Die Zahl der Frauen, die langfristig an Gebärmutterhalskrebs erkranken, ließe sich dadurch voraussichtlich deutlich senken.

Risikofaktoren möglichst früh erfassen

Alkohol gehört genau wie das Rauchen zu den anerkannten Risikofaktoren für verschiedene Krebsarten.

Ein weiteres Ergebnis der Befragung: Der Anteil der Jugendlichen, die rauchen, ist in den letzten Jahren stark gesunken: Bei der Erhebung der Basisdaten zwischen 2003 und 2006 gaben etwa zwei von zehn der 11- bis 17-Jährigen an, Tabak zu konsumieren. In der aktuellen Befragungsrunde war nur noch einer von zehn Jugendlichen Raucher.

Erstmals wurden auch Daten zum Alkoholkonsum erhoben: Während von den 13-Jährigen nur etwa jeder Dritte schon mal Alkohol getrunken hat, war es von den 17-Jährigen fast jeder. In dieser Altersgruppe war auch der Anteil der Jugendlichen mit sogenanntem Rauschkonsum am höchsten: Etwa jedes vierte Mädchen und fast jeder zweite Junge gab an, mindestens einmal im Monat mehr als fünf alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit zu trinken.

Hintergrund: Die KiGGS-Untersuchung

In der KiGGS-Untersuchung erhebt das Robert-Koch-Institut in regelmäßigen Abständen Daten zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Sie ist die erste bundesweit repräsentative Untersuchung zur gesundheitlichen Lage der heranwachsenden Generation. Die Langzeitstudie beobachtet die gesundheitliche Situation der in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen und begleitet sie bis ins Erwachsenenalter.

Bereits zwischen 2003 und 2006 hatten sich in ganz Deutschland über 17.000 Jungen und Mädchen gemeinsam mit ihren Eltern an einer umfangreichen Basiserhebung beteiligt. Von 2009 bis 2012 erfolgte mit der "KiGGS Welle 1" eine telefonische Wiederholungsbefragung. Mit dabei waren die erreichbaren und teilnahmebereiten Familien der Basiserhebung, zusätzlich wurden Familien 0- bis 6-Jähriger neu eingeladen.

Die ersten Studienergebnisse für die Altersgruppe der 0- bis 17-Jährigen sind in der Broschüre "Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – 2013" enthalten. Ausführlichere Ergebnisse der KiGGS Welle 1 werden Mitte 2014 im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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