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Aktuelles Thema: Operationen - Häufige Fragen, wichtige Antworten

Eine Operation (OP) ist bei den meisten Krebsarten die wichtigste Behandlungsform. Was kann auf Patienten zukommen? Die Spanne reicht von einem kleinen Schnitt, zum Beispiel zum Entfernen einer verdächtigen Hautveränderung, bis hin zu schwierigen, ausgedehnten Eingriffen, bei denen die Operateure zur vollständigen Entfernung des Tumors große Anteile des befallenen Organs, Lymphknoten und umgrenzendes Gewebe entfernen. Eine anstehende Operation wirft bei Betroffenen und Angehörigen auch viele praktische Fragen auf. Ist der Eingriff gefährlich? Was muss man vor der Operation klären? Wie lange darf man nichts essen oder trinken? Muss man mit Schmerzen rechnen? Wann kann man wieder nach Hause? Im aktuellen "Thema des Monats" geht der Krebsinformationsdienst häufigen Fragen von Krebspatienten nach.

Auf dieser Seite

Verfahren: Welche verschiedenen Operationen gibt es?
Stationär oder ambulant: Wann muss man zur Operation ins Krankenhaus, wann nicht?
Anästhesie: Welche verschiedenen Formen der Narkose gibt es?
Aufklärungsgespräche: Was erfährt man vom Arzt, was sollte man fragen?
Vorbereitung: Welche Untersuchungen stehen vor einer Operation an?
Angst vor der Operation: Was kann man dagegen tun?
Aufnahme und Vorbereitung: Was passiert am Tag der Operation?
Im Aufwachraum: Wie sehen die ersten Stunden nach der Operation aus?
Nahrungsaufnahme: Wann kann man wieder trinken und essen?
Wundpflege: Wann wird der Verband gewechselt, wann die Fäden gezogen?
Schmerzen: Wie gut wirken Schmerzmittel?
Narkosefolgen: Muss man mit Übelkeit rechnen?
Vergesslichkeit, Verwirrtheit: Kann eine Operation dem Gehirn schaden?
Erholung: Warum ist langes Liegen nicht so gesund?
Entlassung und Nachbetreuung: Wie geht es zuhause weiter?

Genutzte Quellen und Links

Die bei der Erstellung genutzten Quellen sowie Linktipps zum Weiterlesen sind am Ende dieses Textes aufgeführt.

Fragen Sie Ihren Arzt!

Informationen aus dem Internet können ein Gespräch mit den behandelnden Ärzten nicht ersetzen.

Die hier aufgeführten Antworten bieten allgemeine Hintergrundinformationen für Patienten, Angehörige und Interessierte. Für individuelle Fragen steht der Krebsinformationsdienst am Telefon und per E-Mail zur Verfügung. Informationen aus dem Internet, einer E-Mail oder einem Telefongespräch ersetzen jedoch nicht eine persönliche Beratung mit dem Arzt, der die Behandlungsplanung leitet, oder dem Operateur und dem Anästhesisten.

Verfahren: Welche verschiedenen Operationen gibt es?

Wichtige Begriffe

Biopsie: Entnahme von Gewebeproben
Exzision: Entfernung von Gewebe oder Gewebeteilen
Ektomie: Entfernung eines Organs, zum Beispiel Mastektomie (Entfernung der Brust), Prostatektomie (Entfernung der Vorsteherdrüse), Hysterektomie (Entfernung der Gebärmutter)
Endoskopie: Betrachten von Körperhöhlen und Hohlorganen mithilfe eines schlauch- oder röhrenförmigen medizinischen Instruments (Endoskop)
Laparoskopischer Eingriff: chirurgischer Eingriff innerhalb der Bauchhöhle mithilfe eines Endoskops
Thorakoskopie: endoskopischer Eingriff innerhalb der Brusthöhle

Operationen dienen in der Krebsmedizin dem Entfernen von Tumorgewebe, entweder zu Untersuchungszwecken oder zur eigentlichen Behandlung. Sie können zudem notwendig werden, um tumorbedingte Komplikationen zu lindern oder zu beheben.
Die Spannweite der verschiedenen Operationsverfahren ist groß:
Bei Biopsien werden Gewebeproben mit einer Nadel oder einem kleinen Schnitt mit dem Skalpell entnommen. Zur Entfernung kleiner, oberflächlicher Veränderungen kann ebenfalls ein kleiner Schnitt ausreichen, aber auch zum Beispiel die Vereisung oder das Abtragen mit einer kleinen Drahtschlinge sind möglich. Endoskopische oder laparoskopische Eingriffe kommen mit nur kleinen Hautschnitten aus und werden manchmal als "Schlüsselloch-Chirurgie" bezeichnet.
In der Krebsmedizin häufig sind aber auch schwierige und ausgedehnte Operationen: Möglicherweise müssen die Operateure Teile eines Organs entfernen, nicht selten auch das gesamte betroffene Organ sowie angrenzendes Gewebe, das ebenfalls von Tumor befallen ist. Bei solchen Eingriffen müssen sie die zukünftige Funktionsfähigkeit beachten. Soweit es medizinisch möglich und vertretbar ist, achten sie auch auf das spätere Aussehen der betroffenen Körperregionen und legen zum Beispiel Schnitte so, dass Narben nicht größer als notwendig werden.
So unterschiedlich die Eingriffe bei Krebspatienten sind, so unterschiedlich fallen die notwendigen Voruntersuchungen, Narkoseverfahren und Folgen der Operation aus.

