Für Alle

Sie sind Krebspatientin oder Krebspatient, Angehöriger, Freund oder Interessierter und haben Fragen zu Krebs?

0800 - 420 30 40

Telefonisch täglich von 8 bis 20 Uhr, Anruf kostenlos

krebsinformationsdienst@dkfz.de

Per E-Mail (datensicheres Kontaktformular)

Für Fachkreise

Sie sind an der Versorgung von Krebspatienten beteiligt und benötigen unabhängig und neutral recherchierte Fakten zu Krebs?

0800 - 430 40 50

Telefonisch täglich von 8 bis 20 Uhr, Anruf kostenlos

kid.med@dkfz.de

Per E-Mail (datensicheres Kontaktformular)

Möchtest Du gerne mit den Ärzten des Krebsinformationsdienstes chatten? Dann spende jetzt!

Archiv

Aktuelles Thema: Arzneimittelinformationen - Angaben verstehen und umsetzen

Beipackzettel können abschrecken: In kleiner Schrift und mit komplizierten Abkürzungen und Fachausdrücken listen sie auf, welche Nebenwirkungen ein Medikament haben kann. Als Krebspatient möchte man es so genau manchmal gar nicht wissen.

Warum es sich trotzdem lohnt, die Packungsbeilage gründlich anzusehen, zeigt der Krebsinformationsdienst in seinem "Thema des Monats". Weitere Schwerpunkte sind Tipps zur Einnahme von Arzneimitteln und zum Umgang mit unerwünschten Wirkungen. Abschließend folgt ein kurzer Überblick zur aktuellen Kostenübernahme für Medikamente durch die Krankenversicherung. Die hier aufgeführten Antworten auf häufige Fragen bieten Hintergrundinformationen für Krebspatienten. Sie stellen keine Empfehlungen für individuelle Probleme dar und ersetzen nicht das Gespräch mit Arzt, Apotheker oder Versicherung. Weiterführende Quellen sind direkt im Text verlinkt.

Auf dieser Seite

Arzneimittelinformationen: Lesen, fragen, verstehen
Anwendung: Medikamente richtig einnehmen 
Nebenwirkungen: Was man dagegen tun kann
Kosten: Von Zuzahlungen, roten und grünen Rezepten

Arzneimittelinformationen: Lesen, fragen, verstehen

Was steht im Beipackzettel, wie sind Häufigkeitsangaben zu verstehen, wer hilft bei offenen Fragen - Antworten zu diesen Punkten hat der Krebsinformationsdienst zusammengestellt.

Warum muss ich den Beipackzettel überhaupt lesen -
weiß mein Arzt oder Apotheker nicht, was am besten für mich ist?

Patienten sollten die Packungsbeilage von Arzneimitteln immer gründlich lesen. Diese Informationen ergänzen die Hinweise, die Arzt oder Apotheker geben. Unklarheiten lassen sich aber trotzdem am besten im persönlichen Gespräch ausräumen.

Was steht im Einzelnen im Beipackzettel?

In Deutschland muss jedes Medikament einen Beipackzettel haben. Eine europaweit gültige Richtlinie schreibt vor, welche Angaben in welcher Form enthalten sein müssen. Interessierte finden die Richtlinie 2001/83/EG im Internet auf http://eur-lex.europa.eu; Suche "nach CELEX-Nummer", Nummer 32001L0083. Das entsprechende deutsche "Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln" ist unter www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/index.html zugänglich.

Bekommt man alle Nebenwirkungen, die im Beipackzettel aufgeführt sind?

Zum Weiterlesen

Eine Packungsbeilage führt alle Nebenwirkungen auf, die im Zusammenhang mit einem Medikament jemals beobachtet und dokumentiert wurden. Darunter sind auch unerwünschte Wirkungen, die nur bei sehr wenigen Menschen beobachtet wurden. Das ist gesetzlich vorgeschrieben.

Die Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen in Beipackzetteln sind nach festen Regeln formuliert. Hier lässt sich nachlesen, wie häufig Patienten von unerwünschten Wirkungen betroffen sind. Grundlage sind Daten aus klinischen Studien.

