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Neue Studie zum PSA-Test: Nutzen der Früherkennung nur für jüngere Männer?

Viele Krebspatienten leben länger, wenn ihre Krankheit in einem frühen Stadium erkannt wurde. Gilt dies auch für Männer mit einem Prostatakarzinom?
Insbesondere der Nutzen des sogenannten PSA-Tests ist nach wie vor umstritten. Diese Blutuntersuchung  auf das Prostataspezifische Antigen (PSA) ist im gesetzlichen Früherkennungsprogramm derzeit nicht vorgesehen. Trotzdem empfehlen viele Ärzte und auch Patientengruppen ihre Durchführung.

Neue Erkenntnisse zum Nutzen des Tests kommen nun von der "Göteborg-Studie". Ihre Daten deuten an, dass es doch einen Überlebensvorteil gibt, vor allem für jüngere Männer. In der bislang vierzehnjährigen Nachbeobachtungszeit lag die Sterblichkeit an Prostatakrebs in einer Gruppe von Männern ohne regelmäßige PSA-Tests fast um die Hälfte höher als in der Gruppe, die sich untersuchen ließ.
Die Studie macht allerdings auch deutlich, dass der Preis für die Gewissheit hoch sein kann: Die Autoren der aktuellen Veröffentlichung gehen von einem erheblichen Risiko sogenannter "Überdiagnosen" durch regelmäßige PSA-Tests aus. Davon sind Männer betroffen, die durch die Früherkennung von einer Krebserkrankung erfahren, die ihr Leben weder verkürzt noch beeinträchtigt hätte, die sich nun aber sowohl der psychischen Belastung wie auch mehr oder weniger eingreifenden Therapien ausgesetzt sehen.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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