Was sind invasive Verfahren?

Die meisten Operationen sind fachsprachlich "invasive" Verfahren: Die Chirurgen verletzen den Körper beim Eindringen, etwa durch einen mehr oder weniger ausgedehnten Schnitt. Ist dieser Schnitt am Brustkorb (Thorax), sprechen Fachleute von "Thorakotomie". Ein offener Eingriff am Bauch wird "Laparotomie" genannt.
Wenn möglich, wenden Ärzte heutzutage Methoden mit möglichst kleinster Verletzung der Haut und Weichteile an. Diese Eingriffe bezeichnen Fachleute als "minimal-invasiv". Der Operateur macht nur einen oder wenige kleine Schnitte. Durch diese Öffnungen kann er schlauch- oder röhrenförmige Instrumente einführen, in denen sich eine Kamera befindet, und in die er winzige Operationsbestecke einführt. Manche Eingriffe lassen sich auch "endoskopisch" durchführen, wenn die Instrumente ohne Hautschnitt durch Körperöffnungen eingeführt werden können. Ein Beispiel ist die Entfernung von Darmpolypen bei der Darmspiegelung, der Koloskopie.
Bei Krebsoperationen geht die Sicherheit vor. Hier kommt es vor allem darauf an, den Tumor vollständig zu entfernen. Daran orientiert sich auch die Entscheidung, ob minimalinvasive Verfahren möglich sind oder ob eine offene Operation besser geeignet ist.

Wer darf operieren?

Fachärzte für Chirurgie können sich in verschiedenen Bereichen spezialisieren, zum Beispiel in der Thoraxchirurgie. Nicht immer führt aber ein Chirurg die Operation aus. Je nach Art des Eingriffs operieren in Deutschland auch andere entsprechend weitergebildete Fachärzte, wie Hautärzte, Urologen oder Hals-Nasen-Ohren-Ärzte. Auch Frauenärzte können sich mit dem Schwerpunkt "Gynäkologische Onkologie" auf Brustchirurgie oder Eingriffe an den Geschlechtsorganen spezialisieren. 

Stationär oder ambulant: Wann muss man zur Operation ins Krankenhaus, wann nicht?

Wie lange bleibt man im Krankenhaus?

Bei einer ambulanten Operation geht man noch am Tag der OP wieder nach Hause, muss aber in der Zeit danach zur Kontrolle in die Arztpraxis oder Klinik.
Bei einer stationären Operation geht man ein bis zwei Tage vor der OP ins Krankenhaus und bleibt dort Tage bis Wochen, je nach Eingriff.

Ob man als Patient nach einer Operation im Krankenhaus bleiben muss, hängt von Art und Umfang des Eingriffes ab. Auch der allgemeine gesundheitliche Zustand und die Versorgungssituation zuhause entscheiden darüber, wann man die Klinik verlassen kann.
Kleinere Eingriffe wie etwa das Herausschneiden einer auffälligen Hautveränderung oder eine Biopsie müssen nicht einmal im Krankenhaus stattfinden - diese können viele Ärzte in ihrer Praxis vornehmen.
Selbst etwas größere Eingriffe werden zunehmend häufiger ambulant durchgeführt, dann aber meist in sogenannten Tageskliniken. Dort ist für die ersten Stunden nach der Operation eine professionelle Überwachung und Nachbetreuung möglich. Ein Beispiel kann das Legen eines sogenannten Ports sein, eines unter die Haut verpflanzten Venenkatheters zum Beispiel für eine Chemotherapie.
Erfordert ein Eingriff, wie bei den meisten Krebsoperationen, eine umfangreiche Vorbereitung, eine intensive Überwachung rund um die OP und Pflege in der Zeit danach, kommt nur eine stationäre Operation infrage. Die Betreuung im Krankenhaus ist auch dann sinnvoll, wenn der Eingriff selbst zwar wenig belastend ist, ein Patient aber ambulant aufgrund seiner schlechten gesundheitlichen Verfassung oder seiner häuslichen Situation nicht ausreichend versorgt wäre.

Anästhesie: Welche verschiedenen Formen der Narkose gibt es?

Es gibt verschiedene Narkosearten - von einer örtlichen Betäubung bis hin zur Vollnarkose. Welche Art der Betäubung der Anästhesist anwendet, ist abhängig vom Eingriff und vom Zustand eines Patienten.

Was bedeuten die Begriffe Lokal- und Regionalanästhesie?