Übersetzt bedeuten diese Angaben:

Arzneimittel © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Arzneimittel: Nicht ohne Rücksprache absetzen © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Treten Nebenwirkungen auf, sind die behandelnden Ärzte die nächsten Ansprechpartner. Mit ihnen können Patienten das weitere Vorgehen zur Linderung von Beschwerden abklären. Ohne zeitnahe Rücksprache sollten Krebspatienten ihre verordneten Medikamente nicht absetzen.
Patientengruppen, bei denen unerwünschte Folgen wahrscheinlicher sind, werden im Beipackzettel gesondert aufgeführt. Das können zum Beispiel Menschen mit Nieren- oder Leberschäden sein: Bei ihnen werden Arzneimittel unter Umständen schlechter wieder aus dem Körper ausgeschieden. Auch für Kinder und Schwangere gibt es meist eigene Hinweise.

Mehr dazu bietet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), www.bfarm.de, Rubrik "Arzneimittel", Stichwort "FAQ-Arzneimittel", Stichwort "FAQ-Packungsbeilagenprüfung", Frage "Wie sollen die Häufigkeiten für Nebenwirkungen in der Produktinformation angegeben werden?". Die Vorgaben der Europäischen Kommission können in englischer Sprache unter http://ec.europa.eu/health/index_en.htm, Rubrik "Medicinal products for human use", Rubrik "EU Legislation - Eudralex", Überschrift "Volume 2 - Notice to applicants and regulatory guidelines for medicinal products for human use", Text "Guideline on Summary of Product Characteristics - SmPC (September 2009)" eingesehen werden. Ausführliche Informationen bietet auch www.gesundheitsinformation.de, Rubrik "Behandlungen wählen", Artikel "Unerwünschte Wirkungen". Träger dieses Internetangebots ist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Wen kann ich fragen, wenn ich die Hinweise im Beipackzettel nicht verstehe?

Packungsbeilagen enthalten Fachbegriffe und Abkürzungen. Nicht immer wissen Patienten, was damit gemeint ist. Ansprechpartner bei Unsicherheiten sind Arzt und Apotheker. Einige krebsspezifische Fachbegriffe können Betroffene auch auf den Seiten des Krebsinformationsdienstes im Lexikon der Fachbegriffe nachlesen.

Anwendung: Medikamente richtig einnehmen

Medikamente können untereinander oder im Zusammenspiel mit Nahrungsmitteln unterwünschte Wechselwirkungen haben. Eine Übersicht über gängige Empfehlungen zur Vermeidung solcher Risiken bietet der folgende Textabschnitt.

Wie stelle ich sicher, dass meine Medikamente zusammenpassen?

Medikamente enthalten Substanzen, die vom Körper aufgenommen, verarbeitet und wieder ausgeschieden werden müssen. Dazu nutzt der Körper auch für unterschiedliche Arzneimittel oft die gleichen Stoffwechselvorgänge und Organe. Nehmen Patienten mehrere Arzneimittel ein, kann das die jeweilige Wirkung verstärken oder schwächen. Zwei Beispiele aus der Onkologie:

Betroffene können unerwünschte Wechselwirkungen so gering wie möglich halten, indem sie eine Liste über alle Medikamente erstellen, die sie einnehmen. Anhand einer solchen Übersicht stimmen ihre Ärzte die verschiedenen Arzneimittel aufeinander ab. Nach Ansicht von Fachleuten sollten Krebspatienten auch Rücksprache halten, bevor sie auf eigene Faust frei verkäufliche Präparate einnehmen. Das Bundesgesundheitsministerium hat ein Informationsblatt zum Thema erstellt, das allerdings nicht ausschließlich auf das Thema Krebs bezogen ist. Es ist im Internet auf www.bundesgesundheitsministerium.de zugänglich, Rubrik "Publikationen", Überschrift "Informationsmerkblatt für Patientinnen und Patienten mit 8 Tipps für eine sichere Arzneimitteltherapie".

