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Reaktorunglück: Wer bietet Informationen zur Situation in Japan und zu Auswirkungen auf Deutschland?

(16.3., aktualisiert 30.3.2011) Angesichts der aktuellen Ereignisse in japanischen Atomkraftwerken haben viele Menschen Fragen zum Thema Radioaktivität: Wie ist die aktuelle Lage vor Ort in Japan? Wird die Strahlenbelastung auch in Deutschland steigen? Warum sollte man in Deutschland derzeit keine Jodtabletten einnehmen? Wo kann man sich auf eine Strahlenbelastung hin untersuchen lassen, wenn man aus Japan zurückkommt?
Der Krebsinformationsdienst hat daher Linktipps zu Hintergrundinformationen von Bundesbehörden und Forschungseinrichtungen zusammengestellt.

Bundesinstitut für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Das deutsche Umweltministerium bietet unter www.bmu.de Informationen zu den Vorfällen. Unter www.bmu.de/atomenergie_sicherheit/doc/47094.php finden sich Fragen und Antworten, etwa zu den Auswirkungen auf Deutschland. Außerdem nennt das Ministerium Anlaufstellen für Menschen, die aktuell aus Japan nach Deutschland kommen und eine Strahlenbelastung fürchten, unter www.bmu.de/atomenergie_sicherheit/doc/47117.php.

Ist es sinnvoll, Jodtabletten einzunehmen? Nein, bisher rät das Bundesamt für Strahlenschutz von besonderen Schutzmaßnahmen ab. Menschen in Deutschland sollten auf eigene Faust keine Jodtabletten einnehmen. Die Tabletten kommen bei Störfällen in Atomkraftwerken mit Freisetzung von Radioaktivität als Notfallmaßnahme nur für Menschen in Frage, die sich in direkter Umgebung des Kraftwerks aufhalten. Unnötig eingenommen können sie sogar gesundheitsschädigende Wirkungen haben, so das Bundesamt (www.bfs.de/de/kerntechnik/papiere/japan/strahlenschutz_europa.html/#6).
Auch die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) unterstützt die Warnung, mehr unter www.abda.de, Pressemitteilung vom 14.3.11.

Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Mit den Auswirkungen der Naturkatastrophe auf die Kernkraftwerke am Standort Fukushima beschäftigen sich in Deutschland auch verschiedene Forschungseinrichtungen. Darunter ist die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der auch das Deutsche Krebsforschungszentrum angehört. Unter www.helmholtz.de/japan informieren die mit dem Thema befassten Zentren in der Helmholtz-Gemeinschaft zu aktuellen Fragen.

International Atomic Energy Agency

Aktuelle Informationen in englischer Sprache finden sich auf der Seite der Internationalen Atombehörde www.iaea.org.

Radioaktivität und Krebs

Eine allgemeine Übersicht zum Thema Radioaktivität und Krebs bietet der Krebsinformationsdienst im Text "Radioaktivität und Strahlung: Quellen, Risiken, Nutzen".

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