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Prostatakrebs: Sport kann Sterberate senken

Sport kann das Risiko verringern, an Prostatakrebs zu sterben. Dies ist das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie. Forscher der Harvard School of Public Health, Brigham, und der University of California, San Francisco, werteten Daten von insgesamt 2.705 Männern aus, die an der "Health Professionals Follow-Up Study" teilgenommen hatten. Sie waren nach 1990 an einem Prostatakarzinom erkrankt, wiesen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung keine Metastasen auf und lebten noch mindestens vier Jahre nach der Diagnose. Bis zum Jahr 2008 waren dann allerdings insgesamt 548 Patienten verstorben, darunter 112 an Prostatakrebs.

Dauer und Intensität des Sports sind entscheidend

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass sportlich aktive Patienten ein geringeres allgemeines Sterberisiko aufwiesen. Dies galt sowohl für Männer, die vor und nach der Diagnose mindestens 90 Minuten pro Woche spazieren gingen, als auch für Männer, die mehr als drei Stunden pro Woche anstrengenden Sport betrieben.

Für das Risiko, an Prostatakrebs selbst zu sterben, sah das Ergebnis jedoch etwas anders aus: Leichte Bewegung reichte hier zur Senkung nicht aus. Erst anstrengender Sport über längere Zeit wie zum Beispiel Radfahren, Tennis, Jogging oder Schwimmen verringerte signifikant die Wahrscheinlichkeit, infolge des Krebsleidens zu sterben:
Von den Männern, die wenig Sport betrieben, starben 71 von 1.596, also 4,4 Prozent, an ihrer Krebserkrankung. Bei den Männern, die mehr als drei Stunden pro Woche anstrengenden Sport betrieben, starben 9 von 318 Männern und damit nur 2,8 Prozent infolge ihrer Erkrankung.

Auch bei anderen Krebsarten wie zum Beispiel Darmkrebs zeigten Studien, dass Sport und Bewegung die Sterblichkeit von Patienten senken kann.

Hintergrund

Die amerikanische "Health Professionals Follow-Up Study" zählt weltweit zu den großen prospektiven Beobachtungsstudien, die den Einfluss von Ernährung und Lebensstil auf Krankheiten untersuchen. An der Studie hatten in den USA von 1986 bis 2008 insgesamt fast 52.000 Männer aus verschiedenen Gesundheitsberufen teilgenommen. Alle zwei Jahre machten sie detaillierte Angaben, wie viel Bewegung und Sport sie pro Woche durchschnittlich betrieben.