Ist es egal, zu welchem Zeitpunkt ich meine Medikamente einnehme?

Oft geben Ärzte genaue Anweisungen, wie und wann Arzneimittel eingenommen werden sollen. Es gibt gute Gründe für Patienten, sich daran zu halten. Manche Medikamente vertragen sich zum Beispiel nicht mit Speisen und Getränken. Betroffene sollten zudem Dosis und Dauer der Einnahme oder die Art der Anwendung nicht ohne Absprache verändern: Üblicherweise haben klinische Studien vor der Zulassung der Arzneimittel gezeigt, dass für eben diese Vorgaben die größtmögliche Wirkung mit den geringsten Nebenwirkungen erreicht werden kann.

Was bedeuten die Angaben zur Medikamenten-Einnahme konkret?

Dosierhilfe zum Einteilen von Tabletten © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Dosierhilfe zum Einteilen von Tabletten © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Krebspatienten, die verschiedene Medikamente zu unterschiedlichen Tageszeiten einnehmen müssen, erhalten in Apotheken Hilfsmittel. Diese werden oft als Pillenbox, Tablettendose oder Medikamentenspender bezeichnet. Damit können sie selbst, Angehörige oder Pflegedienstmitarbeiter die Arzneimittel vorbereiten: Patienten können aus Fächern ihre Ration für morgens, mittags oder abends entnehmen, auch eine Einteilung nach Wochentagen ist möglich.

Die oben genannten Hinweise beruhen auf Empfehlungen des Arzneimittelberatungsdienstes am Institut für Klinische Pharmakologie der Technischen Universität Dresden.

Ist es egal, womit man Medikamente hinunterspült?

Viele Medikamente wirken erst, nachdem sie im Körper in Einzelteile zerlegt oder im Stoffwechsel "umgebaut" und zu ihrem Zielort transportiert wurden. Nicht nur andere Arzneimittel, sondern auch Speisen und Getränke können in solche Abläufe eingreifen und sie beschleunigen oder verlangsamen. Schreiben Arzt, Apotheker oder Beipackzettel es nicht ausdrücklich anders vor, sollten Patienten Tabletten und Kapseln deshalb nur mit Leitungswasser herunterspülen.

Kann ich neben den Medikamenten, die mir der Arzt verschrieben hat,
noch frei verkäufliche Mittel nehmen?

Viele Medikamente kann man in der Apotheke rezeptfrei kaufen. Praktisch jeder Krebspatient hat zu Hause eine ganze Sammlung, vom Schnupfenspray über das Schmerzmittel bis hin zur Rheumasalbe. Daneben gibt es frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel, die zum Beispiel Vitamine, Mineralien oder andere Substanzen enthalten. Nahrungsergänzungsmittel werden in Apotheken verkauft, sie gibt es aber auch in Drogerien, Supermärkten und im Internet.

Für Krebspatienten gilt: Nichts einnehmen, das nicht mit den Ärzten abgesprochen ist. Selbst scheinbar harmlose rezeptfreie Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel können Substanzen enthalten, die im Zusammenspiel mit anderen Tumormedikamenten unerwünschte Folgen haben.

Was unterscheidet Nahrungsergänzungsmittel von Medikamenten? Mehr dazu hat der Krebsinformationsdienst in einem eigenen Text zusammengestellt.

Darf man Tabletten oder Kapseln zerkleinern?

Manche Krebspatienten leiden infolge ihrer Behandlung an schmerzhaften Entzündungen in Mund und Rachen. Große Tabletten zu schlucken, kann belastend sein. Eine naheliegende Idee ist es, die Medikamente zu zerkleinern und zum Beispiel unter das Essen gerührt einzunehmen oder in einem Getränk aufzulösen.

Das ist nicht immer eine gute Idee:

Bei manchen Arzneimitteln sehen die Anweisungen dagegen vor, dass die Tabletten geteilt werden, um eine bestimmte Wirkstoffmenge zu verabreichen. Bei Schwierigkeiten können Patienten Arzt oder Apotheker nach einer Erläuterung fragen. In Apotheken erhalten sie Teilhilfen.

