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Sport nach Krebs: Bewegung hilft gegen Erschöpfung

Amerikanische Sportmediziner haben eine Leitlinie zu Bewegung und Sport für Krebspatienten vorgestellt. Im Auftrag des "American College of Sports Medicine" bewerteten dreizehn Experten anhand vorhandener Literatur, wie sicher und wirksam Sport für Krebspatienten nach Abschluss der Therapie ist. Die Leitlinie wurde Anfang Juli in der Fachzeitschrift "Medicine & Science in Sports & Exercise" veröffentlicht.

Die Vorteile von körperlicher Aktivität sei für eine Reihe von Krebserkrankungen gut belegt, erklärt Dr. Kathryn Schmitz, eine der Autorinnen der Leitlinie. Besonders auf den allgemeinen Gesundheitszustand und die Erschöpfung wirke Bewegung sich günstig aus, so die Expertin in einer Mitteilung der Juniausgabe des Bulletins des National Cancer Institutes. Eine ungewöhnliche Erschöpfung, die sogenannte Fatigue, tritt bei vielen Tumorpatienten während oder nach der Therapie auf.

Wieweit sich regelmäßige Bewegung auch auf das Überleben nach Krebs und die Rückfallhäufigkeit auswirkt, ist dagegen bisher nicht ausreichend untersucht. Auch weiß man nicht, ob sich Sport bei allen Krebsformen gleich auswirkt, oder welche Patienten gar nicht, welche weniger und welche mehr profitieren könnten. Entsprechende Studien werden daher weltweit an vielen Zentren geplant und durchgeführt.

Die Autoren der U.S.-amerikanischen Leitlinie sprechen sich dafür aus, dass Trainingsprogramme für Krebspatienten während und nach der Behandlung zu einem festen Bestandteil der Tumornachsorge werden. Auch in immer mehr deutschen Leitlinien zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge verschiedener Krebserkrankungen werden Ausdauersport und Entspannungstraining zur Steigerung der Lebensqualität nach einer Krebsbehandlung empfohlen. Aktuelle Beispiele sind etwa die Leitlinien zur Brustkrebsbehandlung oder zur Therapie des Lungenkarzinoms.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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