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DKFZ zur Darmkrebsvorsorge: Immunologische Tests überlegen

Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben erneut eine Untersuchung vorgelegt, die sich auf zukünftige Weiterentwicklungen des aktuellen Krebsfrüherkennungsprogramms bezieht. Hermann Brenner und seine Kollegen kommen zu dem Schluss: Sogenannte immunologische Stuhltests sind den aktuell von den Kassen finanzierten Darmkrebs-Stuhltests überlegen.

Untersuchungen auf verborgenes Blut im Stuhl geben Hinweise auf Darmkrebs oder auf Vorstufen der Erkrankung. Alle gesetzlich Krankenversicherten haben in Deutschland von ihrem 50. Geburtstag an Anspruch auf eine solche Früherkennungs-Untersuchung. Seit über 40 Jahren wird dazu ein enzymatisches Nachweisverfahren eingesetzt, der sogenannte Guaiak-Test. Seit einiger Zeit sind aber auch Testsysteme auf dem Markt gekommen, die den Blutfarbstoff Hämoglobin immunologisch über eine Antikörperreaktion nachweisen. Diese immunologischen Stuhltests werden bisher überwiegend als sogenannte IGeL-Leistung angeboten: Versicherte müssen sie meist selbst zahlen.

Dickdarm Aquarell © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Die Epidemiologen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum wiesen nun im direkten Vergleich beider Methoden die Überlegenheit der immunologischen Tests nach: Sie spüren doppelt so viele Krebsfälle und Krebsvorstufen auf und liefern weniger falsch positive Ergebnisse.

Die Experten des DKFZ empfehlen daher, die immunologischen Tests künftig in das gesetzliche Früherkennungsprogramm in Deutschland aufzunehmen. Die Kosten würden dann von allen Krankenkassen generell übernommen werden können. Die immunologischen Tests sind zwar im Moment noch etwas teurer als der herkömmliche Guaiak-Test, so die Forscher. Diese Kosten ließen sich aber noch senken, sobald die Tests in großem Maßstab produziert werden.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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