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Warnung vor Potenzmittel "Golden Root Complex"

Das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt (LUA) warnt vor dem Potenzmittel "Golden Root Complex". Das Mittel enthalte den "Viagra"-Wirkstoff Sildenafil in sehr hoher Dosierung - obwohl das auf der Verpackung nicht angegeben ist. Im Gegenteil: Genannt werden lediglich verschiedene pflanzliche Bestandteile. Bei "Golden Root Complex" handelt es sich um ein illegales, nicht zugelassenes Arzneimittel. Kauf und Vertrieb sind strafbar.

Männer, die Sildenafil unwissentlich einnehmen, setzen sich großen Gefahren aus. Nach Angaben des LUA enthält eine Kapsel "Golden Root Complex" mit 120 Milligramm mehr von diesem Wirkstoff als das in Deutschland zugelassene Medikament Viagra. Sildenafil kann selbst bei sachgemäßer Verwendung zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Magenbeschwerden und Schwindelgefühlen führen. Werden gleichzeitig nitrathaltige Medikamente zur Behandlung von Herzerkrankungen genommen, kann es sogar zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutdrucks kommen.

Impotenz und nachlassendes Interesse an Sexualität bei Krebspatienten

Beeinträchtigungen des Sexuallebens sind bei und nach Tumorerkrankungen keine Seltenheit. Ursache können körperliche und seelische Folgen der Krebserkrankung sein. Typische Beispiele sind Potenzprobleme bei Patienten nach einer Prostatakrebstherapie oder nach der Behandlung von Enddarmkrebs. In dem Versuch, ihre Probleme selbst in den Griff zu bekommen, sollten betroffene Männer nicht auf Mittel aus dem Internet oder dem Versandhandel vertrauen: Wie das Beispiel "Golden Root Complex" zeigt, kann diese Form von Selbsthilfe sehr riskant sein.

Wichtiger ist das Gespräch mit den Ärzten, die für die Nachsorge zuständig sind, und gegebenenfalls Psychologen. Sie können betroffenen Männern gezielter helfen und gehen in ihrer Beratung auf die individuelle Situation und die jeweilige Ursache der Impotenz ein.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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