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Erhöhtes Krebsrisiko für Typ-2-Diabetiker

Erkranken Zuckerkranke häufiger an Krebs als Gesunde? Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum haben nun die bisher  weltweit größte Beobachtungsstudie zum kombinierten Risiko für Diabetes und Krebs veröffentlicht: Typ-2-Diabetiker haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für mehr als 20 der untersuchten Krebsarten. Am deutlichsten ist der Effekt bei Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dagegen erkranken Diabetiker seltener an Prostatakrebs.

Kari Hemminki aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und seine an der Studie beteiligten Kollegen aus Schweden und den USA konzentrierten sich bei ihrer Untersuchung nur auf Menschen, die an Typ-2-Diabetes erkrankt waren. Diese Form der Zuckerkrankheit wird zu Unrecht manchmal auch als "Alterszucker" bezeichnet. Sie tritt fast nur bei Erwachsenen auf. Bei vielen Patienten gelten Übergewicht und Bewegungsmangel als zwei der Hauptrisikofaktoren. Typ-1-Diabetes oder "juveniler Diabetes" kann dagegen schon Kinder betreffen, der Lebensstil spielt als Risikofaktor keine Rolle.

Noch ist nicht geklärt, warum Typ-2-Diabetiker häufiger an Krebs erkranken als Menschen, die nicht von dieser Stoffwechselerkrankung betroffen sind. Forscher diskutieren zwei Möglichkeiten: Beide Erkrankungen könnten durch dieselben Risikofaktoren ausgelöst werden. Denkbar ist jedoch auch, dass die Zuckerkrankheit Vorgänge im Körper auslöst, die die Krebsentstehung oder das Krebswachstum begünstigen.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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