© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Diese Seiten sind Ausdrucke aus www.krebsinformationsdienst.de, den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum. Mehr über den Krebsinformationsdienst und seine Angebote lesen Sie auf unseren Internetseiten. Am Telefon stehen wir Ihnen täglich von 8.00 bis 20.00 für Fragen zur Verfügung, unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 – 420 30 40. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Bitte beachten Sie: Internet-Informationen sind nicht dazu geeignet, die persönliche Beratung mit behandelnden Ärzten oder gegebenenfalls weiteren Fachleuten zu ersetzen, wenn es um die Diagnose oder Therapie einer Krebserkrankung geht. Die vorliegenden Informationen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte, unabhängig von Form, Zeit oder Medium bedarf der schriftlichen Zustimmung des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum.

Ursprüngliche Adresse dieses Ausdrucks: https://www.krebsinformationsdienst.de


Archiv

BfS-Dokumentation: Der Reaktorunfall 1986 in Tschernobyl

"Tschernobyl" - die Stadt im Norden der Ukraine steht beispielhaft für die Risiken der Kernkraft. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat 25 Jahre nach dem Reaktorunfall von 1986 eine aktualisierte Broschüre zum Thema vorgelegt. Die Autoren beantworten dabei Fragen wie: Welche Lehren hat man in Deutschland aus dem Unglück in der damaligen Sowjetunion gezogen? Wie hat Tschernobyl die Sicherheitsmaßnahmen in deutschen Kernkraftwerken beeinflusst? Darüber hinaus stellt das BfS dar, wie die Ukraine beim Umgang mit den Folgen des Unglücks unterstützt wird.

Zudem haben die Autoren den derzeitigen Wissensstand zu den aufgetretenen Erkrankungen zusammengestellt. Demnach trat das zumeist tödlich verlaufende akute Strahlensyndrom bei 134 Feuerwehrleuten und Mitarbeitern des Kernkraftwerks auf. In der Broschüre heißt es weiter, bei den Menschen, die in der Umgebung lebten, seien keine akuten Strahlenschäden beobachtet worden. Hier traten allerdings verschiedene Erkrankungen als langfristige Strahlenfolgen auf. Ein Beispiel: Zwischen 1991 und 2005 wurden in den besonders betroffenen Regionen in der Ukraine, Weißrussland und Russland rund 6.900 Schilddrüsenkrebserkrankungen festgestellt. Das bedeutet einen Anstieg der Schilddrüsenkrebsrate um mehr als das Sechsfache. Betroffen waren nach Angaben des BfS vor allem Kinder, die zum Zeitpunkt des Unfalls jünger als zehn Jahre waren. Ohne Strahlenbelastung tritt diese Krebsart bei Kindern und Jugendlichen kaum auf.