Verschiedene Narkosearten

Bei einer "örtlichen Betäubung" empfindet man in einem Teil des Körpers keine Schmerzen und ist bei Bewusstsein. Fachleute sprechen von "Lokal- oder Regionalanästhesie".
Eine "Vollnarkose" ist ein tiefschlafähnlicher Zustand: Man ist nicht bei Bewusstsein und empfindet keine Schmerzen. Fachleute sprechen von "Allgemeinanästhesie".

Bei vielen Biopsien und anderen kleinen Eingriffen, etwa einer Darmspiegelung mit Entnahme von Polypen, kommen die meisten Patienten ohne Narkose oder nur mit einem leichten Beruhigungsmittel aus.
Bei anderen endoskopischen Eingriffen, etwa einer Lungenspiegelung mit Gewebeentnahme, reicht in der Regel eine oberflächliche, örtliche Betäubung der Atemwege mithilfe eines Sprays.
Soll dagegen eine auffällige Hautveränderung mit dem Skalpell entfernt oder eine Biopsie in einem sehr schmerzempfindlichen Körperbereich durchgeführt werden, spritzt der Arzt ein Betäubungsmittel in den betroffenen Bereich. Dies bezeichnet man als Infiltrationsanästhesie. Alle Methoden, bei denen nur ein kleiner, eng begrenzter Teil des Körpers schmerzunempfindlich gemacht wird, fasst man als Lokalanästhesie zusammen.

Eine etwas umfangreichere Form der örtlichen Betäubung ist die sogenannte "Regionalanästhesie". Sie schaltet das Schmerzempfinden in begrenzten Körperregionen aus. Dies erreicht der Arzt, indem er mit örtlichen Betäubungsmitteln die Nervenfasern betäubt, die das betroffene Gebiet versorgen. Das kann bei einer Operation an der Hand zum Beispiel die Betäubung eines Nervs entlang des Armes bedeuten. Ein Beispiel für eine Regionalanästhesie ist auch die sogenannte Periduralanästhesie, kurz PDA, bei der Patienten ein Mittel in die Nähe des Rückenmarks gespritzt oder infundiert erhalten, worauf der Unterleib und die Beine schmerzunempfindlich werden. Die PDA kommt zum Beispiel bei gynäkologischen oder urologischen Eingriffen zum Einsatz und kann mit anderen Narkoseverfahren kombiniert werden.

Bei vielen Eingriffen unter örtlicher oder regionaler Betäubung können Patienten ein zusätzliches Beruhigungsmittel oder ein leichtes Schlafmittel erhalten, um die OP nicht bewusst mitzuerleben. Solche Mittel schränken das Bewusstsein und auch die spätere Erinnerung an den Eingriff ein. Fachleute sprechen von "Analgosedierung" oder "Dämmerschlafnarkose".

Wie tief schläft man bei einer Allgemeinanästhesie?

Zum Weiterlesen

Die "Allgemeinanästhesie" oder "Vollnarkose" schaltet Bewusstsein und Schmerzempfinden, je nach Tiefe aber auch Reflexe wie etwa den Schluckreflex oder das regelmäßige Schließen der Augen aus. Der Patient muss außerdem bei "tieferen" Narkosen künstlich beatmet werden.
Die "Allgemeinanästhesie" oder "Vollnarkose" schaltet Bewusstsein und Schmerzempfinden, je nach Tiefe aber auch Reflexe wie etwa den Schluckreflex oder das regelmäßige Schließen der Augen aus. Der Patient muss außerdem bei "tieferen" Narkosen künstlich beatmet werden.
Bei kleineren, unkomplizierten Eingriffen reicht meist eine Kurzzeitnarkose. Dann genügt das Einspritzen einer Kombination von Schmerz- und Narkosemitteln in die Vene ("intravenöse Narkose").
Bei einer "Maskennarkose" erhalten Patienten Narkosegase und Sauerstoff durch Mund und Nase, hinzu kommen in der Regel Schmerzmittel auch über eine Veneninfusion. Bei einer Kehlkopfmaske ("Larynxmaske") führt der Arzt einen Beatmungsschlauch durch den Mund des Patienten bis an den Kehlkopfeingang. Bei der "Intubationsnarkose", die für die meisten längeren und umfangreicheren Operationen üblich ist, führt er den Beatmungsschlauch bis in die Luftröhre des Patienten. Damit ist nicht nur die Beatmung sicher gestellt. Verhindert wird auch das Einatmen von Mageninhalt oder Speichel während der Narkose, das zu schweren Lungeproblemen führen kann.
Zur Vorbereitung einer solchen Narkose gehören außerdem meist angstlindernde und entspannende Mittel. Mit der Narkose selbst werden oft Medikamente zur Muskelerschlaffung hinzugegeben. Dies ist für die Intubation notwendig, um den Beatmungsschlauch sicher einführen zu können. Auch der Eingriff selbst soll nicht durch unwillkürliche Muskelanspannungen zu gefährdet werden. Hinzu kommen je nach Situation weitere Medikamente, zum Beispiel zur Kreislaufunterstützung. 