Informationen zum Thema bietet unter anderem die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), www.abda.de; ein Text zum Thema findet sich in der Rubrik "Pressemitteilungen" unter dem Titel "Nicht jede Tablette darf geteilt werden".

Warum soll man manche Medikamente im Kühlschrank lagern und andere nicht?

Zum Weiterlesen

Viele Arzneimittel müssen nach strengen Vorschriften gelagert werden. Entsprechende Hinweise geben Arzt oder Apotheker und auch der Beipackzettel. Vorschriften, die für alle Medikamente gelten, gibt es nicht. Wie sich die Substanzen unter Kälte oder Hitze verhalten, ist durch ihre chemische Zusammensetzung bedingt. Davon hängt ab, ob etwas zum Beispiel im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden sollte.

Weitere Informationen bietet unter anderem die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), www.abda.de; Rubrik "Pressemitteilungen" unter dem Titel "Medikamente nicht in der prallen Sonne liegen lassen". Fachleute können zudem die Internetseite www.fachinfo.de nutzen, um Lagerungsbedingungen von Arzneimitteln nachzulesen. Diese Internetseiten sind nicht frei zugänglich.

Nebenwirkungen: Was lässt sich dagegen tun?

Viele Krebsmedikamente haben neben den eigentlich erwünschten Wirkungen auch unerwünschte Folgen. Dazu zählen etwa Hitzewallungen durch Medikamente, die antihormonell wirken, Übelkeit oder Haarausfall durch Zytostatika zur Chemotherapie oder Verstopfung durch manche Schmerzmittel oder Hautausschläge durch moderne Antikörper. Allgemeine Informationen, die nicht detailliert auf verschiedene Arzneimittel eingehen, hat der Krebsinformationsdienst in diesem Abschnitt aufbereitet.

Ich habe große Angst vor Nebenwirkungen - kann ich nicht etwas einnehmen, das besser verträglich ist?

Zum Weiterlesen

Arzneimittel greifen in die komplexen Vorgänge des menschlichen Organismus ein. Dabei können neben den erwünschten Wirkungen auch unerwünschte Folgen auftreten. Das gilt für fast alle Medikamente mit nachgewiesenem Nutzen, nicht nur für Krebsmedikamente.

Ausführliche Informationen bietet www.gesundheitsinformation.de - auch über www.gesundfuchs.de zugänglich, Rubrik "Behandlungen wählen", Artikel "Unerwünschte Wirkungen". Der Krebsinformationsdienst geht in seinen Texten zu den verschiedenen Tumorarten auch auf unerwünschte Wirkungen von Therapien ein.

Was ist mit "individueller Verträglichkeit" gemeint?

Kein Mensch ist wie der andere. Viele verschiedene Faktoren tragen dazu bei, wie Medikamente vom Körper verarbeitet werden. Was heißt das für den Umgang mit Arzneimitteln?

Hinweise zum Thema bietet unter anderem die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), www.abda.de; Rubrik "Pressemitteilungen", Text "Tabletten bei Milchzucker-Unverträglichkeit meist kein Problem".

Wer bietet Unterstützung bei Nebenwirkungen?

Beobachten Patienten Nebenwirkungen infolge einer Behandlung, erhalten sie Unterstützung von ihren Ärzten. Gemeinsam mit ihnen können Betroffene im Gespräch erarbeiten, ob die Folgen der Behandlung tolerierbar sind, oder ob im Zweifelsfall nach anderen Therapiemöglichkeiten gesucht werden muss. Oft können Medikamente helfen, die Nebenwirkungen eindämmen, sogenannte Supportivtherapeutika.

Ausführliche Informationen bietet www.gesundheitsinformation.de, Rubrik "Behandlungen wählen", Artikel "Unerwünschte Wirkungen".

Kosten: Von Zuzahlungen, roten und grünen Rezepten

Wie kommen die Zuzahlungen für Medikamente zustande, was sind eigentlich Festbeträge? Warum gibt es unterschiedliche Rezeptformulare? Weitere Informationen bietet dieser Abschnitt.

