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Radon als Risikofaktor für Tumoren des Hals-Nasen-Rachenraums

Bislang galt Radon lediglich als Risikofaktor für Lungenkrebs. Das radioaktive Edelgas scheint jedoch nicht nur die Bronchien, sondern auch die oberen Atemwege zu schädigen. Darauf weist das Bundesamt für Strahlenschutz in einer aktuellen Information hin (www.bfs.de).
Radon entsteht beim Zerfall von Uran. Natürliche wie künstliche Gesteine und Baumaterialien können geringe Mengen freisetzen, die sich in Kellern von Gebäuden ansammeln. Besonders hohen Radonkonzentrationen waren Bergarbeiter früher im Uranabbau unter Tage ausgesetzt.

Deutsche Uranbergarbeiterstudie

Experten des Bundesamtes haben zur Klärung des Radon-Risikos Daten ehemaliger Beschäftigter der Wismut AG ausgewertet. Diese hatten bis 1989 in der ehemaligen DDR im Uranbergbau gearbeitet. Die deutsche Uranbergarbeiterstudie ist die weltweit größte Untersuchung zum Thema.
Die Wissenschaftler konnten unter den rund 59.000 ehemaligen Beschäftigten nicht nur ein höheres Risiko für Lungenkrebs nachweisen, sondern auch für Tumoren des Hals-Nasen-Rachenraums. Radon ist jedoch unter Umständen nicht der einzige Risikofaktor, der zur höheren Krebsrate beitrug: Möglicherweise spielten auch andere, für die Studie nicht ausreichend dokumentierbare Faktoren eine Rolle, etwa der Alkoholkonsum der Teilnehmer. Nicht belegt ist ein Zusammenhang von Radonbelastung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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