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Handys doch ein Krebsrisiko?

Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC stuft mobile Telefone als "möglicherweise krebserzeugend für den Menschen" ein. Die Organisation stützt ihre Aussage insbesondere auf Untersuchungen zum Risiko von Gliomen, einer Form von Hirntumoren, bei langjährigen Vieltelefonierern.
Auf Einladung der IARC, die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehört, haben internationale Experten in den letzten Monaten eine Neubewertung der vorliegenden Daten zu elektromagnetischen Feldern vorgenommen, wie sie vor allem beim Mobilfunk eingesetzt werden. Eigene Studien führt die IARC nicht durch.

Bundesamt für Strahlenschutz nimmt Stellung

Das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erläutert: "Diese Einordnung bedeutet, dass es nach Einschätzung der IARC nach gegenwärtigem Kenntnisstand begrenzte Hinweise auf eine krebserzeugende Wirkung dieser Felder auf den Menschen gibt".

Das BfS weist seit längerem darauf hin, dass die bisherigen Forschungsergebnisse ein Krebsrisiko nicht eindeutig ausschließen, aber auch nicht bestätigen konnten. Die vorliegenden Hinweise seien, so das Bundesinstitut, nicht oder nur unzureichend durch experimentelle Befunde gestützt; sie stammen aus sogenannten epidemiologischen Beobachtungen. Insbesondere die Frage nach den langfristigen Wirkungen sei derzeit nicht sicher zu beantworten, auch wenn bei Einhaltung der geltenden Grenzwerte keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten seien.

Das BfS hat Empfehlungen zum Strahlenschutz beim Telefonieren mit dem Handy veröffentlicht. Dazu gehören unter anderem die Tipps, nicht mit dem Handy zu telefonieren, wenn auch ein Festnetzanschluss zur Verfügung steht, oder ein Headset zu nutzen, eine Freisprecheinrichtung. Die vollständigen Empfehlungen stehen unter www.bfs.de/de/elektro/hff/empfehlungen_handy.html im Internet zur Verfügung.