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Uniklinik Heidelberg: Krebspatienten mit RS-Virus infiziert

In der Universitätsklinik Heidelberg haben sich Anfang Januar dieses Jahres 19 Blutkrebspatienten mit dem sogenannten Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) infiziert. Drei der schwerkranken Patienten sind möglicherweise aufgrund der Infektion gestorben. Das teilte das Universitätsklinik Heidelberg in einer Pressemitteilung mit.

Nach Bekanntwerden der Infektion leitete die Klinik spezielle Hygienemaßnahmen ein: Die betroffenen Patienten wurden isoliert und das Personal trug einen Mundschutz. Seit dem 17. Januar haben sich nun keine weiteren Patienten mehr mit dem Virus infiziert.

Gemeinsam mit Experten des Robert Koch-Instituts (Bundesinstitut für Infektionskrankheiten, www.rki.de) ermittelt die Universitätsklinik nun, was die Infektionsquelle war und wie sich die Viren verbreiten konnten.

Weitere Informationen zu einer Infektion durch das RS-Virus

Bei Frühgeborenen und Patienten mit schweren Herz-Lungenerkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem, wie zum Beispiel Blutkrebspatienten, können die Infektionen jedoch einen schweren Verlauf nehmen: Es kann zu teilweise lebensbedrohlichen Lungenentzündungen kommen.

Wie bei Krebspatienten eine Lungenentzündung behandelt werden kann, findet sich unter dem Stichwort "Untere Atemwege: Entzündungen und Infektionen".

Die durch Tröpfcheninfektion übertragenen RS-Viren führen bei gesunden Erwachsenen meist zu eher harmlos verlaufenden Erkältungskrankheiten oder grippeähnlichen Symptomen. Diese Infekte sind im Winter häufig. Eine wirksame medikamentöse Behandlung der RSV-Infektion mit Abtötung der Krankheitserreger gibt es nicht. Es können lediglich die Symptome behandelt werden. Im Normalfall dauert die Infektion nicht länger als fünf Tage.

Wie können sich Patienten vor einer RSV-Infektion schützen?

Ein Schutz vor der Infektion ist schwierig, da die Erreger auch durch Menschen ohne Symptome weiter verbreitet werden können. Es wird angenommen, dass eine Übertragung auch indirekt über mit Viren verunreinigte Hände, Gegenstände und Oberflächen möglich ist. Das Einhalten von Hygieneregeln im öffentlichen Leben und innerhalb der Familie kann die Ausbreitung von RSV-Infektionen minimieren. Hierzu gehören regelmäßiges Händewaschen, hygienisches Husten und Niesen sowie die Reinigung eventuell kontaminierter Gegenstände. In Arztpraxen und Krankenhäusern sind zusätzliche Maßnahmen nötig.
 
Wie Krebspatienten allgemein das Risiko einer Infektion senken können, hat der Krebsinformationsdienst in dem Text "Risiken senken: Welche Maßnahmen schützen?" zusammengestellt.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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