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Psychoonkologie: Hilfe für die Seele

Viele Krebspatienten erleben Niedergeschlagenheit, Trauer oder Wut. Auch Angst vor der Zukunft kennen viele Betroffene. Solche Gefühle sind eine normale Reaktion auf die Tumorerkrankung und können zu verschiedenen Phasen im Krankheitsverlauf auftreten. Manchmal nehmen Probleme im Alltag jedoch überhand, vor allem, wenn die Krebserkrankung zu anderen, schon vorher bestehenden Schwierigkeiten hinzukommt. Professionelle Hilfe beim Umgang mit psychischen, aber auch sozialen Veränderungen bieten Psychoonkologen. In Deutschland sind entsprechend ausgebildete Fachleute in Kliniken, Nachsorgeeinrichtungen, Krebsberatungsstellen und auch in eigener Praxis tätig.

Datenbank zu ambulant tätigen Psychoonkologen erweitert

Für Betroffene, die ambulant zugängliche Psychoonkologen suchen, hat der Krebsinformationsdienst eine Adressdatenbank zusammengestellt, gemeinsam mit psychoonkologischen Fachgesellschaften. Diese nennt niedergelassene Therapeuten und Mitarbeiter in Klinikambulanzen mit einer von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) anerkannten Weiterbildung. Dabei berücksichtigt die Datenbank des Krebsinformationsdienstes nun auch Weiterbildungsgänge, die seit dem Jahr 2010 durch die DKG anerkannt wurden. Die Adressdatenbank ist zugänglich in der Rubrik Wegweiser. In der gleichen Rubrik bietet der Krebsinformationsdienst außerdem eine Datenbank der regionalen Krebsberatungsstellen in Deutschland.

Hintergrund: Die Psychoonkologie als Wissenschaft

Die Psychoonkologie als wissenschaftliche Fachrichtung sucht nach Wegen, diejenigen Betroffenen zu erkennen, die besonderer Unterstützung bedürfen. Welche Auswirkungen chronische Erkrankungen wie Krebs auf die psychische Gesundheit haben können, ist das Leitthema der Fachzeitschrift "Bundesgesundheitsblatt" in einer ihrer jüngsten Ausgaben. Diskutiert werden unter anderem Fragen wie: Wie häufig sind psychische Störungen bei Krebspatienten? Wie werden sie erkannt? Wie lassen sie sich behandeln? Darüber hinaus finden sich auch Informationen zu psychischen Störungen im Zusammenhang mit weiteren chronischen Erkrankungen. Zielgruppe sind Interessierte und Fachleute.

Die Autoren sprechen in ihren Beiträgen auch offene Fragen an: So ist beispielsweise noch nicht geklärt, wie viele Krebspatienten tatsächlich unter psychischen Störungen leiden. Die vorliegenden Zahlen aus Studien und Befragungen unterscheiden sich deutlich voneinander. Genaue Angaben wären jedoch nötig, um die Versorgung der Betroffenen zu planen und sicherzustellen.

Einen allgemeinen Überblick über das Fachgebiet bietet der Krebsinformationsdienst im Text "Psychoonkologie". Dieser liegt jetzt in aktualisierter Fassung vor. Darin wird beispielsweise erläutert, welche Berufsgruppen mit Betroffenen arbeiten und was sie dafür qualifiziert.