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Grippeschutz: Für Krebspatienten und ihre Angehörigen

Die Saison für die jährliche Grippeschutzimpfung beginnt: Der beste Zeitraum für die Impfung liegt im Oktober und November. Der Impfstoff steht in der Regel aber bereits ab Ende September zur Verfügung.
Zwar kann die Impfung auch später im Jahr nachgeholt werden, selbst dann noch, wenn eine Grippewelle schon begonnen hat. Dann besteht allerdings das Risiko, dass man sich infiziert, bevor der Impfschutz aufgebaut ist.

Wer sollte sich impfen lassen?

Impfausweise © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Eine Tumorerkrankung ist kein Hindernis für eine Grippeimpfung, im Gegenteil: Auch bei Krebspatienten spricht selten etwas gegen die Impfung, und gerade für sie wäre eine echte Influenza besonders gefährlich. Ob die Impfung infrage kommt, oder ob medizinische Gründe dagegen sprechen, klärt man am besten mit den behandelnden Ärzten.

Wichtig ist auch, dass sich Familienangehörige, Freunde und Betreuer von Krebspatienten impfen lassen, um sie noch besser vor den Krankheitserregern zu schützen. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) hatte die Impfung bisher nur dann für betreuende Menschen empfohlen, wenn der Patient selbst nicht geimpft werden konnte. Diese Einschränkung hat die STIKO für die Grippesaison 2013/2014 aufgehoben.

Trotz Tumor gegen Grippe impfen lassen

Menschen mit chronischen und schweren Erkrankungen wie Krebs sollten sich nach Möglichkeit selbst gegen Grippe impfen lassen.
Auch Angehörige und Freunde von Krebskranken sollten sich impfen lassen, um die Patienten nicht unnötig zu gefährden.

Die Begründung: Auch wenn ein Risikopatient selbst geimpft wurde, ist eine Ansteckung nicht völlig ausgeschlossen. Wegen der großen Wandlungsfähigkeit und Vielfalt der Influenzaviren bietet die Impfung keinen hundertprozentigen Schutz. Bei älteren Menschen spricht von vornherein das Immunsystem weniger gut auf Impfungen an. Sind aber noch möglichst viele Menschen im unmittelbaren Umfeld von Krebspatienten oder anderen Risikopersonen geschützt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Viren verbreiten.

Die Impfempfehlung gilt allgemein für alle Menschen, die bei einer Infektion ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Dazu zählen alle Menschen ab 60 Jahren und Schwangere. Auch Patienten mit anderen Erkrankungen wie etwa Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder Asthma gehören zu dieser Risikogruppe. Grundsätzlich sollten sich auch Angehörige von Gesundheitsberufen und Berufstätige in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr impfen lassen.

Ansteckungsrisiko verringern: Was kann man tun?

Hände waschen
Kontakt mit erkrankten Menschen meiden
Weitere Informationen unter www.infektionsschutz.de oder unter www.wir-gegen-viren.de.

Neben der Impfung sollte man weitere Maßnahmen ergreifen, um sich nicht mit Grippeviren zu infizieren. Zu Menschen mit Symptomen wie Husten oder Schnupfen sollte man Abstand halten. Regelmäßiges gründliches Händewaschen hilft ebenfalls, die Virenverbreitung einzugrenzen.

Warum soll man seinen Impfschutz jedes Jahr erneuern? Die Wirkung lässt mit der Zeit nach. Hinzu kommt: Jedes Jahr zirkulieren andere Influenza-Stämme um den Globus. Die Impfstoffe werden daher in jeder Saison an die jeweils häufigsten Viren angepasst.
Die Grippeschutzimpfung ist für alle Menschen, die in der STIKO-Empfehlung aufgeführt sind, eine Kassenleistung: Sie müssen die Kosten nicht selbst tragen.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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