Aufklärungsgespräche: Was erfährt man vom Arzt, was sollte man fragen?

Krebspatienten haben nach der Diagnose in der Regel zunächst ein oder mehrere Gespräche mit ihren Ärzten zur Behandlungsplanung. Ist die Entscheidung zu einer Operation gefallen, finden zudem besondere Aufklärungsgespräche zum Operationsverfahren mit den ausführenden Operateuren und zur Narkose mit den zuständigen Anästhesisten statt.

Vor der Operation erklärt der Arzt den Ablauf und die Risiken des Eingriffs im Gespräch. Eine alleinige schriftliche Informaiton ist nicht ausreichend. Der Arzt fragt außerdem nach Vorerkrankungen, und ob schon einmal Probleme bei Operationen aufgetreten sind. Patienten sollten angeben, ob sie Allergien oder sonstige Unverträglichkeiten haben. Für den Arzt ist es zudem wichtig zu wissen, ob man raucht oder regelmäßig Alkohol trinkt, und welche Medikamente man regelmäßig einnimmt. Manche Arzneimittel wie etwa Blutgerinnungshemmer müssen Krebspatienten in Absprache mit dem Arzt unter Umständen einige Tage vor der OP absetzen oder durch andere Mittel ersetzen.
Dieses Gespräch bietet Betroffenen zudem die Möglichkeit, letzte offene Fragen zu klären, auch zur Vorbereitung und zu den Tagen nach dem Eingriff.
In einem weiteren Gespräch klärt der Anästhesist über das geplante Narkoseverfahren auf. Er fragt ebenfalls nach Tabak- oder Alkoholkonsum, verwendeten Medikamenten oder Unverträglichkeiten.

Kein Eingriff ohne Einwilligung

Jeder Patient hat das Recht auf ein Aufklärungsgespräch mit dem behandelnden Arzt und dem Narkosearzt. Vor dem Eingriff muss der Patient seine Einwilligung schriftlich geben.

Vor geplanten und nicht als Notfallbehandlung durchgeführten Operationen erhält man als Ergänzung zum Gespräch Informationsblätter. Sie enthalten eine Erläuterung des Eingriffs beziehungsweise des Narkoseverfahrens und eine Zusammenfassung möglicher Komplikationen. Als Patient muss man schriftlich in den Eingriff und das geplante Narkoseverfahren einwilligen. Vorher findet die OP nicht statt.

Jeder Patient hat das Recht, bestimmte Einzelheiten des Eingriffs auszuschließen oder den Umfang anderweitig zu begrenzen. Soweit medizinisch vertretbar, kann man sich unter Umständen auch gegen bestimmte Narkoseformen entscheiden und zum Beispiel statt einer regionalen Anästhesie eine Vollnarkose wählen. Auch kann sich ein Patient nach vollständiger Aufklärung über die Vor- und Nachteile gegen eine Operation entscheiden. Betroffene müssen dabei aber Nutzen und Risiken ihrer Entscheidung gegeneinander abwägen und die Konsequenzen für ihre Gesundheit kennen. Eine Hilfe bietet der Text "Behandlungswahl: Was muss ich wissen?", zum Laden und Ausdrucken als PDF-Datei. 

Vorbereitung: Welche Untersuchungen stehen vor einer Operation an?

Untersuchungen vor der Operation

Welche Voruntersuchungen notwendig sind, hängt ab von Gesundheitszustand und Alter des Patienten sowie von Art und Umfang des Eingriffs.

Vor einer Operation stehen verschiedene Voruntersuchungen an. Hat ein Patient Vorerkrankungen oder andere Risikofaktoren, kann der Arzt anhand der Befunde die Behandlung anpassen. Narkoseabteilung und operative Abteilungen einer Klinik entscheiden in der Regel gemeinsam, welche Untersuchungen sinnvoll sind. Sie können entweder in der Woche vor dem Eingriff vom Hausarzt durchgeführt werden, oder am Tag vor dem Eingriff im Krankenhaus.

Risikofaktoren: Was kann zu Problemen bei einer Operation führen?

Besser für die Gesundheit

Raucher sollten rechtzeitig vor Operationen aufhören.

Verschiedene Faktoren können das Risiko von Komplikationen während oder nach einer Operation erhöhen. Dazu gehören etwa Probleme bei der Narkose oder der Wundheilung, Unverträglichkeitsreaktionen oder ganz allgemein eine eingeschränkte Belastbarkeit und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen. Als risikosteigernd gelten im Allgemeinen:

Auf viele dieser Risiken können die behandelnden Ärzte reagieren, etwa indem sie die Medikamente rund um die Operation entsprechend anpassen. Eventuell muss eine Operation auch eine Zeitlang verschoben werden, bis sich die Ausgangssituation durch entsprechende Behandlung verbessert hat.

Wer raucht oder regelmäßig Alkohol trinkt, kann sein persönliches Risiko jedoch am besten selbst beeinflussen - durch Verzicht. Studien haben gezeigt, dass beispielsweise Raucher die Wahrscheinlichkeit von Problemen wie Wundheilungsstörungen mehr als halbieren können: Sie müssen nur ein bis zwei Monate vor einer geplanten Operation aufhören oder zumindest mit einer Nikotinersatztherapie beginnen.

