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Schlau mit der Sonne umgehen - Weltkrebstag am 4. Februar

Unter dem Motto "be sunsmart - Kinder und Jugendliche lernen UV-Strahlung zu meiden" findet am 4. Februar 2011 der Weltkrebstag statt. Die von der International Union Against Cancer (UICC) initiierte Aktion soll durch Kampagnen auf der ganzen Welt die Erforschung, Vorbeugung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein rücken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt den "World Cancer Day" 2011. Auch das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) betont zum Weltkrebstag die Wichtigkeit der Vorbeugung von Hautkrebs.

Im Jahr 2010 sind in Deutschland etwa 16.230 Menschen neu an "schwarzem" Hautkrebs erkrankt. Das schätzen die Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister und das Robert-Koch-Institut. Für das Jahr 2006 zählten die Wissenschaftler noch 15.830 Patienten, die neu an einem malignen Melanom erkrankten, so der Fachbegriff für den schwarzen Hautkrebs (Quelle: www.gekid.de). Hinzu kommt ein Vielfaches an weniger bösartigen Hauttumoren, den sogenannten Basalzellkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen, genaue Zahlen liegen nicht vor. Diese "weißen" Hautkrebsformen entfernen Hausärzte häufig ambulant, eine flächendeckende Meldepflicht an die Krebsregister besteht nicht.

Insbesondere die Basaliome und Spinaliome entstehen meist auf chronisch lichtgeschädigter Haut: Die ultraviolette Strahlung der Sonne schädigt das Erbmaterial in den Hautzellen und beeinflusst das Immunsystem, so die Bewertung der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC). Gleiches gilt für künstliche UV-Strahlen, denen man im Solarium ausgesetzt ist. Durch einen besonneneren Umgang mit UV-Licht, ließe sich daher die Häufigkeit der Hautkrebsneuerkrankungen verringern.

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, während Tageszeiten mit hoher UV-Belastung die Sonne zu meiden, textilen Sonnenschutz zu tragen (Kleidung, Kopfbedeckung) oder Sonnenschutzmittel zu verwenden. Das kann helfen, die Haut vor der UV-Strahlung zu schützen und so das Risiko einer Hautkrebserkrankung zu verringern. Besonders bei Kindern sollte darauf geachtet werden, dass kein Sonnenbrand entsteht. Denn je mehr Sonnenbrände in Kindheit und Jugendzeit auftreten, desto höher ist das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Neben dem ausgiebigen Sonnenbad sollte für Kinder und Jugendliche auch das Solarium tabu sein: Ein regelmäßiger Besuch erhöht die Wahrscheinlichkeit an Hautkrebs zu erkranken und ist sogar bis zum 18. Lebensjahr gesetzlich verboten.



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