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Besteck und Geschirr aus Melaminharz: Zum Kochen ungeeignet

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, www.bfr.bund.de) warnt vor Kochutensilien aus Melaminharzen. Kochlöffel und Bratenwender, Teller oder Gefäße aus dem verbreiteten Kunststoff können beim Erhitzen über 70 Grad Celsius Melamin und Formaldehyd abgeben. Gesundheitlich bedenkliche Mengen beider Substanzen können dabei in die Lebensmittel übergehen. Formaldehyd ist gasförmig und kann daher auch eingeatmet werden.

Die Experten des BfR raten, beim Kochen und Braten auf entsprechendes Geschirr und Besteck zu verzichten. Melaminharzhaltige Produkte sollten auch nicht zum Erhitzen von Lebensmitteln in Mikrowellen verwendet werden - auch hier werden oft Temperaturen über 70 Grad Celsius erreicht. Andere Kunststoffe, wie etwa Silikone, sind beständiger.

Wie gefährlich sind die freigesetzten Stoffe?

Formaldehyd ist haut- und schleimhautreizend und kann über das Einatmen Krebs im Nasen-Rachen-Raum auslösen; dagegen wurde bisher kein erhöhtes Krebsrisiko durch das Verschlucken von Formaldehyd festgestellt, so das BfR. Formaldehyd kann auch zu Allergien in den Atemwegen oder an der Haut führen. Berichte über das Gesundheitsrisiko von Melamin gingen bereits 2008 durch die Medien, als in China Kleinkinder durch verunreinigtes Milchpulver schwere Nierenschäden und andere gesundheitliche Probleme erlitten und einige sogar an Nierenversagen starben.

Erkennbar ist eine Zersetzung von Geschirr aus Melaminharz daran, dass die Oberfläche der normalerweise harten und glänzenden Produkte rau und matt wird. Ist dieser Prozess erst einmal in Gang gekommen, verstärkt er sich bei weiterer Benutzung. Insbesondere beschleunigt das Erhitzen säurehaltiger Speisen, wie zum Beispiel Obst oder Gemüse, die Zersetzung.