Welche Risikofaktoren sprechen gegen eine Operation?

Ist ein Patient in einem sehr schlechten Allgemeinzustand oder liegen Vorerkrankungen wie zum Beispiel ausgeprägte Herz-Kreislauferkrankungen oder eine starke Blutungsneigung vor, kann möglicherweise keine Operation stattfinden. Eine pauschale Auskunft zu Faktoren, die gegen eine OP sprechen, lässt sich jedoch kaum geben. Welche anderen Behandlungsformen dann in einer solchen Situation infrage kommen, zum Beispiel Bestrahlung oder Chemotherapie, müssen Krebspatienten ebenfalls mit ihren behandelnden Ärzten besprechen. 

Angst vor der Operation: Was kann man dagegen tun?

Viele Menschen fürchten sich vor einer Operation. Angst zu haben ist eine ganz normale Reaktion, vor allem, wenn ein komplizierter Eingriff bevorsteht. Die Furcht sollte jedoch nicht so stark werden, dass ein notwendiger Eingriff deshalb abgesagt wird. Dagegen lässt sich etwas unternehmen: Sich ausreichend zu informieren, trägt viel zur Beruhigung bei. Wer befürchtet, durch zu viel Wissen noch mehr Angst zu entwickeln, soll sich allerdings auch von ausführlichen Informationen abschotten dürfen. Betroffene finden zahlreiche weitere Tipps zum Thema Angst vor Operationen beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen unter www.gesundheitsinformation.de/merkblatt-was-man-gegen-die-angst-vor-einer-operation-tun-kann.150.de.html. 

Aufnahme und Vorbereitung: Was passiert am Tag der Operation?

Der genaue Ablauf am Tag der Operation ist unter anderem abhängig von der Art des Eingriffs: So müssen manche Patienten schon einige Tage vor dem Eingriff in die Klinik, andere erst am Tag der Operation selbst. Welche Dokumente mitzubringen sind und wo man sich zur Aufnahme melden muss, sollten Patienten rechtzeitig vorab erfragen.

Wohin mit Wertsachen?

Geld oder Schmuck nach Möglichkeit zu Hause lassen!

Wer unsicher ist, was man zur Körperpflege oder an Kleidung mitbringen sollte, kann sich vorab bei der Stationsleitung erkundigen. In die Tasche fürs Krankenhaus gehören außerdem Brille oder Hörgeräte und die Medikamente, die man bisher einnimmt. Diese sollten den Ärzten gezeigt werden. Normalerweise erhält man während des Klinikaufenthalts aber alle notwendigen Arzneimittel von der Station und sollte nichts weiter auf eigene Faust einnehmen. Wer möchte, kann zudem etwas zu Lesen mitnehmen. Welche elektronischen Geräte erlaubt sind (Handy, Musikabspielgeräte, tragbare Fernseher), sollte man sicherheitshalber vorher erfragen.
Größere Geldbeträge, Schmuck und Wertsachen sollte man zuhause lassen. Vor der eigentlichen Operation kann man kleinere Geldbeträge, Uhr, Ehering, Brille oder andere notwendige Utensilien meist zur sicheren Aufbewahrung beim Stationspersonal abgeben. Ob Zahnprothesen herausgenommen werden sollten oder nicht, entscheidet der Anästhesist. Betroffene Patienten sollten für alle Fälle darauf aufmerksam machen, dass sie eine Voll- oder Teilprothese tragen.

Was passiert, wenn man warten muss, weil sich bei anderen Patienten ein Notfall ergeben hat oder sich eine andere Operation verzögert? Flüssigkeitsmangel gleichen die Ärzte spätestens im Vorbereitungsraum durch eine Infusion aus, der auch Nährstoffe beigemischt werden können. Auf keinen Fall sollte man ohne Erlaubnis etwas essen oder trinken. Wer es gar nicht mehr aushält oder Kreislaufprobleme befürchtet, sollte beim Stationspersonal um Abhilfe bitten. Bei Diabetikern wird besonders darauf geachtet, dass der Nahrungsentzug ihren Blutzuckerspiegel nicht ganz durcheinander bringt.

Operationsvorbereitung: Was passiert direkt vor dem Eingriff?

