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"Umweltrisiko Tabak – von der Pflanze zur Kippe"

Nicht nur der Tabakkonsum verursacht schwere Erkrankungen - auch der Tabakanbau ist mit Risiken verbunden, die Gesundheit und soziale Strukturen, in besonderem Maße aber auch die Umwelt betreffen. Darauf weist eine Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums hin. Grundlage ist die Veröffentlichung "Umweltrisiko Tabak - von der Pflanze zur Kippe". Sie wurde vom WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle im Deutschen Krebsforschungszentrum erarbeitet.

Wertvolle Wälder insbesondere in den Tropen werden vernichtet, um neue Anbauflächen zu schaffen und Feuerholz für das Trocknen der Tabakblätter zu gewinnen. Böden und Gewässer werden vergiftet durch den massiven Einsatz von Pestiziden, chemischem Dünger und Wachstumsregulatoren zum Unterdrücken der Seitentriebe. Im Vergleich zu anderen Pflanzen benötigt Tabak ein Vielfaches an Stickstoff, Kalium oder Phosphor und beschleunigt deutlich die Bodenerosion. Arbeiter erkranken auf Tabakplantagen an der "Grünen Tabakkrankheit", die durch Hautkontakt mit den nikotinhaltigen Tabakblättern entsteht und sich in Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen, Atemnot und akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen äußert. Kinderarbeit wird auf Tabakplantagen geduldet. Hunger und Armut sind die Folgen, wenn lebensnotwendige Agrarpflanzen durch Tabakanbau ersetzt werden. "Der Tabakanbau hinterlässt eine Spur der Umweltzerstörung und des sozialen Elends", sagt Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums und des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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