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Strahlentherapie: Studie untersucht Spätfolgen bei Kindern und Jugendlichen

Die Strahlentherapie wird nicht nur bei erwachsenen Krebspatienten eingesetzt, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen. Bei jungen Menschen waren die langfristigen Folgen für die Gesundheit bisher wenig erforscht. Erste Auswertungen eines 2004 eingerichteten Patientenregisters zeigen, dass die Risiken einer Strahlentherapie für Kinder und Jugendliche geringer sind, als von Fachleuten erwartet. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) in einer aktuellen Meldung. Grundlage ist eine jüngst in einem Fachjournal veröffentlichte Studie.

Die wissenschaftliche Arbeit untersuchte die langfristigen Auswirkungen einer Strahlentherapie bei Kindern und Jugendlichen auf die Nieren. Dazu wurden 74 junge Krebspatienten, bei denen Teile der Nieren bestrahlt wurden, über einen Zeitraum von durchschnittlich 28 Monaten beobachtet. Die Forscher stellten fest, dass es bei den meisten Kindern und Jugendlichen nicht zu Funktionsstörungen der Nieren kam. Bei sieben Patienten wurden leichte Beeinträchtigungen festgestellt, bei zwei Teilnehmern waren diese etwas stärker. Die Kinder und Jugendlichen, bei denen die Nieren in Mitleidenschaft gezogen wurden, hatten eine höhere Strahlendosis erhalten. Diese Erkenntnisse sollen, so heißt es in der DEGRO-Mitteilung, in Zukunft bei der Behandlung junger Patienten berücksichtigt werden.

Die DEGRO hat, gemeinsam mit der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, vor sechs Jahren das "Register zur Erfassung von Spätfolgen nach Strahlentherapie maligner Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter" (RiSK) eingerichtet. Seither wurden darin Informationen zu 1.300 jungen Patienten festgehalten. Weitere Analysen der Daten sind in Vorbereitung, so die DEGRO.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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