Operation, Foto: Indeed © Getty Images
Operation, Foto: Indeed © Getty Images

Die eigentliche Operationsvorbereitung hängt von der Art des Eingriffs und auch von den Gegebenheiten in der Klinik ab. Die ungefähre Uhrzeit, für die der Eingriff geplant ist, bestimmt ebenfalls, was schon am Vortag oder erst am OP-Tag selbst an Vorbereitungen geschieht.
Meist kann man morgens noch einmal duschen und die Toilette aufsuchen. Patienten, bei denen Eingriffe am Darm oder im Unterbauch geplant sind, haben eventuell am Vortag bereits eine vollständige Darmreinigung hinter sich gebracht. Frauen sollten Nagellack an Händen und Füßen entfernen und kein Makeup auflegen. Eventuell wird die Haut an der Operationsstelle rasiert. Die eigene Kleidung, Schmuck oder Kontaktlinsen muss man in der Regel vollständig ablegen und ein Operationshemd anziehen. Meist wird man auch gebeten, zur Vorbeugung von Blutgerinnseln, sogenannten Thrombosen, Kompressionsstrümpfe anzulegen.
Viele Patienten haben bereits am Vorabend ein Beruhigungsmittel erhalten, um gut schlafen zu können, oder erhalten es am Morgen des Eingriffs, wenn dieser erst im späteren Tagesverlauf stattfindet. Alle Medikamente, die man vor dem Eingriff erhält, werden auch unter dem Begriff "Prämedikation" zusammengefasst.

Narkoseeinleitung: Wie beginnt die Operation?

Steht die Operation unmittelbar bevor, begleiten meist Pflegekräfte den Patienten in einen Vorbereitungsraum, wo das zuständige Anästhesieteam ihn empfängt. Sofern noch nicht geschehen, erhält man eine Kanüle in eine Vene, meist in den Handrücken oder Arm. Über diesen Venentropf bekommt man Flüssigkeit und alle während und nach dem Eingriff notwendigen Medikamente. Hinzu kommen eine Blutdruckmanschette, Elektroden zur Messung der Herztätigkeit (EKG) und ein Fingerclip zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut.
Im Vorbereitungsraum oder auch erst im Operationssaal wird die Narkose eingeleitet. Ob man noch wach genug ist, um selbst vom Bett auf den OP-Tisch zu gelangen, oder von Ärzten und Pflegekräften umgelagert wird, hängt von der Art der geplanten Operation und natürlich auch vom individuellen Gesundheitszustand ab.
Während des Eingriffs überwacht das Narkoseteam die Narkosetiefe und alle wichtigen Körperfunktionen wie etwa die Atmung, Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung. Nähert sich die OP ihrem Ende, ist die Operationswunde verschlossen und eventuell mit sogenannten Drainagen zum Ableiten von Wundflüssigkeiten versehen, lässt der Anästhesist die Narkose kontrolliert wieder abklingen. 

Im Aufwachraum: Wie sehen die ersten Stunden nach der Operation aus?

Nach der Operation kommen die meisten Patienten zunächst in einen Aufwachraum oder, je nach Schwere des Eingriffs, auf eine besonders ausgestattete Intensivstation. In den ersten Stunden überwachen Ärzte und Pflegende engmaschig Bewusstseinszustand, Blutdruck, Puls, Atmung und Körpertemperatur. Auch die Verbände und Drainagen haben sie im Blick. Der vor der Operation gelegte Venenzugang bleibt fast immer noch einige Zeit liegen. Viele Patienten haben zudem kurz vor der Operation einen Blasenkatheter zur Ableitung von Urin erhalten. Auch dieser verbleibt je nach Situation noch eine Zeitlang.
Ist ihr Kreislauf stabil, können Patienten, die wieder selbstständig atmen und schlucken, bei Bewusstsein sind und auf einfache Fragen reagieren, meist schnell zurück auf ihr Zimmer. Ob man dann auch schon wieder aufstehen darf, um zum Beispiel selbständig zur Toilette zu gehen, hängt allerdings von der individuellen Situation ab. Viele Patienten verschlafen die erste Zeit nach einem Eingriff, weil beruhigende Medikamente noch nachwirken. Darauf sollten sich auch Angehörige einstellen, die zu Besuch kommen möchten.
Nach komplexen Eingriffen müssen sich Patienten allerdings darauf einrichten, auch länger als nur einige Stunden auf der Intensivstation bleiben zu müssen. Oft lässt sich dies schon vor der Operation absehen, und Angehörige sollten sich rechtzeitig informieren, ob ein Besuch dort möglich oder überhaupt sinnvoll ist.

Ist eine ambulante Operation geplant, sollten sich Patienten erkundigen, wie die erste Zeit nach dem Eingriff aussehen soll: Kann man alleine nach Hause, oder muss man sich abholen lassen? Ist es sinnvoll, wenn sich Angehörige oder Freunde in den ersten Tagen um die Betreuung kümmern? Bei welchen Symptomen sollte man sofort Kontakt zum Arzt aufnehmen und nicht bis zum nächsten Termin warten (etwa Fieber, ungewöhnliche Schmerzen oder Blutungen)? Auch nach einer Telefonnummer für solche Notfälle und nach einem nächsten Arzttermin zur Wundkontrolle sollte man bei der Vorbereitung fragen. 

Nahrungsaufnahme: Wann kann man wieder trinken und essen?

