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Schmerztherapie bei Krebs: Ab März neue BtM-Rezepte
– alte Formulare weiter gültig

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt ab dem 4. März 2013 neue Formulare zur Verordnung von Betäubungsmittel aus.
Diese "BtM"-Rezepte müssen Ärzte nutzen, wenn sie stärkere Schmerzmittel verschreiben, zum Beispiel Morphin und andere Opioide.

Wichtig für Krebspatienten, die auf solche Arzneimittel angewiesen sind: Die bisherigen Formulare behalten ihre Gültigkeit. Ärzte dürfen ihre Vorräte an alten BtM-Rezepten noch bis Ende 2014 aufbrauchen.

Schmerzen bei Krebs lassen sich lindern. Wichtiger Baustein der Schmerztherapie sind Opioide (auch "Opiate"). Diese Medikamente beeinflussen die Weiterleitung und Verarbeitung von Schmerzreizen. Daher können sie auch starke Schmerzen unterdrücken. Bei richtiger Anwendung, wie es in der Krebstherapie geschieht, machen die Arzneimittel trotzdem nicht abhängig.

Hintergrund: Kein Missbrauch mit Rezepten

Allerdings gelten Opidoide als Medikamente mit hohem Missbrauchspotenzial: Sie dürfen nur auf Rezepten verschrieben werden, die vergleichsweise fälschungssicher sind und die es Dieben schwermachen, gestohlene Rezepte einzulösen. Die neuen BtM-Rezepte wurden mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen versehen; auch die Handhabung in Arztpraxen und Klinikambulanzen soll erleichtert werden.

Ärzte können aber vorhandene Rezeptformulare noch bis zum Ende des Jahres 2014 weiter verwenden. Die alten Rezepte müssen weder an die Bundesopiumstelle zurückgeschickt werden, noch hat sich an der bisherigen Vorgehensweise zur Nachbestellung neuer BtM-Formulare etwas geändert.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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