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Prostatakrebs: Untersuchung bewertet Therapieoptionen

Am 22. Januar 2013 startete die sogenannte PREFERE-Studie. Erstmals sollen gängige Behandlungsoptionen bei Frühformen von Prostatakrebs miteinander verglichen werden: Was nützt betroffenen Männern mehr, wenn ihr Tumor noch auf die Prostata begrenzt ist – Operation, Bestrahlung, Spickung mit radioaktiven Teilchen oder Abwarten unter Beobachtung? Insgesamt sollen in dieser groß angelegten Studie etwa 7.600 Patienten unter Studienbedingungen behandelt werden. Die Teilnahme an der Untersuchung ermöglichen rund 1.000 niedergelassene Urologen und mindestens 90 klinische Prüfzentren.

Ziel der Studie: Klarheit über Vor- und Nachteile einzelner Therapien

Logo der PREFERE-Studie © Deutsche Krebshilfe
Logo PREFERE-Studie © Deutsche Krebshilfe

Die Studienteilnahme ist für Patienten kostenlos. Die Kosten der Behandlung innerhalb der Studie tragen die Kassen und die privaten Krankenversicherungen. Organisation und Durchführung fördert die Deutsche Krebshilfe.

Für Patienten mit frühen Stadien eines Prostatakarzinoms gibt es mehrere Behandlungsalternativen. Derzeit ist jedoch noch nicht klar, welche der infrage kommenden Behandlungsmethoden Patienten am meisten nützt und am wenigsten schadet.
Wirksamkeit, Nutzen und Risiken folgender vier Verfahren werden deshalb in der PREFERE-Studie vergleichend untersucht:

Der Patientenwunsch wird bei der Therapiewahl berücksichtigt, deshalb auch die Bezeichnung "präferenzbasierte" Studie. PREFERE steht für das Englische "PREFEREnce based randomized evaluation of treatment modalities in low or early intermediate risk prostate cancer". Das heißt: Als Patient wird man nicht einfach einem dieser Behandlungsverfahren zugeteilt, sondern kann selbst entscheiden, welche Therapie man haben möchte.

Fachleute versprechen sich von der PREFERE-Studie mehr Klarheit über Nutzen und Risiken der einzelnen Behandlungsverfahren. Für Männer mit einem Prostatakarzinom bedeutet dies, dass sie zukünftig mehr Sicherheit bei Entscheidungen zur Wahl ihrer Behandlung haben werden.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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