Wann und was ein Patient nach einer Operation wieder essen und trinken darf, ist unter anderem abhängig von der Art der Narkose und vom Eingriff selbst. Bei großen Operationen dauert es manchmal einige Tage, bis Betroffene wieder Nahrung zu sich nehmen dürfen. Wasser oder Tee ist dagegen oft schon etwas früher erlaubt. Während der Operation und bei Bedarf auch danach erhalten betroffene Patienten aber Flüssigkeit und eine Nährlösung in eine Vene - Durst oder Hunger kommen daher meist gar nicht erst auf. 

Wundpflege: Wann wird der Verband gewechselt, wann die Fäden gezogen?

Wann der Wundverband zum ersten Mal nach einer Operation gewechselt wird, hängt von der Art und vom Umfang des Eingriffs ab. In der Regel vergehen ein bis zwei Tage, wenn keine ungewöhnlichen Schmerzen, Nachblutungen oder Anzeichen für eine Infektion auftreten. Danach werden größere Wunden meist täglich kontrolliert und neu verbunden; bei ambulanten Eingriffen und kleineren Wunden bestimmt der Arzt die Abstände der Kontrolle.
Was viele Patienten direkt nach der Operation stört: Drainageschläuche, die Blut und Wundflüssigkeit aus der Wunde ableiten sollen. Sie schränken unter Umständen die Bewegungsfreiheit ein. Die Entfernung ist aber meist schon wenige Tage nach der OP möglich, sie ist in der Regel nicht schmerzhaft, aber etwas unangenehm. Wundklammern oder Fäden, die sich nicht selbst auflösen, entfernen Ärzte, wenn die erste Wundheilung abgeschlossen ist, meist nach ein bis zwei Wochen. Bis dahin sollten Wunde und Verband bei der Körperpflege nicht nass werden und nicht durch scheuernde oder einengende Kleidung belastet werden.

Trotz aller Hygiene im Krankenhaus kommen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Wundinfektionen vor. Wie hoch das Risiko ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Menschen mit Vor- oder Begleiterkrankungen, etwa einer Zuckerkrankheit oder einer geschwächten Abwehr, haben ein höheres Risiko, ebenso mangelernährte Patienten, Menschen mit starkem Übergewicht und Raucher. Eine nicht ausgeheilte bakterielle Infektion in einem anderen Teil des Körpers kann ebenfalls eine Wundinfektion fördern, wenn versehentlich Keime ins Wundgebiet gelangen. Mehr zur Vorbeugung und Behandlung hat der Krebsinformationsdienst in einem eigenen Text zusammengestellt.
Wie gut eine Wunde abheilt und wie die Narbe hinterher aussehen wird, lässt sich nur bis zu einem gewissen Grad beeinflussen: Dabei spielt die persönliche Veranlagung eine große Rolle. Tipps zur Narbenpflege bekommen Patienten im Krankenhaus oder beim Arzt, der die Nachsorge durchführt.

Schmerzen: Wie gut wirken Schmerzmittel?

Schmerzmittel

Patienten erhalten individuell auf sie abgestimmte Schmerzmedikamente.

Schmerzen nach einer Operation können Ärzte heutzutage gut vorbeugen und behandeln. Die Schmerzbehandlung lässt sich zudem individuell abstimmen - jeder Mensch reagiert anders, das gilt auch für die Schmerzempfindlichkeit. Man sollte sich also nicht scheuen, bei Schmerzen die Pflegenden oder die Ärzte anzusprechen, oder nach einem ambulanten Eingriff die Telefonnummer für Notfälle anzurufen. Ganz vermeiden lassen sich Schmerzen, Missempfindungen und Unbequemlichkeiten rund um eine Operation zwar nicht, zum Beispiel wegen Blutabnahmen, Spritzen, ziepender Drainagen oder Wundnähte. Stärkere Schmerzen müssen jedoch nicht ausgehalten werden. 

Narkosefolgen: Muss man mit Übelkeit rechnen?

Die heute verwendeten Medikamente lösen wesentlich seltener Übelkeit aus als früher. Fachleuten zufolge wird etwa 5 bis 30 von 100 Patienten nach einer Operation schlecht. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Wahrscheinlichkeit steigt mit der Dauer und der Schwere des Eingriffs. Auslöser können die Narkose, Schmerzmedikamente, aber auch die Operation selbst oder starke postoperative Schmerzen sein. Übelkeit lässt sich mit modernen Medikamenten jedoch wirksam vorbeugen oder behandeln. 

Vergesslichkeit, Verwirrtheit: Kann eine Operation dem Gehirn schaden?

An die ersten Tage nach einer größeren Operation können sich viele Patienten im Nachhinein nur dunkel erinnern. Narkose, Halbschlaf und Wachphasen gehen ineinander über, auch wenn Betroffene im Großen und Ganzen ansprechbar sind.
Nach einer ausgedehnten Operation kann es bei manchen Patienten allerdings auch zu einem besonderen Zustand der Verwirrung kommen. Betroffen sind zum Beispiel mit einem gewissen Risiko Patienten, die längere Zeit auf einer Intensivstation verbringen. Fachleute sprechen vom "postoperativen Delir" oder von einer "postoperativen kognitiven Dysfunktion". Der Zustand klingt häufig innerhalb kurzer Zeit ab, manchmal sind Medikamente notwendig, die das biochemische Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn wieder herstellen.
Für Betroffene kann ein solches Erlebnis sehr erschreckend sein. Wer sich durch eine solche Erfahrung noch einige Zeit nach dem Eingriff psychisch belastet fühlt, sollte seine behandelnden Ärzte darauf ansprechen und sich über Abhilfe- und Unterstützungsmöglichkeiten beraten lassen.

