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Haare färben: Kein Krebs-, aber ein Allergie-Risiko

Haarfärbemittel stehen unter dem Verdacht, Harnblasenkrebs zu begünstigen. Eine US-amerikanische Auswertung aus dem Jahr 2001 hatte ein erhöhtes Krebsrisiko für Friseure und Verbraucher festgestellt, die regelmäßig in Kontakt mit Haarfärbemitteln gekommen waren, besonders solchen aus der Zeit vor 1985. Nachfolgend initiierte eine EU-Kommission eine systematische Sicherheitsbewertung aller verwendeten Inhaltsstoffe. Bedenkliche Substanzen sind seither verboten.

Auf einem Symposium des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) im Oktober 2009 diskutierten Experten in Berlin das Krebsrisiko bei häufigem Haarfärbemittelgebrauch, konnten jedoch aus den aktuell verfügbaren Daten keinen eindeutigen Zusammenhang ableiten. BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel erklärte, ein Krebsrisiko für Verbraucher durch Haarfärbemittel bestehe nicht, weil die problematischen Substanzen bereits seit langem verboten sind. Unbedenklich seien viele der Mittel dennoch nicht, da sie allergische Reaktionen hervorrufen können. Hier bestehe weiterer Forschungsbedarf, so Hensel. 

Als wichtigster Risikofaktor für Harnblasenkrebs gilt weiterhin das Rauchen.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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