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Prostatakrebs: Wissenschaftler entdecken Genvarianten, die das Krebsrisiko beeinflussen

Ärzte wissen schon seit langem: Prostatakrebs "liegt in der Familie". Männer, in deren Verwandtschaft die Krankheit diagnostiziert wurde, haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls am Krebs der Vorsteherdrüse zu erkranken. Welche Veränderungen der Erbsubstanz konkret zum Prostatakrebsrisiko beitragen, untersuchte nun ein internationales Forschungskonsortium, dem auch Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum angehören.

In einer mehrstufigen Untersuchung analysierten die Wissenschaftler das gesamte Genom von Krebspatienten und gesunden Kontrollpersonen auf bestimmte Genvarianten. Anschließend errechneten sie, welche Varianten bei Patienten häufiger auftreten als bei Gesunden.

Sieben Genbereiche betroffen

Noch keine klinische Konsequenz

Das Risiko für Prostatakrebs scheint in Familien höher zu sein, in denen schon mehrere Patienten erkrankt sind. Noch gibt es aber keinen Gentest, mit dem sich eine ererbte Veranlagung feststellen lässt.

Dabei fanden die Forscher jetzt sieben Genbereiche, die erstmals mit einem erhöhten Prostatakrebsrisiko in Zusammenhang gebracht werden konnten. Schon länger sind etwa 30 weitere sogenannte Risikogene für Prostatakrebs bekannt.

Eine genetische Untersuchung auf solche Risikovarianten könnte in Zukunft die ärztliche Beratung zur Vorbeugung und Früherkennung von Prostatakrebs verbessern. Bisher handelt es sich hierbei allerdings noch um Grundlagenforschung. Derzeit haben die Ergebnisse keine klinische Konsequenz: Es existiert noch kein Gentest, mit dem sich eine ererbte Veranlagung feststellen lässt.





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