Bei älteren Menschen gilt jedoch oft schon der Krankenhausaufenthalt an sich als Risikofaktor: Die ungewohnte Umgebung und die Belastung durch die Erkrankung - das alles kann auch Patienten aus dem Gleichgewicht bringen, denen man ihr Alter bislang nicht anmerkte. Auch hier bessert sich der Zustand oft parallel zur Gesundung. Die Situation kann allerdings auch dazu führen, dass sich die Krankenhausentlassung verzögert oder zumindest für einige Zeit professionelle häusliche oder stationäre Pflege erforderlich werden.

Wer regelmäßig größere Mengen Alkohol konsumiert, sollte sich nicht scheuen, dies vor einem Eingriff mit seinen Ärzten zu besprechen - die Information wird auf jeden Fall vertraulich behandelt. Sonst kann es nach einer Operation wegen des plötzlichen Entzugs ebenfalls zu einem Delir kommen. Wissen Narkosearzt und Operateur Bescheid, können sie mit Medikamenten gegensteuern. 

Erholung: Warum ist langes Liegen nicht so gesund?

Risiko Thrombosen

Thrombose vermeiden

Nicht länger liegen, als unbedingt erforderlich!

Fast jede Operation zieht ein gewisses Thromboserisiko nach sich. Dabei bilden sich Blutgerinnsel vor allem in den Beinvenen. Wenn sie sich ablösen, können sie zu Verschlüssen der Lungengefäße führen, einer Lungenembolie. Patienten mit Tumoren gelten zudem von vornherein aufgrund ihrer Erkrankung als deutlich stärker thrombosegefährdet als andere Menschen. Bisher gibt es jedoch keinen verlässlichen Test, mit dem einzelne Betroffene ihr persönliches Thromboserisiko ermitteln lassen können.
Vor den meisten Eingriffen erhalten Patienten daher Kompressionsstrümpfe. Diese sollte man auf keinen Fall ohne Rücksprache wieder ausziehen, bevor es Arzt oder Stationsleitung erlauben. Fachleute empfehlen zudem allen Patienten, sich so früh wie möglich zu bewegen. Pflegefachkräfte helfen dabei, sich möglichst rasch nach dem Eingriff aufzusetzen oder sogar einige Schritte zu gehen, um den Kreislauf anzuregen. Ist dies nicht möglich, sollten Patienten im Bett die Beine regelmäßig bewegen, sofern es ihr Zustand erlaubt.
Oft sind auch für einige Zeit Medikamente zur Blutverdünnung notwendig, als Spritze in die Bauchhaut. Wie lange diese Thrombosevorbeugung auch nach der Entlassung fortgesetzt werden sollte, hängt von der Art des Eingriffs und individuellen Risikofaktoren bei einem Patienten ab.

Einer Lungenentzündung vorbeugen

Langes Liegen und eine flache Atmung, um Schmerzen in der Wunde zu vermeiden, fördern nach einer Operation das Risiko einer Lungenentzündung. Auch hier hilft meist Bewegung. Selbst sehr kranke Patienten erhalten daher meist schon sehr früh Unterstützung durch Physiotherapeuten und Pflegekräfte, auch um das Abhusten von Sekret zu erleichtern. Patienten mit vorgeschädigten Lungen, etwa mit einer "Raucherbronchitis", können zudem Medikamente zum Erweitern der Luftwege inhalieren. 

Entlassung und Nachbetreuung: Wie geht es zuhause weiter?

Vor der Entlassung aus der Klinik erhalten Patienten viele Informationen darüber, was in der nächsten Zeit auf sie zukommt. Dazu gehört zum einen die Organisation der Nachsorge, entweder durch die Klinikambulanz oder durch einen niedergelassenen Facharzt.
Soll auf den Krankenhausaufenthalt eine Anschlussrehabilitation folgen, organisiert der Kliniksozialdienst die notwendigen Anträge meist ebenfalls noch vor der Entlassung. Können Patient und Angehörige die Nachbetreuung nicht selbst organisieren, hilft der Kliniksozialdienst auch bei der Organisation häuslicher Krankenpflege oder einer stationären Kurzzeitpflege weiter.
Alle wichtigen Informationen über die Operation und vorgeschlagene weitere Behandlungen fassen die Ärzte in ihrem Entlassungsbericht zusammen, der für den Hausarzt oder den weiterbehandelnden Facharzt gedacht ist. Patienten erhalten heute oft automatisch eine Kopie oder haben die Möglichkeit, den Brief für die eigenen Unterlagen selbst zu kopieren.







Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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