Was meinen die Begriffe "rezeptfrei", "grünes Rezept" und "rezeptpflichtig"?

Gesetzliche Krankenversicherungen bezahlen nicht alle Medikamente. Für welche Arzneimittel kommen die Kassen auf, für welche nicht?

Beispielrechnungen und weitere Informationen finden Interessierte auf den Seiten des Gesundheitsministeriums, www.bundesgesundheitsministerium.de/krankenversicherung/
arzneimittelversorgung/arzneimittel.html
, Stichwort "Arzneimittelzuzahlung in der GKV" und unter www.bundesgesundheitsministerium.de/krankenversicherung/
arzneimittelversorgung/zuzahlung.html
. Fragen und Antworten zu rezeptfreien, aber verordnungsfähigen Arzneimitteln beantwortet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im Internet unter dem Stichwort "OTC-Übersicht" www.g-ba.de/institution/sys/faq/8/.

Warum erhalte ich meine Medikamente ständig von verschiedenen Herstellern?

Zum Weiterlesen

Wer viel kauft, erhält in der Regel einen Rabatt. Gesetzliche Krankenkassen verhandeln teilweise direkt mit den Herstellern über Preisnachlässe für Medikamente. Möglich ist das in Bereichen, in denen es mehrere Arzneimittel mit gleicher Wirkweise gibt.

Ausführliche Hinweise bietet das Gesundheitsministerium unter www.bundesgesundheitsministerium.de/krankenversicherung/arzneimittelversorgung/
amnog/glossar-zum-amnog.html
, Stichworte "Aut-idem-Regelung" und "Rabattverträge" sowie www.bundesgesundheitsministerium.de/krankenversicherung/
arzneimittelversorgung/zuzahlung.html
, Punkt "Neue Wahlfreiheit: Vertragsmedikament oder Wunschmedikament". Fachleute und Interessierte finden weiterführende Hinweise auf den Seiten des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), www.g-ba.de/institution/
themenschwerpunkte/arzneimittel/nutzenbewertung35a/
.

Warum muss man für manche Medikamente mit gleichem Wirkstoff manchmal zuzahlen und manchmal nicht?

Neben den Rabattverträgen mit Medikamentenherstellern gibt es weitere Wege, um die Kosten für Arzneimittel zu begrenzen. Eine Möglichkeit sind die sogenannten Festbeträge. Die gesetzlichen Krankenversicherungen stellen dabei Medikamente von verschiedenen Herstellern, aber mit ähnlicher oder gleicher Wirkung zu Gruppen zusammen und prüfen deren unterschiedliche Preise. Für eine solche Gruppe von Präparaten werden dann Preisobergrenzen festgelegt, die sogenannten Festbeträge.

Mehr dazu auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums, www.bundesgesundheitsministerium.de/krankenversicherung/arzneimittelversorgung/
amnog/glossar-zum-amnog.html
, Stichworte "Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG)" und "Festbeträge (für Arzneimittel)" sowie unter www.bundesgesundheitsministerium.de/krankenversicherung/
arzneimittelversorgung/zuzahlung.html
, Stichwort "Freie Wahl gegen Aufzahlung". Die Institution, die in Deutschland den Nutzen von neuen Medikamenten bewertet, ist der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), www.g-ba.de. Informationen zur Nutzenbewertung von Arzneimitteln nach dem AMNOG finden sich unter www.g-ba.de/institution/
themenschwerpunkte/arzneimittel/nutzenbewertung35a/
.

Wer zahlt die Medikamente, die man im Krankenhaus bekommt?

Wer im Krankenhaus liegt, erhält seine Medikamente nicht auf Rezept, sondern - scheinbar - einfach so.

Weitere Hintergründe bietet das Gesundheitsministerium unter www.bundesgesundheitsministerium.de/krankenversicherung/
stationaere-versorgung/krankenhauslandschaft.html
. Dort finden sich "Informationen zur Abrechnung stationärer Krankenhausleistungen" im PDF-Format.

#Chatfunding